Iserlohn Roosters reisen nach Mannheim – Heimauftritte entzücken die Fans Iserlohn Roosters reisen nach Mannheim – Heimauftritte entzücken die Fans
Iserlohn. (MK) Drei Heimspiele, drei Heimsiege – die Heimbilanz der Iserlohn Roosters könnte mit drei beeindruckenden Siegen bei 17:7 Toren kaum... Iserlohn Roosters reisen nach Mannheim – Heimauftritte entzücken die Fans

Iserlohn. (MK) Drei Heimspiele, drei Heimsiege – die Heimbilanz der Iserlohn Roosters könnte mit drei beeindruckenden Siegen bei 17:7 Toren kaum besser ausfallen.

Auch am Sonntag musste sich nach den Grizzlys Wolfsburg und Meister München auch der ERC Ingolstadt mit 4:2 geschlagen geben. Das Ergebnis ging am Ende auch vollauf in Ordnung. Iserlohn erwischte am Seilersee zwar den besseren Start, aber nach dem 0:1 der Gäste durch Collins (11.) hatten die Schanzer erstmal die Kontrolle im Spiel. Das sah zu Beginn des zweiten Drittels zumindest optisch auch nicht völlig anders aus. Allerdings erzielten die Roosters mit ihrer Offensiv-Wucht ihre Tore im genau richtigen Moment. Todd (22. In Überzahl), sowie Camaras Doppelpack (26./32.) und Floreks Tor (36.) zum 4:1 ließen den Anhang jubeln. Greilingers Anschlusstreffer 49 Sekunden später unterstrich die Kaltschnäuzigkeit der Panther. Im torlosen Schlussdrittel wurde das Ergebnis, auch wenn keine Tore mehr fielen, keineswegs verwaltet.

Bestnoten verdienten sich auf Seiten der Roosters „Doppelpacker“ Anthony Camara, Torwart Sebastian Dahm und Youngster Lean Bergmann. Er spielte nach überstandener Erkältung wieder einmal frech von der Leber weg. Der 19- jährige scheut keinen Zweikampf, geht keinem Check aus dem Weg und wartet mit einem großen Spielverständnis auf. Und wenn es sein muss, dann kann er auch gegen wesentlich erfahrenere Cracks, wie gestern Ingolstadts Colton Jobke, bei einem Faustkampf austeilen und einstecken. Fast wäre ihm im weiteren Spielverlauf sogar die ganz besondere Genugtuung gelungen, aber sein Schuss ging leider nur an die Latte.

Einzig ein wenig enttäuschend war am Sonntag die etwas magere Zuschauerzahl von „nur“ 3779 Fans. Hier ist definitiv noch Luft nach oben. Nach den ersten drei begeisternden Heimauftritten darf man aber wohl davon ausgehen, dass bald wieder eine vier am Anfang der Zuschauerzahl stehen wird.

Anthony Camara – © by Eh.-Mag. (JB)

Etwas im Gegensatz zu den grandiosen Heimspielen stehen bislang die Auswärtsspiele. Nüchtern betrachtet kann man die Neiderlagen zum Auftakt in Düsseldorf und am letzten Freitag in Berlin wohl als „normal“ bezeichnen. Etwas ärgerlich wirkt in der Nachbetrachtung noch immer die Niederlage in Krefeld, als man zwei Mal einen Zwei-Tore-Vorsprung aus der Hand gab.

Der insgesamt positive Start schlägt sich auch in den DEL-Statistiken nieder. Powerstürmer Anthony Camara ist aktuell mit 10 Punkten DEL-Topscorer. Manager Karsten Mende erklärte im Westfalenpost-Podcast, dass sich Camara aus seiner Sicht wie auf einer „Mission“ befindet. Der 25- jährige Kanadier kam erst zum Finale der letztjährigen DEL-Hauptrunde nach Iserlohn. Schon damals überzeugte er mit seinen Toren. Karsten Mende zog im Frühjahr die vertragliche Option. Ein Glücksfall für die Roosters, den man so nicht erwarten konnte. Vor einem Jahr startete Camara seine Europakarriere in Odense /Dänemark, wo man ihn aus disziplinarischen Gründen nach einigen Monaten in Richtung Graz weiter transferierte. Das Verpassen der Playoffs in Graz war das Glück der Sauerländer, denn nur so war es möglich den Angreifer für den damals verletzten Louie Caporusso zu verpflichten.

Fast unbemerkt steht mit Top-Neuzugang Jon Matsumoto gleich ein zweiter Roostersstürmer mit neun Scorerpunkten auf Rang zwei der DEL Scorerliste. Auch er hat bislang die hohen Erwartungen am Seilersee erfüllen können.

Schon am Dienstagabend geht die Terminhatz für die Roosters weiter. Ausgerechnet beim Titelaspiranten Adler Mannheim dürfte es besonders schwer werden, den Bock auch Auswärts umzustoßen. Personell werden weiterhin die verletzten Louie Caporusso und Dieter Orendorz fehlen. Hinter Torwart Mathias Lange steht zumindest auch ein kleines Fragezeichen. Möglicherweise kann Orendorz schon am Wochenende in den Kader zurückkehren. Dann setzen die Sauerländer die „kanadische Woche“ mit den beiden Heimspielen am Donnerstag gegen Bremerhaven und am Sonntag gegen Augsburg fort.

Zunächst aber gilt die volle Konzentration der Aufgabe in der Kurpfalz. Die Adler sind mit 14 Punkten aus den ersten sechs Partien (Platz zwei) unter der Regie des neuen Trainers Pavel Gross sehr gut aus den Startlöchern gekommen. Das Duell ist zugleich das Spiel zwischen den Teams mit der aktuell besten Torausbeute. Mannheim schoss bislang 23 Tore und die Roosters sogar schon derer 26. In der vergangenen Spielzeit konnten die Iserlohner alle vier Partien gegen die Kurpfälzer gewinnen. Ob sich die Serie fortsetzen lässt, wird sich ab 19:30 Uhr zeigen.

Fotos:
Lean Bergmann nimmt sich Ingolstadts Jobke vor – © by Sportstimme (JB)
Anthony Camara – © by Eh.-Mag. (JB)

Die Tranerstimmen nach der Begegnung Roosters – Panther

Die schlechte Tonqualität bitten wir zu entschuldigen

sportstimme

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