München. (PM) Entgegen der aktuellen Berichterstattung gibt es kein Chaos im DEB-Pokal. Für die 32 Plätze haben sich – wie bereits berichtet – die...

München. (PM) Entgegen der aktuellen Berichterstattung gibt es kein Chaos im DEB-Pokal. Für die 32 Plätze haben sich – wie bereits berichtet – die in der jeweiligen Saison am Spielbetrieb teilnehmenden Mannschaften der 2. Bundesliga, der Oberliga Süd sowie die U20 Nationalmannschaft qualifiziert. Daneben stehen wie bereits beim DEB-Pokal der Saisons 2009/2010, 2010/11 und 2011/12 aufgrund entsprechender Vereinbarungen zwischen dem DEB und den LEVs für die Oberligen Nord, Ost und West jeweils zwei Teilnehmerplätze am DEB-Pokal zur Verfügung. Da Passau aus dem Spielbetrieb der Oberliga Süd ausgeschieden ist, wurde Bad Nauheim entsprechend der Nachrücker Regelung als Nachfolger ermittelt. Weitere Nachrücker wären Kassel und Leipzig. Durch einen Fehler in den Durchführungsbestimmungen des LEV Niedersachsen wurde ohne Rechtsgrundlage irrtümlich ein dritter Startplatz ausgelobt. Hierfür hat sich der NEV-Präsident Hans Elfrodt bereits persönlich bei Verein und Anhängern entschuldigt. Eine Klage gegen den DEB in dieser Sache liegt nicht vor. Die LEV erlassen die Durchführungsbestimmungen für ihre Spielbetriebe nach der Satzung des DEB eigenverantwortlich und hoheitlich, so dass der DEB hierauf keinen Einfluss hat und auch keine Prüfungsobliegenheit.

 

Darüber hinaus wurde in der Öffentlichkeit oft von einem Verzicht von Bremerhaven zu Gunsten Adendorfs thematisiert. Ein solcher Verzicht würde jedoch zum einen ein Präjudiz schaffen, weil sich die Klubs dann aussuchen könnten, ob sie zukünftig beispielsweise bei einer schweren Auslosung überhaupt noch antreten sollen, zum einen würde eine solche Entscheidung auch die legitimen Nachrücker auf den Plan rufen. Auch ein Herausnehmen der U20 ist aus zweierlei Gründen nicht möglich. Der Pokal wurde speziell für Vorbereitung der U20 auf die jeweils im Dezember stattfindende WM ins Leben gerufen und hat sich auch sportlich als sinnvoll erwiesen. Zudem würde wie bei jedem anderen Verein die Nachrücker Regelung in Kraft treten, nach der Kassel und Leipzig die nächsten Vereine mit einem Anspruch auf einen Platz wären.

 

DEB hat Alternativen geprüft

 

Selbstverständlich ist es dem Deutschen Eishockey Bund e.V. daran gelegen, eine Lösung zu finden. Obgleich der Fehler nicht beim DEB sondern vielmehr beim LEV Niedersachsen zu suchen ist, hat der DEB überprüft, wie er Adendorf entgegen kommen könnte. Ein Länderspiel der Nationalmannschaft in Adendorf auszutragen ist aufgrund der infrastrukturellen Gegebenheiten wirtschaftlich nicht darstellbar. Darüber hinaus würden die festgelegten Zeitpläne und Freiräume dies nicht ermöglichen, denn die Länderspiele sind bereits weit im Vorfeld geplant. Eine U20-Maßnahme scheitert ebenso an der wirtschaftlichen Machbarkeit sowie der Tatsache, dass die Vereine keiner Abstellungsverpflichtung unterliegen.

 

Die Auslosung für den DEB-Pokal findet nächste Woche statt.

Weiterführende Links:

Durchführungsbestimmungen DEB-Pokal 2011/2012: http://www.deb-online.de/index.php/mitglieder.html

Originalartikel Niedersächsischer Eissportverband: http://www.lev-niedersachsen.de/index.php?option=com_content&view=article&id=386:der-nev-entschuldigt-sich-beim-aec-adendorf-&catid=63:berichtepraesident&Itemid=100

DEB-Satzung (inklusive Spielordung): http://www.deb-online.de/index.php/satzung.html

sportstimme

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