Bonn. (PM Baskets) Es war so deutlich, wie es das Endergebnis vermuten lässt: Am 7. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga haben die Telekom Baskets... Überragende Baskets gewinnen Topspiel gegen Hamburg

© Sportfoto-Sale (JB)

Bonn. (PM Baskets) Es war so deutlich, wie es das Endergebnis vermuten lässt: Am 7. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga haben die Telekom Baskets Bonn mit 101:72 (25:18, 28:20, 30:14, 18:20) gegen die Veolia Towers Hamburg gewonnen und damit ihre Tabellenführung gefestigt.

Bonn lag nach 30 Minuten bereits mit 31 Punkten uneinholbar gegen den Tabellenfünften in Front und ließ im Schlussviertel nichts mehr anbrennen. Der Erfolg gegen die Hanseaten ist zudem der dritthöchste BBL-Auswärtssieg der Baskets-Vereinsgeschichte.

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Spielbericht

Baskets-Headcoach Tuomas Iisalo schickte erneut eine Starting Five aus TJ Shorts II, Karsten Tadda, Jeremy Morgan, Finn Delany und Michael Kessens ins Topspiel. Bonn benötigte vier Minuten, um die Lücken der gut eingestellten Hamburger Defense zu finden und die erste Führung durch Collin Malcolm zu erzielen (9:8, 4. Minute). Das erste Viertel gestaltete sich fortan ausgeglichen, die Führung wechselte häufig (16:15, 7.), ehe sich Bonn durch einen 9:0 Lauf erstmals zweistellig auf 25:15 (10.) absetzen konnte. Die Baskets hätten auch höher führen können, leisteten sich aber in den letzten Sekunden des 1. Viertels ein paar Unachtsamkeiten und lagen nach zehn Minuten nur noch mit 25:18 in Front.

Hamburg nutzte die kurze Bonner Schwächephase und schloss zum Start des 2. Viertels auf 27:25 auf (22.). Die souveräne Reaktion folgte auf den Fuß: Mit unter anderem zwei Dreiern und einem And-1-Dunking von Leon Kratzer wuchteten die Baskets in Windeseile einen 11:0-Lauf aufs Parkett und lagen erneut zweistellig in Front (38:25, 24.). Und sie hörten nicht auf: Die Rheinländer spielten an der Elbe wie im Fluss, waren stets einen Schritt zu schnell für ihre Kontrahenten und bauten den Vorsprung auf 53:34 (19.) aus, ehe es beim Stand von 53:38 in die Halbzeitpause ging.

Die Überlegenheit hielt auch nach dem Seitenwechsel an: Der ehemalige Hamburger Shorts II lenkte das Spiel gewohnt souverän und fand stets die richtige Balance zwischen schnellem Passspiel und sicherem Abschluss. So erzielte er gegen seinen Ex-Club die bis dato höchste Führung des Spiels zum 68:47 per Korbleger (25.). Doch es war keine Ein-Mann-Show: Egal ob Seba Herrera, der erneut starke Morgan oder auch Malcolm, dessen Formkurve in den letzten Wochen deutlich nach oben zeigt, lieferten ihre Leistungen ab. Derart variabel war Bonn nur selten von Hamburg zu stoppen und ging pünktlich zum Ende des 3. Viertels mit 83:52 (30.) in Führung.

Bis dahin dürfte Tuomas Iisalo sehr zufrieden mit seinem Team gewesen sein. Das änderte sich jedoch bis zur 32. Minute, als Hamburg zum Start des Schlussviertels ein 7:0-Lauf gelang und den finnischen Cheftrainer so zur Auszeit zwang: „Wir dürfen nicht relaxen“, war die eindeutige Ansage in der Timeout. Seine Mannschaft nahm sich die Ansage zu Herzen und fand nach kurzer, holpriger Phase (85:65, 34.) zurück in die Erfolgsspur: Bonn gewann die verbliebenden sechs Minuten Spielzeit mit 16:7, Michael Kessens knackte die 100-Punkte-Marke per Dunking, und die Baskets durften sich beim 101:72-Endstand über den sechsten Sieg im sechsten easyCredit BBL-Spiel freuen.

Stimmen zum Spiel:
Tuomas Iisalo (Headcoach Telekom Baskets Bonn):
„Glückwunsch an meine Mannschaft. Wir haben eine starke Leistung nach einer langen Spiel- und Trainingspause gezeigt. Uns haben in der Zeit mit TJ Shorts II, Leon Kratzer und Tyson Ward drei wichtige Spieler im Training gefehlt. Aber alle Jungs haben gezeigt, dass sie mit vollem Fokus und Energie heute gespielt haben. Wir haben über weite Strecken gut gespielt. Unser Problem war in einigen Phasen aber das gute Rebounding der Hamburger am Ende und Turnover, die Hamburg zu schnellen Punkten nutzen konnten. Wir können sehr zufrieden mit der Leistung sein. Jetzt gibt es aber nicht viel Zeit, um es zu genießen. Bereits am Mittwoch geht es für uns weiter.“

Raoul Korner (Headcoach Veolia Towers Hamburg): „Glückwunsch an Bonn zum deutlichen und absolut verdienten Sieg – auch in der Höhe. Das spiegelt genau das Kräfteverhältnis der beiden Teams im Moment wider. Wir haben die Pause offenbar weniger gut überstanden und verdaut. Defensiv haben wir keinen Zugriff gefunden und offensiv den Ball nicht im Korb untergebracht. Das ist eine ziemlich schlechte Mischung, wenn du gegen ein Team spielst, das auf diesem Level agiert. Demnach ist das Ergebnis so wie es ist. Im letzten Viertel haben wir uns nicht komplett aufgegeben und gefightet. Aber ansonsten braucht man nicht viel sagen, das Ergebnis sagt alles.“

Telekom Baskets Bonn:

Shorts II (24 Punkte/4 Dreier), Ensminger (0), Kessens (8), Herrera (7/1, 7 Assists), Tadda (0), Malcolm (16/2), Morgan (22/3), Kratzer (15), Williams (0), Delany (9/1)

Hamburg Towers:

Schoormann (3), Phillipps (0), Möller (0), Meisner (4), Woodard (4), Samar (4), McCullum (16), Hinrichs (5), Clark II (11), Wohlfarth-Bottermann (10), Childs (15)

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