Gummersbach mit Last-Second-Remis in Hamburg – „Genetischer Zwilling“ für Katharina aus Engelskirchen gesucht

Julian Köster – © Sportfoto-Sale (MK)

Gummersbach. (PM VFL) Anlässlich des 29. Spieltags der laufenden Saison in der LIQUI MOLY HBL hat der VfL Gummersbach am Sonntagnachmittag sein drittes Unentschieden eingefahren.

Beim Handball Sport Verein Hamburg feierte die Mannschaft von Cheftrainer Gudjon Valur Sigurdsson in der letzten Sekunde ein 33:33 (17:18)-Remis vor etwa 60 mitgereisten VfL-Fans. Über weite Strecken der Partie egalisierten sich die beiden Mannschaft auf dem Spielfeld in allen Belangen und lieferten sich eine tempo- und torreiche Begegnung, in der erst Mitte der zweiten Halbzeit das Pendel leicht in Richtung der Hamburger ausschlug. Als diese jedoch am Ende schon wie der sichere Sieger aussahen, schlugen die Oberbergischen noch einmal zurück und erkämpften sich nach vier Siegen in Folge den verdienten Punktgewinn in der Hansestadt, wodurch sie nun 33:23 Punkte auf dem Konto aufweisen und weiterhin Tabellenplatz sechs belegen.

Dass beide Teams in ihrer aktuellen Verfassung vor Selbstbewusstsein strotzen, zeigte sich bereits in den ersten Minuten, in denen auf beiden Seiten munter nach vorne gespielt wurde. Auf die erste Gummersbacher Führung durch Giorgi Tskhovrebadze zum 1:0 (1. Minute) folgte in Minute vier der erste Rückstand (2:3) durch das Tor von Dani Baijens, der die ersten vier Hamburger Treffer allesamt selbst markierte und für die VfL-Abwehr zunächst schwer zu verteidigen war. In einer ausgeglichenen Anfangsphase kristallisierte sich vorerst kein eindeutiger Favorit heraus. Ab dem 5:5 durch Ellidi Vidarsson in der achten Minute drängten sich auch die Torhüter beider Mannschaften – Tibor Ivanišević und Johannes Bitter – durch gute Aktionen in den Mittelpunkt, so dass vier Minuten lang kein weiteres Tor fiel, ehe Julian Köster zum 6:5 einnetzte (12. Minute).

Bis zum 9:9 erschien jedes mögliche Unentschieden zwischenzeitlich auf der Anzeigentafel, ehe in der 19. Minute erstmals eine Mannschaft mit zwei Toren in Front ging, als die Hamburger einen 3:0-Lauf hinlegten und den VfL mit 9:11 in Rückstand brachten. Die Oberbergischen ließen es sich jedoch nicht nehmen in Person von Miloš Vujović (2) und Lukas Blohme nachzulegen und ihrerseits drei Tore hintereinander zu erzielen (12:11, 22. Minute). Zum Ende des ersten Durchgangs prägten erneut wechselnde Ein-Tores-Führungen die Partie. Der VfL überstand dabei auch eine doppelter Unterzahl unbeschadet, als Ole Pregler in der 27. Minute den 16:16-Ausgleich erzielte. Durch einen Last-Second-Treffer des HSVH ging es für das Sigurdsson-Teams allerdings mit einem knappen 17:18-Rückstand in die Pause.

In der Anfangsphase der zweiten Halbzeiten taten sich die Gummersbacher zunächst schwer, bewahrten aber durch den Treffer von Vujović zum 19:20 in der 37. Minute den Anschluss an die Hamburger, die es verpassten zwischenzeitlich den Abstand auf drei Tore zu erhöhen. In der 39. Minute kam für die Gäste erstmals Dominik Mappes zum Einsatz, der nach seiner Verletzung erstmalig wieder im Kader stand und den Angriff zum 20:21 – erneut durch Vujović – einleitete. Der Linksaußen drehte nun regelrecht auf und erwies sich auch als Torschütze zum 22:22-Ausgleich (42. Minute).

In der Folge erwiesen sich allerdings erneut die Hamburger als um ein Quäntchen besser, so dass die Oberbergischen wieder einem Zwei-Tore-Rückstand hinterherlaufen musste (25:27, 47. Minute). Auf der Gegenseite verpassten die Gummersbacher nach dem 26:27 durch Tskhovrebadze in der 49. Minute die Chance zum Ausgleich, woraufhin sie in der 52. Minute erstmals gar mit drei Toren in Rückstand gerieten (28:31). In den hektischen und von vielen kleinen Unterbrechungen geprägten Schlussminuten war es wieder Vujović, der sowohl zum 30:31 (57. Minute) als auch zum 31:32 (58. Minute) noch einmal den Anschlusstreffer erzielte. Das Spiel schien entschieden, als der HSVH in der Schlussminute beim Stand von 31:33 Ballbesitz hatte. Jedoch gelang es dem VfL noch einmal den Ball abzufangen, woraufhin Vujović aus spitzem Winkel zum 32:33 einnetzte. Auf einen erneuten Ballgewinn der Gummersbacher folgte fünf Sekunden vor dem Abpfiff die Auszeit durch Sigurdsson. Ein letzter Pass von Ole Pregler auf Köster leitete mit der Schlusssirene dann doch noch den 33:33-Ausgleich durch den deutschen Nationalspieler ein.

Am kommenden Samstag, den 27. April, wartet um 19 Uhr das nächste Heimspiel auf den VfL Gummersbach. Anlässlich des 30. Spieltags sind dann die Nachbarn der HSG Wetzlar zu Gast in der SCHWALBE arena. Tickets für die Partie können unter vfl-gummersbach.de/tickets/ erworben werden.

Die einzige Hoffnung, um weiterleben zu können Überlebenswichtige Stammzellspende benötigt

Engelskirchen. (PM DKMS) Die 64-jährige Katharina aus Engelskirchen und ihre Familie muss abermals eine schwere Zeit durchstehen.

Bereits 2019 erkrankte sie an einem Hirntumor. Nun der erneute Schock: Katharina hat MDS – eine Erkrankung des blutbildenden Systems und benötigt dringend eine Stammzellspende, um zu überleben. Gemeinsam mit der DKMS organisiert die Familie eine Online-Registrierungsaktion. Wer helfen möchte, gesund und zwischen 17 und 55 Jahren alt ist, kann sich über www.dkms.de/katharina ein Registrierungsset nach Hause bestellen und so vielleicht zum Lebensretter oder zur Lebensretterin werden.

Melanie beschreibt ihre Mutter Katharina als „starke Frau, die immer um das Wohl ihrer Familie bestrebt ist und sich oft, auch weit über ihre Kräfte hinaus, für andere aufopfert“. In der Regel ist es Katharina, die anderen hilft. Sei es in der Pflege ihrer Familienangehörigen oder beim regelmäßigen Blutspenden. Doch nun ist es Katharina, die selbst Hilfe benötigt. 2019 erkrankte Katharina an einem Hirntumor. Mit starkem Willen und viel Rückhalt ihrer Familie konnte sie diesen erfolgreich bekämpfen. Es folgten regelmäßige Untersuchungen und alles schien in Ordnung. Im Frühjahr letzten Jahres litt sie jedoch unter auffällig vielen Infekten. Die Beckenkammpunktion in der Klinik brachte dann die Gewissheit: Katharina hat MDS – eine Erkrankung des blutbildenden Systems. Mittlerweile steht auch fest, dass Katharina eine Stammzellspende benötigt, um wieder gesund zu werden.

Um die Suche nach einem „genetischen Zwilling“ für Katharina und andere Patient:innen zu unterstützen, ruft die Familie gemeinsam mit der DKMS dazu auf, sich als potenzielle Stammzellspender:in zu registrieren. „Man sollte sich bewusst machen, dass man einem anderen Menschen das Leben retten kann. Vielleicht ist man die einzige Hoffnung, um weiterleben zu können. Es kann jeden treffen und dann ist man froh, wenn da irgendwo ein Spender ist, ein völlig fremder Mensch, der bereit ist zu helfen“, bittet Katharina.

Wer gesund und zwischen 17 und 55 Jahre alt ist, kann Katharina und anderen Patient:innen helfen und sich mit wenigen Klicks über www.dkms.de/katharina die Registrierungsunterlagen nach Hause bestellen. Die Registrierung geht einfach und schnell: Mithilfe von drei medizinischen Wattestäbchen und einer genauen Anleitung sowie einer Einwilligungserklärung kann jede:r nach Erhalt des Sets selbst einen Wangenschleimhautabstrich vornehmen und anschließend per Post zurücksenden, damit die Gewebemerkmale im Labor bestimmt werden können. Spender:innen, die sich bereits in der Vergangenheit registrieren ließen, müssen nicht erneut teilnehmen. Einmal aufgenommene Daten stehen auch weiterhin weltweit für Patient:innen zur Verfügung.

Besonders wichtig ist es, dass die Wattestäbchen nach dem erfolgten Wangenschleimhautabstrich zeitnah zurückgesendet werden. Erst wenn die Gewebemerkmale im Labor bestimmt wurden, stehen Spender:innen für den weltweiten Suchlauf zur Verfügung.

Auch Geldspenden helfen Leben retten, da der DKMS für die Neuaufnahme jeder Spenderin oder jeden Spenders Kosten in Höhe von 50 Euro entstehen.
DKMS Spendenkonto
IBAN: DE80700400608987000685
Verwendungszweck: Katharina, SXW 006

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Der VFL Gummersbach beendet die Saison 22/23 als Aufsteiger auf Platz zehn. Kann der VFL dieses Ergebnis in der kommenden Saison noch verbessern?



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