Leverkusen / Bochum. (MK) „Wir treffen auf ein weiteres Top-Team aus unserer Liga und müssen von Beginn an sehr wachsam sein“, so Bochums Trainer... Trotz Heimspielatmosphäre in Leverkusen: VFL Bochum verpasst Punktgewinn unter dem Bayerkreuz

Manuel Riemann – © Sportfoto-Sale (MK)

Leverkusen / Bochum. (MK) „Wir treffen auf ein weiteres Top-Team aus unserer Liga und müssen von Beginn an sehr wachsam sein“, so Bochums Trainer Thomas Reis vor dem Spiel seines VFL in Leverkusen.

Er sollte Recht behalten. Zwar hatte das Reis-Team die erste Chance im Spiel durch Rexhbecaj (2.), aber den Führungstreffer erzielten die Leverkusener fast nur einen Wimpernschlag später durch Adlis Kopfball, den VFL Keeper Riemann erst hinter der Linie erwischte. Bochum keineswegs geschockt, aber Bayer war erst einmal das spielbestimmende Team. Wirtz´ Kopfball (16.) fehlte ebenso die Präzision, wie auf der Gegenseite Stafylidis (24.) und Polter (26.) für den VFL. Schreckmoment für die Bochumer in der 30. Minute: Frimpong kommt zu spät und trifft mit den Stollen voraus Rexhbecaj oberhalb des Knies, der sich vor Schmerzen am Boden windet. Glück für Frimpong, dass es „nur“ bei Gelb blieb. Bochum phasenweise das offensivstärkere Team, aber die letzten Großchancen in Halbzeit eins gehörten abermals Bayers Wirtz (40.), der aus der Drehung verzog und Sinkgraven, der am mittlerweile bandagierten Riemann scheiterte. Für Gesprächsstoff sorgte auch in der Halbzeit eine fast unbemerkte Szene, als Bayers Tah VFL Turbo Antwi-Adjei im Strafraum am Fuß getroffen hatte. Warum hier der Videoreferee nicht eingegriffen hat, bleibt wohl ein Geheimnis.

Bemerkenswert, dass die 4000 mitgereisten Bochumer Fans das Match in der BayArena akustisch zu einem Heimspiel machten.

Unverändert, also auch mit den angeschlagenen Bochumern Rexhbecaj und Riemann, ging es in die zweite Hälfte. Das Spiel auf Augenhöhe setzte sich zunächst fort, wurde aber immer mehr mit einer kämpferischen Note auf beiden Seiten versehen. Wirtz, bis dahin Bayers Bester, vertändelte eine gute Konterchance der Rheinländer (57.) zu eigensinnig. Asano (60.) und Rexhbecaj (63.) hatten für Bochum zumindest Gelegenheiten aus aussichtsreichen Positionen, scheiterten aber. Der erste Wechsel bei Bayer nach 66 Minuten: Palacios kam für Demirbay. Asano kam für Bochum zum nächsten Torschuss, aber Hradecky war einmal mehr sicher im Bayer-Kasten. VFL Coach Reis nahm in der 69. Minute einen Doppelwechsel vor: Pantovic und Bockhorn kamen für Rexhbecaj und Antwi-Adjei. Doppelwechsel auch nochmal bei Bayer: Sinkgraven und Amiri raus, Paulinho und Hincapie rein.

Paulinho war es auch, der kurz nach seiner Einwechslung (78.) an Riemann scheiterte. Dann ging das muntere Wechselspiel auch beim VFL weiter: Ganvoula und Novothny kamen ins Spiel, Löwen und Polter aus dem Spiel. In der Schlussphase wurden die Beine bei beiden Teams sichtlich schwerer. Bayer versuchte die knappe Führung ins Ziel zu retten, was letztlich auch gelang.

Für Bayer war es unter dem Strich ein knapper Arbeitssieg. Bochum kann hocherhobenen Hauptes Leverkusen verlassen. Der VFL ist definitiv in der Liga angekommen.

Bis zur Mini-Winterpause haben die Reis-Schützlinge noch zwei Auswärtspartien in Augsburg und Bielefeld. Mit einer ähnlich couragierten Leistung sollte es dann auch mit den nächsten Auswärtspunkten klappen. Zunächst aber geht es für den VFL in einer Woche daheim gegen Freiburg weiter. Bayer trifft am Donnerstag in der Europa League auf Celtic Glasgow.

Das Duell des „zwölften Manns“ ging an diesem Nachmittag in der mit 22.538 Besuchern gefüllten BayArena klar an die rund 4000 mitgereisten Bochumer Fans. Die VFL Fans tragen die Euphoriewelle derzeit auch mit in fremde Stadien.

Die Pressekonferenz nach dem Spiel

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Wie schneidet der VFL Bochum in der Saison 21/22 ab?

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