Löwen fegen Lemgo aus der Halle Löwen fegen Lemgo aus der Halle
Solingen. (PM BHC) Ein Drama hatte sich im Vorfeld angedeutet. Doch gegen den TBV Lemgo Lippe demonstrierte der Bergische HC seine Stärke. Mit 35:26... Löwen fegen Lemgo aus der Halle

Solingen. (PM BHC) Ein Drama hatte sich im Vorfeld angedeutet. Doch gegen den TBV Lemgo Lippe demonstrierte der Bergische HC seine Stärke. Mit 35:26 (18:10) demontierten die Löwen die Lipperländer, die bis zum Schluss auf beiden Seiten des Feldes kein Mittel fanden.

Bereits die Anfangsphase war die aus BHC-Sicht beste und erfolgreichste dieser noch jungen Bundesliga-Saison. Csaba Szücs und Max Darj standen überragend im Zentrum der LöwenDeckung. Christopher Rudeck entschärfte gleich die erste Chance für den TBV. Auf der anderen Seite versenkten Darj, Daniel Fontaine und Szücs zum 3:0-Vorsprung.

Was folgte war eine spektakuläre Löwen-Halbzeit. Nicht nur im Positionsangriff zeichneten sich die Hausherren durch eine extrem hohe Effizienz aus, sie gewannen auch immer wieder den Ball in der Deckung und überrumpelten die Lipperländer mit ihrem Tempospiel. Nach Szücs‘ Treffer ins verwaiste Gehäuse zum 7:2 nahm Gäste-Coach Florian Kehrmann seine erste Auszeit. Die zeigte keine Wirkung. Jeffrey Boomhouwer netzte zum 8:3 und gewann wenig später einen verloren geglaubten Ball im Angriff zurück. Der landete bei Szücs und Darj, der zum 9:3 verwandelte. Arnor Gunnarsson und Boomhouwer erhöhten sogar auf 11:3, was beim TBV einen Torhüterwechsel zur Folge hatte. Piotr Wyszomirski kam nach einer Viertelstunde für Peter Johannesson, der nur ein Mal die Hand entscheidend an den Ball bekam.

Bevorteilt wurden die Bergischen im weiteren Verlauf der ersten Hälfte seitens der Unparteiischen gewiss nicht .Ein vom TBV abgefälschter Pass von Bogdan Criciotoiu landete im Aus und brachte die Gäste in Ballbesitz. Max Darj sah für eine vergleichweise unbrutale Abwehraktion die rote Karte, und der letzte Wurf mit der Schlusssirene von Donat Bartok zählte zum Ärgernis des BHC.

Schocker waren all diese Entscheidungen nicht. Dafür präsentierten sich die Bergischen zu überragend.18:10 führte die Truppe zur Pause. Daniel Fontaine und Linus Arnesson waren mit vier beziehungsweise zwei Treffern blendend aufgelegt. Rudeck lieferte sieben Paraden, Rückkehrer Bastian Rutschmann hielt den Siebenmeter von Tim Hornke, für den er extra eingewechselt worden war – ein gelungener Einstand für den zuletzt verletzten Keeper. Mehrere Male sprangen die 2219 Zuschauer in der Solinger Klingenhalle vor Begeisterung auf.

Und auch in die zweite Halbzeit startete das Hinze-Team bestens. Maciej Majdzinski, Daniel Fontaine und Gunnarsson stellten auf 21:11. Entscheidend kamen die Gäste nie mehr heran. Auch eine doppelte Unterzahl überstanden die Bergischen, ohne dass der Torabstand dramatisch schrumpfte.

Zum Schluss geriet die Partie zur Party. BHC-Coach Sebastian Hinze wechselte munter durch. Yannick Fraatz und Milan Kotrc kamen zu ihren ersten Bundesliga-Treffern, Max Bettin durfte im
Rückraum ran. Und Linus Arnesson wirbelte nun nach Belieben. Der Schwede schraubte sein Torkonto auf sieben herauf. Die Klingenhalle bleibt eine uneinnehmbare Festung. Löwengebrüll – die Stimmen zum Spiel Florian Kehrmann: „Glückwunsch für die gute Leistung an den BHC. Wir haben das Spiel in der 15. Minute eigentlich schon verloren. In der Abwehr bekommen wir es überhaupt nicht geschafft, die Laufwege zu unterbinden und es dem BHC viel zu leicht gemacht. In die Habzeit haben wir uns dann irgendwie gerettet, aber auch nach der Pause hätte das Spiel noch 15 Stunden weitergehen können, die Bälle wären irgendwie ins Tor gelaufen. Wir hatten heute keine Chance, zu gewinnen.“

Sebastian Hinze: „Ich bin heute natürlich sehr zufrieden. Wir haben uns von Anfang an gut bewegt in der Abwehr, hatten die Ballgewinne, die wir wollten und haben im Angriff eine sehr hohe Wurfeffektivität. Vor der Halbzeit haben wir in zwei, drei Situationen vielleicht etwas Wurfglück, aber das hatte sich die Mannschaft auch verdient. Es war ein sehr gutes Spiel von den Jungs.“ Jörg Föste: „Wir spielen bis jetzt eine außerordentlich gute Serie.

Die 6:4-Punkte resultieren aus mannschaftlicher Geschlossenheit, Deckungsstärke und dem unbedingten Willen, Tempo zu spielen.“

Bergischer HC – TBV Lemgo 35:26 (18:10) Bergischer HC: Rudeck, Rutschmann – Boomhouwer (4), Kotrc (1), Fontaine (6), Bettin, Arnesson (7), Babak, Szücs (3), Darj (4), Baena, Nippes, Criciotoiu (1), Majdzinski (3), Gunnarsson (5/2), Fraatz (1). Trainer: Sebastian Hinze TBV Lemgo Lippe: Wyszomirski, Johannesson – Kogut (1), Guardiola, Ebner, van Olphen (1), Theuerkauf (1), Hornke (8/3), Hübscher, Carlsbogard (2), Suton (5), Bartok (2), Rose, Klimek (1), Zieler (5). Trainer: Florian Kehrmann. Schiedsrichter: Nils Blümel und Jörg Loppaschewski Siebenmeter: 2/2 – 3/4 Zeitstrafen: 4 – 2 (Fontaine (2), Majdzinski, Boomhouwer – Hornke, Suton) Rote Karte: Max Darj (23.) Spielverlauf: 3:1 (5.), 8:3 (10.), 12:4 (15.), 14:6 (20.), 17:8 (25.), 18:10 (30.), 21:12 (35.), 23:14 (40.), 27:17 (45.), 30:19 (50.), 33:22 (55.), 35:26 (60.)

Foto: Linus Arnesson – © by Sportstimme (MK)

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