Iserlohn Roosters bleiben in der Schweiz ohne Erfolgserlebnis Iserlohn Roosters bleiben in der Schweiz ohne Erfolgserlebnis
Iserlohn / Fleurier. (MK) Nein, in der Vorbereitung sollte man die puren Ergebnisse nicht überbewerten. Dennoch dürfte die 7:4 Niederlage gegen... Iserlohn Roosters bleiben in der Schweiz ohne Erfolgserlebnis

Iserlohn / Fleurier. (MK) Nein, in der Vorbereitung sollte man die puren Ergebnisse nicht überbewerten. Dennoch dürfte die 7:4 Niederlage gegen Servette Genf im letzten Spiel beim
„Coupe des Bains“ den Iserlohn Roosters und ihren Fans noch viele Baustellen aufgezeigt haben.

 

Der Start ins Match gegen Servette Genf ging aus Iserlohner Sicht gehörig in die Hose. Schon nach 124 Sekunden hatte die kleine Hartgummischeibe gleich drei Mal hinter Mathias Lange im IEC-Kasten eingeschlagen. Wick konnte sich nach 20 Sekunden als erster Torschütze feiern lassen, obwohl Trupp die Scheibe unglücklich ins eigene Netz abgefälscht hatte. Douay nach 1:47 Minuten und 17 Sekunden später Almond sorgten rasch für eine sehr beruhigende 3:0 Führung der Schweizer. IEC-Keeper Mathias Lange wurde beim zweiten Treffer die Sicht genommen, machte aber beim dritten Gegentor keine glückliche Figur.

Friedrichs Check von hinten gegen Genfs Völlmin ahndete der Referee mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe. Im Powerplay erhöhten Rubin (13.) und Tömmernes auf ein fettes 5:0 nach nur dreizehn Minuten. Den Roosters drohte bis hierher eine heftige Klatsche. Eine kurze handfeste Auseinandersetzung zwischen Rooster Tony Camara und Cody Almond ahndete das Schiedsrichtergespann mit zwei Strafminuten mehr für den Iserlohner, die das Daum-Team unbeschadet überstand. Eine Hinausstellung gegen Genfs Berthon bescherte den Roosters ein Powerplay. Caporusso scheiterte zunächst am sicheren Schlussmann Descloux, dann aber gelang Florek 71 Sekunden vor der Pausensirene auf Zuspiel von Schmidt am linken Bullykreis lauernd der 5:1 Anschlusstreffer. Mit einer hochverdienten Führung gegen gerade zu Beginn defensiv völlig neben sich stehende Roosters gingen die Schweizer in die Pause.

 

Im zweiten Abschnitt agierten die Roosters wesentlich konzentrierter und engagierter. Matsumoto hatte in der 21. Minute schon den zweiten Treffer auf dem Schläger. Den besorgte dann aber Weidner (22.) nach einem schnell abgeschlossenen Konter. Auf der Gegenseite parierte Lange einen verdeckten Schuss des bärtigen Antonietti. Während einer Strafe gegen Genfs Fransson verzog Fischer mit einem Schuss von der blauen Linie. Das Duo Matsumoto / Caporusso verpasste eine weitere Einschussmöglichkeit im Slot. Zur „Halbzeit“ rückte Dahm für Lange ins Iserlohner Tor. Noch in Überzahl traf Weidner nur den Pfosten. Iserlohn nun deutlich beflügelt und sogar mit den besseren Chancen. Der junge Bappert vergab in der 34. Minute eine weitere Gelegenheit. Eine Hinausstellung gegen Fischer (36.) nutzten die Sauerländer zum Unterzahl-Doppelschlag. Zunächst verkürzte Clarke auf 5:3 und 46 Sekunden später verwandelte Caporusso sein Break mit der Rückhand zum 5:4 Anschlusstreffer. Der Jubel auf der Iserlohner Bank und den rund 35 Schlachtenbummlern war riesig. Und es hätte sogar noch der Ausgleich vor der Pausensirene fallen können. Antonietti und Berthon mussten gemeinsam auf die Genfer Strafbank. Turnbull & Co. scheiterten bis zum zweiten Pausentee aber am Schweizer Goalie Descloux.

 

Im Schlussdrittel neutralisierten sich beide Teams zunächst. Die eine oder andere gefällige Kombination war zumeist eine sichere Beute der beiden Goalies. In der 47 Minute fand allerdings Romy für Servette die Lücke zum 6:4. Die Roosters gaben sich aber noch keineswegs geschlagen und sorgten, im positiven Sinne, einige Male für „Chaos“ im Drittel der Schweizer. Mit zunehmender Spielzeit gewannen die Gastgeber wieder mehr Spielanteile. Almond sorgte fast zwangsläufig in der 52. Minute für die Vorentscheidung zum 7:4. Exakt 1:48 Minuten vor dem Ende „opferte“ Iserlohns Coach Daum seinen Goalie für einen sechsten Feldspieler. Das Spiel war natürlich schon entschieden, ein Treffer fiel nicht mehr.

 

Nach den beiden Auftaktniederlagen am Donnerstag mit 2:3 gegen Fribourg und am Freitag mit 1:3 gegen Lausanne, reisen die Iserlohner nun ohne Sieg zurück an den Seilersee.  Die ohnehin zweitrangigen Endergebnisse waren knapp, die in der Offensive und in Unterzahl gezeigten Leistungen sollten hoffnungsvoll stimmen.  Bis zum Sonntag (09.09.) können Trainer Daum und sein Team nun weiter an den Schwachstellen arbeiten. Dann steht der letzte Härtetest auf eigenem Eis gegen den Westrivalen aus Düsseldorf an.

Fraglich ist nach wie vor, ob Neuzugang Daine Todd bis dahin einsatzfähig ist. Den Kanadier plagen nach wie vor muskuläre Probleme, wodurch er bislang noch kein einziges der vier absolviertes Vorbereitungsspiele mitmachen konnte.  Den Schweiz-Trip hat er allerdings parallel zur vor Ort absolvierten Reha mitgemacht. Es bleibt also noch etwas Zeit, aber auch viel Arbeit für die Roosters bis zum Saisonstart am 14. September gegen Wolfsburg.

Nicht gänzlich ausgeschlossen ist, dass der Kader in der Abwehr noch einmal nachgebessert wird.

 

Coupe des Bains

Samstag:

Servette Genf – Iserlohn Roosters 7:4 (5:1/0:3/2:0)

Tore: 1:0 (00:20) Wick, 2:0 (01:47) Douay (Almond/Richard) 5-4PP, 3:0 (02:04) Almond (Wick), 4:0 (12:20) Rubin (Fransson) 5-4PP, 5:0 (13:01) Tömmernes (Fransson) 6-5PP, 5:1 (18:49) Florek (Schmidt) 5-4PP, 5:2 (21:42) Weidner (Yeo), 5:3 (36:33) Clarke (Bergmann/Shevyrin) 4-5SHG, 5:4 (37:09) Caporusso (Matsumoto 4-5SHG, 6:4 (46:18) Romy (Fritsche/Bezina), 7:4 (52:08) Almond

Strafen: Genf 14 – Iserlohn 45

Schiedsrichter: Didier Massy, Yann Erard

Zuschauer: 302

 

Donnerstag:
HC Fribourg-Gottéron – Iserlohn Roosters 3:2 (2:0/1:1/0:1)

Freitag:
Lausanne HC – Iserlohn Roosters 3:1 (0:0/0:1/3:0)

Fotos:
Mathias Lange – © by Sportstimme (Jan Brüggemann)

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