Francesco Friedrich sichert mit Sieg vorzeitig den Gesamtweltcup im Viererbob Der Bob-Pilot des BSC Sachsen Oberbärenburg triumphiert mit deutlichem Vorsprung vor dem Briten Hall... So lief das Wochenende in Winterberg beim IBSF Weltcup

Francesco Friedrich sichert mit Sieg vorzeitig den Gesamtweltcup im Viererbob
Der Bob-Pilot des BSC Sachsen Oberbärenburg triumphiert mit deutlichem Vorsprung vor dem Briten Hall und dem Amerikaner Church

Der 4er Bob um Francesco Friedrich – © D. Reker

Winterberg. (pst) Die Erfolgsgeschichte des Ausnahmesportlers im Bobsport ist um ein Kapitel reicher.

Bobpilot Francesco Friedrich gewann nicht nur mit deutlichem Vorsprung den BMW IBSF Weltcup presented by VELTINS in der Formel 1 des Wintersports, er sicherte sich mit diesem Erfolg auch vorzeitig den Gesamtweltcup im Viererbob vor dem letzten Rennen in St. Moritz am kommenden Wochenende.

Trotz der Erfolge mit zwei Siegen in den einzelnen Disziplinen und dem Erfolg in der Gesamtwertung im Vierer-Weltcup bleibt Francesco Friedrich fokussiert auf den Saisonhöhepunkt: “Das nützt uns alles nichts, wenn wir bei Olympia nicht vorne sind.” In einer Gesamtzeit von 1:49.08 Minute war der Bob von Friedrich am Ende 42 Hundertstel vor der britischen Crew von Brad Hall. Riesig war der Jubel des Dritten. Der US-Amerikaner Hunter Church erklärte warum: “Das war unser zweiter Podiumsplatz, unsere zweite Bronzemedaille nach Igls vor zwei Jahren. Wir trainieren hart. In der einen Woche klappt es am Start gut, in der anderen in der Bahn. Heute hat beides gepasst.” Hunter lag vier Hundertstel vor dem Deutschen Johannes Lochner. “Wir haben die falsche Wahl getroffen für den Schnee. Es hieß eigentlich, dass es schönes Wetter wird und die Bahn schnell ist. Dafür ist es okay”, sagte Lochner zu dem Rennen und Platz vier vor dem Kanadier Justin Kripps. Auch der dritte Deutsche Christoph Hafer hatte seine Probleme und wurde Zehnter. Er meinte: “Es ist im Vierer dieses Jahr mega eng und wir hatten uns definitiv mehr vorgenommen.“

Viel Lob für die freiwilligen Helfer des BSC Winterberg

Der anhaltende Schneefall am letzten Wettkampftags des dritten Weltcups innerhalb von vier Wochen bescherte auch den Bahnarbeitern und den ehrenamtlichen Helfern des BSC
Winterberg viel Arbeit. Der Geschäftsführer des Sportzentrums Stephan Pieper lobte daher: “Das waren schon schwierige Bedingungen heute. Der Dank gilt dem Team und den Ehrenamtlichen.” Nun folgt direkt im Anschluss in der VELTINS-EisArena der Europacup im Bob mit der U23-Europameisterschaft.

Bob-Pilotin des BSC Winterberg gewinnt bei deutschem Doppelsieg vor Kim Kalicki

Winterberg. (pst) Laura Nolte ist im Zweierbob auf ihrer Heimbahn VELTINS-EisArena eine Macht. Zum dritten Mal in Folge gewann die Pilotin des BSC Winterberg das Rennen des BMW IBSF Weltcups in Winterberg. Damit feierte Nolte einen Hattrick.

In diesem Winter war es der vierte Erfolg. Damit liegt sie auf Platz zwei in der Gesamtwertung des Weltcups. “Der Weltcup ist dieses Jahr aber nicht so wichtig”, meinte Nolte mit Blick auf Olympia.

Aufgrund des starken Schneefalls am Vormittag wurde der erste Lauf um anderthalb Stunden nach hinten verlegt. Am besten meisterte Laura Nolte den ersten Durchgang. Mit Anschieberin Deborah Levi gelang ein starker Start in 5,60 Sekunden. Das war die zweitbeste Zeit am Start. Im Ziel war keiner mehr schneller. Noltes Bob blieb mit 58,95 Sekunden als einzige unter der Marke von 59 Sekunden. 44 Hundertstel betrug der Vorsprung auf die Chinesin Mingming Huai, die lag ihrerseits nur vier Hundertstel vor der US-Amerikanerin Kaillie Humphries. Dahinter folgte die Konkurrenz ebenfalls in knappen Abständen. Der Grundstein für einen spannenden zweiten Lauf war also gelegt.

Und in der Tat änderte sich das Klassement im zweiten Durchgang noch einmal ordentlich. Die Amerikanerin Elana Meyers Taylor legte mit 57,78 Sekunden den besten Lauf des Tages hin und kletterte von Platz elf auf vier. Dritte wurde Humphries. Einen großen Sprung machte Kim Kalicki vom TuS Eintracht Wiesbaden, die dank des zweitbesten zweiten Laufs zusammen mit Anschieberin Leonie Fiebig vom BSC Winterberg auch am Ende Zweite hinter Nolte wurde. “Mit dem zweiten Platz kann man voll und ganz zufrieden sein. Wir sind ja nochmal nah an Laura herangekommen”, sagte Kalicki. Nolte gelang im zweiten Lauf mit 58,20 Sekunden nur die fünfte Zeit. Sie freute sich: “Am Ende hat der Vorsprung noch gereicht.” Es waren 13 Hundertstel vor Kalicki und 15 vor Humphries. Für die dritte Deutsche Mariama Jamanka sprang nach einem Einstiegsfehler beim Start des ersten Laufs nur Rang neun heraus. Sie analysierte: “Ich bin zu weit gelaufen und das ist der Schlitten ausgebrochen.” Mit Bremserin Alexandra Burghardt gelang der zweite Lauf besser. “Es war ein sehr schöner Doppelsieg für uns”, sagte Bundestrainer René Spies.

Bahnrekord purzelt im Zweierbob der Männer

Francesco Friedrich bestätigt in Winterberg seine Ausnahmeform

Winterberg. (pst) Es war der erste Zweierbob der Herren des BMW IBSF Weltcups in der VELTINS-EisArena in diesem Winter, nachdem im Dezember zwei Mal Viererbob gefahren wurde. Und der Dominator der vergangenen Winter, Francesco Friedrich, bestätigte auch hier seine Ausnahmeform. Er gewann, in dem er zwei Mal einen Bahnrekord von 54,89 Sekunden fuhr.

Der Pilot aus Pirna musste im ersten Lauf zunächst ohne eigenes Zutun einen Verlust des Bahnrekords vom 5. Dezember 2015 hinnehmen. Johannes Lochner, mit Bremser Florian Bauer unterwegs, unterbot den Rekord von 55,02 Sekunden um acht Hundertstel. Die Zeit von 54,94 Sekunden hatte aber nur kurz Bestand. Friedrich und sein Anschieber Alexander Schüller legten einfach mal die Zeit von 54,89 Sekunden hin und das nur zwei Startplätze hinter Lochner.

“Dieses Jahr war es nicht so zu erwarten, dass es einen Bahnrekord gibt. Es war auch nicht zu erwarten, dass wir im zweiten Lauf, die gleiche Zeit hinlegen. Deshalb bin ich froh, dass es geklappt hat”, erklärte der Sieger Friedrich. Der Zweitplatzierte Lochner lobte seinen Teamkollegen Friedrich: “Bei ihm passt einfach alles. Er kann sich Fehler erlauben dank seines Startvorsprungs und hat natürlich auch das beste Material. Deshalb steht er am Ende immer ganz oben.”

Der dritte Platz ging an den Kanadier Justin Kripps vor dem Russen Rostislav Gaitiukevich. Als dritter Deutscher wurde Christoph Hafer mit dem Anschieber Matthias Sommer vom BSC Winterberg Fünfter. “Es ist einfach so eng. Das ist klar, dass einer von den anderen noch nach vorne fährt”, ärgerte sich Hafer nach eigenen Fehlern im zweiten Durchgang darüber, dass er nach Platz vier im ersten Lauf noch einen Rang verlor. Im Viererbob am Sonntag möchte Hafer mit seiner Stammbesetzung angreifen. Hier geht es um die letzten Plätze der Anschieber für Olympia.

Elana Meyers Taylor im Monobob erneut vorn

Lokalmatadorin Laura Nolte wird Dritte hinter der Australierin Breena Walker

Winterberg. (pst) Die Bilder glichen sich. Bereits wie im Dezember jubelte die US-Amerikanerin Elana Meyers Taylor über den Sieg im Monobob in Winterberg vor der Australierin Breena Walker.

Die Spannung in der jungen Disziplin steigt. Am 13. und 14. Februar erfolgt die olympische Premiere im Monobob. Daher lag ein besonderes Augenmerk auf den Rennen im Rahmen des BMW IBSF Weltcups in der VELTINS-EisArena zum Auftakt der Bobwettbewerbe am Samstag. “Es ist eine weitere Möglichkeit für uns Frauen auf olympische Medaillen. Ich wünsche mir Rennen im Mono-, Zweier- und Viererbob für beide Geschlechter”, sagte die US-Amerikanerin Kaillie Humphries, die hinter Laura Nolte Vierte wurde.

Die erfahrene Meyers Taylor, die bereits Mitte Dezember die schnellste Frau im Monobob war, überzeugte im ersten Lauf mit einer Zeit von 59,28 Sekunden. 21 Hundertstel betrug der Vorsprung auf die Australierin Breeana Walker. Lokalmatadorin Laura Nolte war Dritte mit dem knappen Abstand von vier Hundertstel auf Walker.

Im zweiten Lauf griff Walker zwar an und schaffte mit 59,44 Sekunden die beste Laufzeit. Meyers Taylor und Nolte fuhren zeitgleich aber nur vier Hundertstel langsamer und somit änderte sich an der Reihenfolge der ersten Drei nichts. “Ich liebe Winterberg und die Bahn hier. Auf dieser Bahn bin ich 2015 Weltmeisterin geworden. Es ist wie nach Hause zu kommen”, sagte Meyers Taylor. Als Zweite in Winterberg gehört Breena Walker auch zu den Mitfavoritinnen bei Olympia. Sie erklärte: “Es ist eine aufregende Zeit und es läuft gut gerade im Monobob. Ich hoffe, für Australien eine Medaille bei Olympia zu holen.”

Zu den Kandidatinnen auf Edelmetall zählt in China auch Laura Nolte bei ihrer Olympiapremiere. Auf ihrer Heimbahn musste Nolte im Gegensatz zum Dezember auf die Unterstützung ihrer Fans verzichten. Sie meinte: “Es hat Spaß gemacht, auch wenn es mit Zuschauern schon cooler war.” Die zweite Deutsche im Feld, Mariama Jamanka, wurde Neunte und sagte: “Eine Top Ten-Platzierung im Monobob ist für mich ein solides Ergebnis.”

Erneuter niederländischer Triumph in Winterberg

Die Weltcupführende Kimberley Bos gewinnt vor Lokalmatadorin Jacqueline Lölling das Skeletonrennen der Damen

Winterberg. (pst) Die Führende des BMW IBSF Weltcups im Skeleton Kimberley Bos knüpfte in der VELTINS-EisArena an den ersten Weltcup in Winterberg Mitte Dezember an. Erneut stand die Niederländerin ganz oben auf dem Podest. Den Grundstein für den Triumph legte Bos im ersten Lauf, den sie mit 49 Hundertstel vor Jacqueline Lölling gewann. “Der zweite Lauf lief nicht so gut wie der Erste”, sagte die Siegerin, die am Ende aber noch 24 Hundertstel Vorsprung hatte.

Lölling war auch nach zwei Läufen Zweite und freute sich über einen großen Schritt Richtung Olympia. Sie sagte: “Ich bin sehr, sehr froh über den heutigen Tag. Ich habe den Schlitten laufen lassen und nicht versucht, etwas zu erzwingen. Das hat gut funktioniert.” Dritte wurde die Russin Elena Nikitina vor ihrer Landsfrau Yulia Kanankina. Zweitbeste Deutsche war Tina Hermann, die als Siebte vor allem mit ihren Starts nicht zufrieden war. “Ich denke schon, dass wir mit unserem Material und unseren Fahrten immer noch was rausholen können. Aber es wird immer wichtiger am Start. Die anderen werden immer schneller. Ganz verstehen wir die Rückstände dort nicht. Wir arbeiten aber auch den ganzen Sommer. Die Bahn stand gut”, sagte Hermann, die ebenso wie Lölling bei den Starts nicht unter den Top 15 war.

Die Schmallenbergerin Hannah Neise fand trotz etwas besserer Starts nicht in die Läufe und wurde am Ende 14.. Sie braucht nun am kommenden Wochenende einen Platz unter den ersten Acht, genau wie Lölling, um das Ticket für Olympia absolut sicher zu haben. “Generell bin ich in den Läufen nicht so frei, wie mich sonst kenne. Ich freue mich die ganze Saison auf St. Moritz. Das ist immer ein Highlight. Ich hoffe, dass die Qualifikation dort klappt”, sagt Neise, die im Vorwinter in St. Moritz Juniorenweltmeisterin wurde und Vierte im Weltcup.

Erfolg von Martins Dukurs zum Auftakt des Weltcup-Wochenendes in Winterberg

Der lettische Skeletonaltmeister siegt mit einer hundertstel Sekunde vor Axel Jungk / Russe Tretiakov wird Dritter

Winterberg. (pst) Der Auftakt des BMW IBSF Weltcup-Wochenendes präsentiert von Veltins in Winterberg war eine spannende Angelegenheit. Der Abstand von einer hundertstel Sekunde brachte den Sieg für den 37-jährigen Letten Martins Dukurs vor Axel Jungk. Der Skeletoni vom BSC Sachsen Oberbärenburg war ebenfalls nur vier Hundertstel vor dem Russen Alexander Tretiakov, der noch im Dezember in der VELTINS-EisArena siegreich war. “Die eine Hundertstel habe ich in erster Linie am Start verloren”, meinte Jungk, der bei dem einzigen gewerteten Lauf nur die 15. Startzeit hatte.

Vierter wurde der Lokalmatador Alexander Gassner vom BSC Winterberg, der sehr zufrieden war mit seinem Start und sagte: “Ich bin happy, dass ich unter fünf Sekunden gestartet bin.” Vor dem letzten Weltcup in St. Moritz sieht sich Gassner gut gerüstet für die Olympischen Spiele in China. Drittbester Deutscher war Christopher Grotheer als Neunter. Grotheer, der seine Führung im Weltcup an Martins Dukurs abgeben musste, freut sich vor Olympia nun auf den Weltcup-Abschluss in St. Moritz. Er sagt: “Auf dieser Natureisbahn zu fahren, ist immer etwas Besonderes.”

Es zählten nur die Ergebnisse des zweiten Laufes, da der erste Lauf annulliert werden musste.

sportstimme

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