Solingen. (PM BHC) Das Mammutprogramm, das der Bergische HC bis zum Saisonende am 27. Juni absolvieren muss, läuft auf Hochtouren. Zwei von 14 Spielen... Löwen wollen den ersten Sieg bei den Eulen

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Solingen. (PM BHC) Das Mammutprogramm, das der Bergische HC bis zum Saisonende am 27. Juni absolvieren muss, läuft auf Hochtouren.

Zwei von 14 Spielen haben die Löwen absolviert, mit 29:23-Punkten gehören sie zum oberen Mittelfeld der Liga. Am Donnerstag um 19 Uhr sollen bei den Eulen Ludwigshafen die nächsten beiden Zähler her – allerdings wäre ein Sieg in der Friedrich-Ebert-Halle auch gleichzeitig eine BHC-Premiere.

Mit dem jüngsten 21:25 gegen den SC Magdeburg war Sebastian Hinze nur bedingt zufrieden. „Die Abwehridee hat funktioniert“, erläutert der Coach. „Aber wir hatten nicht den nötigen Speed im Tempospiel, obwohl das sicher auch zur Idee in der ersten Halbzeit gehörte. Das war schon ein Thema in der Nachbetrachtung.“ So richtete Hinze auch unabhängig vom kommenden Gegner die Trainingsinhalte phasenweise entsprechend aus. „Tempo gehört immer zu unserem Spiel – natürlich auch bei den Eulen Ludwigshafen.“

Nominell dürfte der BHC in der Pfalz favorisiert sein. Die Eulen befinden sich im Abstiegskampf und benötigen aktuell noch fünf Punkte, um den Anschluss zu den Nicht-Abstiegsplätzen wieder herzustellen. Die Historie jedoch spricht für die Eulen. Auswärts haben die Bergischen noch nie gegen die Eulen gewonnen. In der 2. Liga setzte es eine 33:36-Niederlage, im DHB-Pokal ein 27:33, und in der Bundesliga unterlag der BHC 29:30 und 22:23 bevor in der vorigen Saison ein 27:27 heraussprang. Das Remis fühlte sich allerdings wie eine Niederlage an, zumal die Löwen vier Minuten vor Schluss noch 27:23 geführt hatten.

Am Donnerstag soll der Knoten also endlich platzen. Das Hinspiel in der Klingenhalle gewannen die Bergischen deutlich mit 28:19, doch Sebastian Hinze weiß, dass der Gegner kaum mit dem vergangener Tage vergleichbar ist: „Personell fehlten den Eulen damals viele Spieler. Inzwischen sind sie so gut besetzt, dass sie eine ganz andere Spielidee umsetzen können. Sie haben viel mehr Geduld im Positionsangriff, eine deutlich höhere Ballsicherheit. Die Aufgabenstellung ist eine völlig andere als noch im vergangenen Dezember.“

Neben dem stets herausragenden Kampfgeist überzeugen die Ludwigshafener mit einer hohen körperlichen Präsenz und einer flexiblen Abwehr. „Sie nutzten auch oft die 5:1-Variante und wollen ins Tempospiel“, sagt Hinze, der dies mit einem disziplinierten Angriffsspiel natürlich unterbinden möchte. „Insgesamt wird auch beim BHC Geduld gefragt sein“, meint der Coach. „Denn die Eulen warten ab, bis sie eine gute Chance bekommen. Wir müssen bis zur letzten Aktion konzentriert verteidigen.“

Personell treten die Eulen nahezu in Bestbesetzung an. Zuletzt fehlte zwar Spielmacher Dominik Mappes, doch die Mannschaft ist auch auf dieser Position dreifach besetzt. „Pascal Bührer und Max Neuhaus machen das gut. Außerdem haben sie gute Rückraumschützen und Torhüter.“ Martin Tomovski lief zuletzt beim HC Erlangen zur Hochform auf. Der Schlussmann hielt die Hälfte der Würfe auf sein Tor und war damit Matchwinner beim überraschenden 24:19-Erfolg.

Die Lage beim BHC könnte sich auch noch ein kleines bisschen mehr entspannen. „Alle, die gegen Magdeburg und Essen einsatzbereit waren, sind es wohl auch in Ludwigshafen“, sagt Hinze. „Und bei Kristian Nippes bin ich optimistisch, dass es für Donnerstag reicht.“ Der Linkshänder hatte zuletzt mit muskulären Problemen in der Wade passen müssen.

sportstimme

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