Iserlohn. (PM Kangaroos) Nach dem Auswärtssieg am vergangenen Wochenende gibt es den nächsten Dämpfer für die Iserlohn Kangaroos – die Waldstädter verlieren Zuhause mit... Kangaroos verlieren turbulentes Spiel gegen Berlin

© Lara Gärtner

Iserlohn. (PM Kangaroos) Nach dem Auswärtssieg am vergangenen Wochenende gibt es den nächsten Dämpfer für die Iserlohn Kangaroos – die Waldstädter verlieren Zuhause mit 78 zu 85 gegen die Berlin Braves.

Die über 1.100 Zuschauer in einer stimmungsvollen Matthias-Grothe-Halle sahen ein spannendes Spiel mit vielen Auf und Abs, am Ende sorgten aber zu viele schlechte Entscheidungen bei den Iserlohnern für die Heimniederlage. Die Kangaroos rutschen nun auf den elften Tabellenplatz ab, während die Braves mit dem neunten Saisonsieg Platz fünf festigen können.

“Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben eine starke Energie gezeigt und defensive Stops generiert. Die Entscheidungen waren gut, dadurch sind wir in Führung gegangen und haben so die Halle von Beginn an mitgenommen”, schätzt Kangaroos-Headcoach Dennis Shirvan den Start in die Partie ein. Auf die ersten guten Minuten folgten jedoch einige Unkonzentriertheiten in der Defensive, wodurch die Iserlohner schnell ihre gute Ausgangslage aufgaben und mit einem Vier-Punkte-Rückstand in die erste Viertelpause gingen: “26 Punkte in einem Viertel Zu Hause sind einfach zu viel”, ärgert sich Coach Shirvan. Die Gäste aus Berlin nutzten jegliche Unkonzentriertheiten der Iserlohner gnadenlos aus, insbesondere aus der Distanz fanden die Hauptstädter schnell einen guten Rhythmus und beendeten die Partie mit einer Trefferquote von 40% von jenseits der Drei-Punkte-Linie.

Kangaroos Headcoach bemängelte vor allem die individuelle Verteidigung seines Teams: “Gerade im Eins-gegen-Eins lag heute unser Problem, wir konnten einfach fast keinen Gegner vor uns halten. Zu Beginn des zweiten Viertels haben wir ein paar defensive Anpassungen vorgenommen, wodurch es dann besser lief und wir wieder in Schlagdistanz kamen. Doch anstatt diese Phase dann mitzunehmen und mit einer Führung in die Pause zu gehen, haben wir erneut zu viele schlechte Entscheidungen getroffen und sind dadurch mit 33 zu 46 in die Pause gegangen.”

Die zweite Halbzeit begannen die Kangaroos dann, angefeuert vom lautstarken Iserlohner Publikum, konzentriert und entschlossen. Die Coaches Shirvan und Prostran änderten die Lineups ein wenig und starteten nun Bigman-Talent Malick Kordel auf der Center Position. Dieser sorgte mit seiner Größe und Athletik dann für neue Energie im Spiel der Waldstädter, welche sich dadurch erneut ran kämpfen konnten. Doch auf die guten ersten Minuten in Halbzeit zwei, folgten erneut einige Unkonzentriertheiten bei den Gastgebern: “Wir sind zurückgekommen und hatten die Braves dann eigentlich da wo wir sie haben wollten, doch dann sind wir wieder zu gierig geworden, haben zu viele Blocks und Steals gejagt und in der offensive schlechte Entscheidungen getroffen.”

Wie so häufig in dieser Spielzeit zeigten die Kangaroos phasenweise starke Leistungen, konnten diese jedoch nicht über die volle Distanz aufrechterhalten. “Zum Schluss der Viertel haben wir einfach überdreht, den Plan nicht mehr verfolgt und uns dadurch um den Sieg gebracht”, ärgert sich Shirvan. Doch trotz der vielen Unkonzentriertheiten gaben sich die Kangaroos nicht auf und kämpften sich im Schlussviertel erneut mühsam ran. Das Spiel wurde von Minute zu Minute hitziger und der Spielstand immer knapper.

Am Ende lag das Glück aber eher auf Seiten der Braves, welche weiterhin konzentriert auftraten, aber auch von einigen Schiedsrichterentscheidungen profitierten. Insbesondere zwei strittige Szenen sorgten nach Spielende für viel Diskussion. Bei noch wenigen Minuten Spielzeit und zwei Punkten Differenz entschieden die Schiedsrichter auf Schrittfehler gegen Kangaroos-Flügel Travis Henson, während er durch den Kontakt des Gegners einen Korb erzielte. Viele sahen diese Aktion eher als ein potenzielles “And-One”, welches die Iserlohner in Führung hätte bringen können. So stand die Entscheidung gegen die Kangaroos und die Gäste bauten daraufhin die Führung weiter aus.

In der zweiten strittigen Situation erzielte Kangaroos-Guard Samuel Mpacko einen Floater aus der Nahdistanz, nachdem es einen Kontakt mit einem Spieler der Braves gab. Doch die Schiedsrichter pfiffen jedoch auch diese Aktion ab und entschieden auf Offensivfoul gegen Mpacko. Am Ende stehen die Kangaroos mit leeren Händen da und lassen einen möglichen “Big-Point” im Kampf um die Playoffs liegen.

Iserlohn Kangaroos: Viktor Ziring (12 Punkte/ 3 Assists) , Clayton Ladine (4/ 5 Rebounds/ 6 Assists), Johannes Konradt (12) , Mathias Groh (2/ 3 Rebounds), Jonathan Almstedt (4 Rebounds/ 1 Assist) , Elias Marei (13/ 3/ 1), Malick Kordel (6/ 5 Rebounds), Samuel Mpacko (13/ 3 Assists), David Pavljak (DNP), Ben Uzoma (2/ 2 Rebounds), Travis Henson (14/ 5/ 2), Julius Treichel (DNP).

Berlin Braves: John Kropp , Phillip Daubner (8), Noah Litzbach (6), Simon Paul (14), Aleksandar Dimitrijevic (12), Marley Jean-Louis (15), Emanuel Schüler, Jorge Roche Peinado, Seth Compas (7), Kevin Kollmar (4), Andrii Kozhemiakin (19), Jermaine Fleck.

Hier die nächsten Spieltage der Iserlohn Kangaroos in der BARMER 2. Basketball Bundesliga:

03 Februar Auswärtsspiel vs. SBB Baskets Wolmirstedt

10. Februar Heimspiel vs. Bayer Giants Leverkusen

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Der VFL Gummersbach beendet die Saison 22/23 als Aufsteiger auf Platz zehn. Kann der VFL dieses Ergebnis in der kommenden Saison noch verbessern?



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