Essen. (PM TUSEM) Der TUSEM Essen hat am 2. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga seine erste Niederlage kassiert. Bei den Wölfen Würzburg unterlag die Mannschaft... TUSEM muss erste Niederlage einstecken

Bank TUSEM Essen – © Sportfoto-Sale (MK)

Essen. (PM TUSEM) Der TUSEM Essen hat am 2. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga seine erste Niederlage kassiert.

Bei den Wölfen Würzburg unterlag die Mannschaft von Trainer Michael Hegemann mit 23:29 (9:12) und steht damit auf Tabellenplatz sieben.

Der klare Auftaktsieg gegen den HC Empor Rostock (26:15) hatte den Essenern Selbstvertrauen gegeben, was sie nun bei den Wölfen in Würzburg auf die Platte bringen wollten. Und zunächst sah es ganz gut aus, Eloy Morante und Justin Müller besorgten schnell die ersten beiden Treffer für den TUSEM. Allerdings lief es in der Folge nicht mehr so rund. Die Gäste aus dem Ruhrgebiet erlaubten sich einige Abspielfehler und ungenaue Abschlüsse. Großen Anteil daran hatte allerdings auch Wölfe-Torwart Jonas Maier, der mit seinen Paraden immer wieder zur Stelle war.

Aber auf der anderen Seite stand im Lukas Diedrich in Nichts nach. Auch der Essener Schlussmann hatte immer wieder seine Hände oder Füße am Ball und sorgte dafür, dass der Rückstand seiner Mannschaft nicht deutlicher wurde. Allerdings war er zwischenzeitlich doch recht hoch, denn die Bayern führten schon in der ersten Halbzeit mit 11:5 (19.). Bis zur Pause kämpfte sich der TUSEM noch einmal heran. Morante und Jonas Ellwanger verkürzten auf drei Treffer und gaben Hoffnung für den zweiten Durchgang.

Dieser begann sehr ordentlich, es entwickelte sich mehr und mehr Spannung. Es war bei Weitem kein fehlerloses Spiel – was allerdings für beide Teams galt. Hier ein Abspielfehler, da eine vergebene Chance und immer wieder Paraden der Schlussmänner. Jedes Tor war hart erarbeitet. Die meiste Kraft investierten allerdings die Gäste, die sich tatsächlich für ihre Aufholjagd belohnten. Eine kleine Schwächephase der Wölfe nutzte der TUSEM aus, um zum zwischenzeitlichen Ausgleich zu kommen. Tim Rozman besorgte in der 49. Minute das 20:20 – und nun stand die Partie endgültig auf der Kippe.

Das Duell war gespickt mit vielen Zweikämpfen und es ging ordentlich zur Sache. Genau in dieser Phase verwarf Eloy Morante einen Siebenmeter und die Wölfe-Torhüter wurden zum Endgegner für die Essener. In der Schlussphase kamen Jonas Maier und Andreas Wieser zu wichtigen Paraden, was ihre Kollegen auf der anderen Seite mit Treffern belohnten. Unter anderem waren Steffen Kaufmann im Rückraum und Oliver Seidler am Kreis die Gefahrenstellen für die Essener Deckung. So konnten sich die Gastgeber entscheidend absetzen und den TUSEM auf Distanz halten. Am Ende war das Ergebnis von 29:23 höher, als es zehn Minuten vor dem Ende zu erwarten war.

„Wir sind gut gestartet, haben es aber nicht geschafft die Kontrolle über das Spiel zu übernehmen. Wir haben ihnen ihr Tempospiel gegeben und mit unserem Rückzug nicht gut verteidigt. Wir sind dann eigentlich gut zurückgekommen, was natürlich viel Kraft gekostet hat, aber haben es verpasst das Momentum auf unsere Seite zu bringen. Da haben wir zu viele Bälle verworfen und laufen wieder einem Rückstand hinterher. Am Ende haben wir in der Abwehr auf gemacht und dann kam das Ergebnis zustande, was etwas zu hoch ausgefallen ist. Letztendlich lag das Problem bei uns im Angriff, da haben wir zu viele Chancen nicht genutzt“, sagte TUSEM-Trainer Michael Hegemann nach der Niederlage.

Für den TUSEM steht nun ein ganz besonderes Heimspiel an: am kommenden Freitag (16. September) geht es gegen den ukrainischen Meister HC Motor Zaporizhzhia. Dort geht es zwar nicht um Punkte, sondern um eine Menge Solidarität. Anwurf in der Arena „Am Hallo“ ist um 19.30 Uhr.

Wölfe Würzburg – TUSEM Essen 29:23 (12:9)
Würzburg: Maier, Wieser; Schömig (6/3), Böhm, Karle (2), Neagu, Schmidt (3), Kaufmann (7), Dürr, Hack, Geis (1), Brielmeier, Rose (3), Seidler (7), Merk.
TUSEM: Fuchs, Diedrich; Ellwanger (2), Rozman (3), Wolfram, Dangers (3), Homscheid, Eißing (1), Szczesny (2), Müller (3), Seidel, Morante (6/3), Klingler (2), Mast, Werschkull (1), Schoss.
Schiedsrichter: Standke (Ronnenberg)/Heine (Wendeburg).
Siebenmeter: 3/4 – 3/4.
Strafminuten: 0 – 6.
Zuschauer: 454.

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