Winterberg. (ske) Cheyenne Rosenthal (BSC Winterberg) und Jessica Degenhardt (RRV Altenberg) sehen dem 3. EBERSPÄCHER Rodel Weltcup am Wochenende in der VELTINS-EisArena mit Optimismus... Einsatz in der Team-Staffel „Mega-Erfahrung“

Jessica Degenhardt (rechts, RRC Altenberg) und Cheyenne Rosenthal (BSC Winterberg) – © D. Reker

Winterberg. (ske) Cheyenne Rosenthal (BSC Winterberg) und Jessica Degenhardt (RRV Altenberg) sehen dem 3. EBERSPÄCHER Rodel Weltcup am Wochenende in der VELTINS-EisArena mit Optimismus entgegen.

„Ich hoffe, dass wir auf dem Podest stehen, vielleicht sogar ganz oben“, betonte Rosenthal im Gespräch mit dem Sportzentrum Winterberg (SZW). Als „etwas ganz Neues“ wertete die 23-Jährige, dass sie beim Weltcup in Whistler mit Degenhardt als erstes Damen-Doppel in der (siegreichen) deutschen Team-Staffel starten durften: „Das war eine Mega-Erfahrung.“

SZW: Cheyenne, wie war der Jahreswechsel?
Rosenthal:
Eigentlich sehr entspannt und schön bei der Familie daheim. Wir haben gemütlich Raclette gegessen und mit einem Gläschen Wein angestoßen. Dann haben wir nur kurz nach draußen geschaut und den Nachbarn ein frohes neues Jahr gewünscht.

SZW: Lass uns auf das vergangene Jahr zu sprechen kommen. 2023 war für Euch ein erfolgreiches Jahr.
Rosenthal:
Ja, im Nachhinein schon. Am Anfang hatten wir unsere Schwierigkeiten, besonders am Schlitten haben wir noch mal viel verändert. Aber zur WM in Oberhof, zum Highlight, ist der Knoten geplatzt und hat eben alles gepasst (Red.: WM-Titel Sprint und „normales“ Doppelsitzer-Rennen). Und mit den zwei Weltcup-Siegen, die wir dann noch hatten, lief das ganze Jahr doch noch relativ gut.

SZW: Zum Jahresende 2023 standen die beiden Weltcups in Lake Placid und Whistler auf dem Programm. Welches Fazit kann man da ziehen?
Rosenthal:
Ich war schon mal vor vier Jahren in Lake Placid, im Weltcup im Einsitzer. Ich habe damals nicht viele Fahren gemacht, aber ich war schon mal vor Ort. Degi war jetzt zum ersten Mal in Lake Placid. Wir hatten von Anfang an unsere Schwierigkeiten, zudem einen Sturz Anfang der Woche. Seitdem hatten wir eine kleine Blockade im Kopf. Im Endeffekt sind wir zwei für uns solide Läufe runtergefahren. In Whistler lief es wesentlich besser. Die Erfahrung vom letzten Jahr war, man kommt an und fühlt sich sofort wohl (Red.: Weltcup-Sieg vor Eitberger/Schirmer).

SZW: In Whistler hab ihr auch eine Mega-Erfahrung gemacht: Jessica und Du wart Mitglied der siegreichen deutschen Team-Staffel, Ihr musstet zum Schluss ran …
Rosenthal:
Das war in der Tat etwas ganz Neues. Es ist schön, dass alle vier Disziplinen zur Team-Staffel gehören und wir als erstes Damen-Doppel im Team-Wettbewerb für Deutschland starten durften. Es war ungewohnt, mit einer komplett anderen Vorbereitung, auch am Startblock. Wenn man sich darauf einstellt, klappt es ganz gut.

SZW: Woran müsst Ihr noch arbeiten, um weiterhin Euren Erfolgswegs fortsetzen zu können?
Rosenthal:
Am Start haben wir auf jeden Fall noch Potenzial, auch in der Bahn. Am Material kann man immer arbeiten. An uns selbst arbeiten wir auch täglich. Man merkt, dass wir viele Fahrten hinter uns haben und jetzt zusammen auf einem Schlitten liegen. An sich harmoniert das echt gut.

SZW: Werfen wir einen Blick auf Eure Konkurrentinnen: Dajana Eitberger/ Saskia Schirmer und Selina Egle/Lara Kipp aus Österreich. Sind das Eure größten Konkurrentinnen?
Rosenthal:
Auf jeden Fall. Dajana und Saskia sind zwar Konkurrentinnen, aber wir pushen uns gegenseitig. Wenn wir auf der Bahn sind, wissen wir eigentlich, dass wir wahrscheinlich wieder vorn reinfahren können. Vergessen dürfen wir auf keinen Fall Andrea Voetter und Marion Oberhofer aus Italien. Sie waren im letzten Jahr schon bärenstark, auch in diesem Jahr werden sie vorn dabei sein.

SZW: Am Wochenende steht der EBERSPÄCHER Rodel-Weltcup in Winterberg an, dann geht es nach Igls und danach folgt die WM in Altenberg.
Rosenthal:
Wir sind sehr optimistisch. Winterberg ist meine Heimbahn, auch Jessica mag die Bahn. Altenberg ist ohnehin Jessicas Wohnzimmer. Dort ist sie aufgewachsen.

SZW: Dein Tipp für Winterberg?
Rosenthal:
Es werden viele Bekannte in der VELTINS-EisArena sein. Ich hoffe, dass wir auf dem Podest stehen, vielleicht sogar ganz oben. Das wäre schön. Ich lasse das mal offen. Es wird ein Kampf eben mit Eitberger/Schirmer, Selina Egle/Lara Kipp und Andrea Voetter/Marion Oberhofer.
SZW: Vielen Dank für das Gespräch.

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