Iserlohn Kangaroos gegen Phoenix Hagen. Diese Partie hat in den Vorbereitungsplänen beider Klubs einen festen Platz. Dabei geht es in erster Linie gar nicht... Kangaroos und Phoenix spielen für die Opfer der Hochwasserkatastrophe

© Max Winkler Kangaroos Media/PR

Iserlohn Kangaroos gegen Phoenix Hagen. Diese Partie hat in den Vorbereitungsplänen beider Klubs einen festen Platz.

Dabei geht es in erster Linie gar nicht um die Tradition dieses Nachbarschaftsduells, sondern auch um die Kooperation im Hinblick auf die Jugendförderung, die seit rund 15 Jahren ununterbrochen Bestand hat. Am kommenden Samstag hat die Partie, die um 19.30 Uhr in der Matthias-Grothe-Halle beginnt, jedoch noch einen weiteren Hintergrund: Die Erlöse werden gespendet, um die von der Hochwasser-Katastrophe im Juli betroffenen Menschen in Hagen und Iserlohn zu unterstützen.

Zuschauer in der Matthias-Grothe-Halle? Es ist lange her! Rund anderthalb Jahre waren Fans und Team coronabedingt getrennt. Jetzt kommen sie wieder zusammen. „Die Vorfreude darauf, endlich wieder Zuschauer in der Halle zu haben, ist bei allen Beteiligten enorm. Vor allem freut sich das Team darauf, endlich wieder für die eigenen Fans spielen zu dürfen. Gerade diese junge Mannschaft brennt darauf, weil sie das Gefühl, in Iserlohn, in eigener Halle und vor eigenem Publikum zu spielen so noch gar nicht kennt“, sagt Kangaroos-Geschäftsführer Michael Dahmen.

500 Zuschauer sind für das Benefizspiel zwischen den Kangaroos und Phoenix Hagen zugelassen. 500 Zuschauer, das entspricht etwa einem Drittel der Gesamtauslastung der Matthias-Grothe-Halle. Die Hygiene-Richtlinien, die die Waldstadt-Basketballer im vergangenen Jahr erarbeitet und in Zusammenarbeit mit der BARMER 2. Basketball Bundesliga installiert haben, werden der aktuellen Lage angepasst. „Wir werden nach dem 3G-Prinzip vorgehen, das heißt, dass unsere Zuschauer am Samstag geimpft, getestet oder genesen sein sollten, wenn sie in die Halle möchten“, erklärt Michael Dahmen. Entsprechende Nachweise wie beispielsweise Testergebnis oder Impfpass (auch digital) sollen von den Fans bereit gehalten werden.

Für die Hausherren um Headcoach Dennis Shirvan geht es am Samstagabend gegen das ProA-Team aus der Nachbarschaft primär nicht ums Ergebnis. „Aber natürlich wollen wir zeigen, dass wir wettbewerbsfähig sind. Der erste Test gegen Bochum hat uns wichtige Erkenntnisse geliefert. Und jetzt intensivieren wir die Arbeit an einigen Stellen“, so Shirvan. Dennoch werden die Gastgeber motiviert ins Spiel gehen. Daran besteht kein Zweifel. „Es ist der Anspruch der Jungs, sich zu beweisen, mitzuspielen – und das klassenhöhere Team bestmöglich zu ärgern“, so der Iserlohner Coach.

Dass das Spiel durch den guten Zweck, dem es unterstellt ist, nochmal eine andere Tragweite bekommt, ist allen Beteiligten bewusst. „Die Erlöse werden wir zu gleichen Teilen an die Opfer der Flutkatastrophe in Hagen und Iserlohn spenden“, sagt Michael Dahmen. Gerade Hagen sei schwer vom Hochwasser erwischt worden. Aber auch Teile Iserlohns wie beispielsweise Lasbeck.

„Nicht nur die Flutkatastrophe zeigt, wie wichtig Solidarität ist. Gerade in einem Mannschaftssport wie Basketball, erreicht man als Team mit solidarischem Verhalten einfach mehr, als wenn jeder nur auf sich schaut. Glücklicherweise herrscht in vielen Bereichen in Deutschland gerade ein großes Maß an Solidarität, was ich in hohem Maße erfreulich finde“, so der Kangaroos-Geschäftsführer. Am Ende könne Solidarität, im Kleinen wie im Großen, auch dabei helfen, das Pandemiegeschehen nachhaltig in den Griff zu kriegen.

Zum ersten Mal wird das Testspiel zwischen Iserlohn und Hagen im Rahmen des NOMA-Tags ausgetragen. In der Vergangenheit fand das Spiel beim NOMA-Cup der Kangaroos statt. Weil die Corona-Krise aber auch an den Kangaroos nicht spurlos vorübergegangen ist, wird es das zweitägige Turnier in diesem Jahr nicht geben. „Der Cup ist natürlich auch mit Kosten verbunden. Deshalb haben wir geschaut, wie und wo wir Einsparungen vornehmen können. Gemeinsam mit unserem Partner, der NOMA GmbH Wirtschaftsberatung, haben wir den NOMA-Day ins Leben rufen können“, erklärt Dahmen.

Tickets für das Spiel gibt es als Tageskarten in verschiedenen Preisklassen. Die günstigste Karte kostet 10 Euro (5 Euro Eintritt, 5 Euro Spende). Es können aber auch Tickets für 20 (5 Euro Eintritt, 15 Euro Spende) und 35 Euro (5 Euro Eintritt, 30 Euro Spende) erworben werden.

sportstimme

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