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TUSEM kehrt ohne Punkte aus Coburg zurück

Dennis Szczesny – © Sportfoto-Sale (MK)

Essen. (PM TUSEM) Der TUSEM Essen musste sich am 12. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga geschlagen geben.

Beim HSC 2000 Coburg unterlag die Mannschaft von Trainer Michael Hegemann mit 23:28 (9:10) und steht damit aktuell auf dem elften Tabellenplatz.

Der TUSEM fuhr fest entschlossen nach Coburg, um endlich wieder zwei Punkte einfahren zu können. Nach vier sieglosen Spielen in Serie sollte es zurück in die Spur gehen, auch wenn die Aufgabe bei den heimstarken Franken sicherlich keine einfache war. Alex Schoss legte für den TUSEM gut los, fand immer wieder den Weg in die Tiefe und vollendete. Die Coburger waren aber gut auf die gefährlichen Eins-gegen-Eins-Situationen eingestellt und standen sehr kompakt. Das machte es für die Gäste nicht einfach, zumal Torhüter Kristian van der Merwe mal wieder einen guten Tag erwischte. Im Angriff fehlte es dann insgesamt doch an Durchschlagskraft auf Essener Seite, weshalb es in der ersten Halbzeit nur zu neun eigenen Treffern reichen sollte.

Auf der anderen Seite stand Torwart Lukas Diedrich seinem Gegenüber in nichts nach und parierte ebenfalls einige Abschlüsse. Der TUSEM konnte sich auf seine Defensive verlassen und hielt die Partie somit offen. Lediglich der polnische Nationalspieler Bartlomiej Bis und Torjäger Florian Billek fanden ein paar Lücken und sorgten dafür, dass die Coburger ihren Vorsprung bis zur Pause halten konnten.

Erfreulich aus Essener Sicht: Philipp Asmussen gab sein Comeback nach wochenlanger Verletzungspause und war damit eine Alternative im rechten Rückraum. Allerdings hielt die Freude nicht allzu lange an, denn Mitte der zweiten Halbzeit musste der 27-Jährige wieder mit einer Verletzung vom Feld.

Der TUSEM legte einen Ganz zu und bot dem Gegner einen Kampf auf Augenhöhe. Mit mehr Mut und Entschlossenheit im Angriff schaffte er es das Spiel zunächst zu drehen, unter anderem dank der Treffer von Kapitän Jonas Ellwanger. Doch die Hausherren hielten dagegen. Coburg spielte recht diszipliniert in der Defensive und provozierte immer wieder Fehler bei den Essenern. Über Merlin Fuß ging es dann oft recht schnell und so konnte der HSC die Begegnung wieder drehen. Unterstützt von den mehr als 1800 Zuschauern in der Huk-Coburg-Arena schienen die Gastgeber beflügelt in die Schlussphase zu gehen und schraubten das Ergebnis weiter nach oben. Der TUSEM gab in der Abwehr zu viele Räume her, die Coburg immer wieder nutzen konnte.

Michael Hegemann versuchte es noch einmal mit einer Überzahl im Angriff und erhöhte das Risiko, dieses wurde jedoch nicht belohnt. Zu viele Chancen blieben auf der Strecke und Kristian van der Merwe war mit seinen 15 Paraden letztendlich ein entscheidender Faktor. Somit musste sich die Ruhrpottschmiede einmal mehr geschlagen geben.

„Wir wussten um die Schwere der Aufgabe. Insgesamt hat die Mannschaft einige Sachen deutlich besser gemacht als zuletzt, zum Beispiel haben wir im Angriff mehr Tiefe gehabt und waren auch im Tempospiel erfolgreicher. Wir waren lange gut im Spiel und haben es offengehalten. Aber rund um die 50. Minute hatten wir hinten nicht mehr so den Zugriff, bekommen das Kreisläuferspiel nicht in den Griff und haben vorne auch ein, zwei Pfiffe gegen uns. Das alles war dann der Knackpunkt und hat uns in gewisser Weise kaputt gemacht. Alles in allem war es nicht genug und wir haben es nicht geschafft über 60 Minuten die volle Deckungsstabilität aufrecht zu erhalten“, sagte TUSEM-Trainer Michael Hegemann nach der Niederlage.

Für die Essener steht nun wieder ein Heimspiel an. Am kommenden Freitag (24. November) geht es in der Arena „Am Hallo“ gegen die Eulen Ludwigshafen, Anwurf ist um 20.30 Uhr.

HSC 2000 Coburg – TUSEM Essen 28:23 (10:9)
Coburg: Van der Merwe, Eggert; Runarsson (3), Jaeger (4), Dettenthaler, Bis (3), Glatthard, Fuss (5), Obranovic, Ossowski (1), Billek (4/1), Herzig (2), Krone (3/1), Knauer, Schäffer (3).
TUSEM: Fuchs, Diedrich; Ellwanger (3), Wolfram (1), Wilhelm (4), Homscheid, Eißing, Asmussen, Szczesny, Seidel (1), Klingler (3), Neuhaus (3), Rose (2), Mast (2), Werschkull, Schoss (4).
Schiedsrichter: Jaros (Waldstetten)/Thrun (Lauterstein).
Siebenmeter: 2/2 – 0/1.
Strafminuten: 10 – 8.
Zuschauer: 1853.

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