Atemloses Tempospiel vor ausverkaufter Schwalbe arena – Sensationeller VfL besiegt Topteam aus Melsungen

Julian Köster (hinten), Tom Kiesler und Melsungens Rogerio Moraes Ferreira – © Sportfoto-Sale (MK)

Gummersbach. (PM VFL) Der VfL Gummersbach hat am Sonntagnachmittag furios seinen sechsten Saisonsieg eingefahren.

Gegen die diesjährige Überraschungsmannschaft MT Melsungen gewann die Mannschaft von Cheftrainer Gudjon Valur Sigurdsson am zwölften Spieltag durch eine beeindruckende Leistung mit 37:31 (20:19). Dabei boten die Oberbergischen den favorisierten Nordhessen in Halbzeit eins ein Duell auf Augenhöhe in der zum dritten Mal in Folge mit 4.132 Zuschauern ausverkauften SCHWALBE arena. In einer für das Publikum höchst ansehnlichen und temporeichen Partie mit vielen Toren entwickelten sich die Gummersbacher im zweiten Durchgang eindeutig zur spielbestimmenden Mannschaft und ließ die MT – angeführt vom starken Schlussmann Tibor Ivanišević – nicht mehr aufschließen. Mit nunmehr 14:10 Punkten liegen die Gummersbacher aktuell auf dem sechsten Tabellenrang.

Mit einem feinen Wurf ins Melsunger Tor erzielte Ellidi Vidarsson den ersten Treffer der Partie für die Blau-Weißen zum 1:1 (2. Minute) und legte auch zum 2:2 nach (3. Minute). In einer von beiden Teams engagierten Anfangsphase machte sich auf der Anzeigetafel zunächst die bessere Präzision in den Offensivaktionen – sowohl beim letzten Pass als auch beim Torabschluss – bemerkbar (2:5, 6. Minute). Rasant vorgeführte und erfolgreich abgeschlossene Angriffe im 20-Sekunden-Takt auf beiden Seiten erhöhten den Spielstand bis zur elften Minute auf 8:11. Die Gastgeber blieben dabei weiterhin auf Tuchfühlung zum Favoriten aus Melsungen und wurden immer sicherer in ihren Aktionen.

Zwei erfolgreiche Paraden von VfL-Keeper Ivanišević in Folge leiteten die Tore von Julian Köster und Giorgi Tskhovrebadze zum 13:13-Ausgleich in der 18. Minute ein. Der neue Schwung der Gummersbacher setzte sich fort. Während der MT kaum mehr etwas gelang, drehten die Gastgeber komplett auf und distanzierten den Gegner in der 21. Minute durch den sechsten Treffer in Folge insgesamt und das dritte Tor hintereinander von Lukas Blohme auf 16:13. In einer stimmungsvollen Spielphase wurden nun auch die Melsunger wieder zielstrebiger, so dass sich ein offener Schlagabtausch entwickelte. So schaffte die MT in der 28. Minute zwar den 18:18-Ausgleich, in der letzten Sekunde vor dem Pausenpfiff sorgte Tskhovrebadze mit einem Distanzwurf in den Winkel aber doch noch für die Halbzeitführung (20:19).

Mit unweit weniger Tempo als in Durchgang eins startete die zweite Spielhälfte, in der die Oberbergischen gleich den Ton angaben und sich ihre Drei-Tore-Führung zurückeroberten (23:20, 36. Minute). Eine Doppelparade von Ivanišević sowie das 24:20 durch Köster brachten die Stimmung zum Beben (37. Minute). In vielen entscheidenden Momenten behielt der VfL weiter einen kühlen Kopf und behauptete eine knappe Führung, musste jedoch ab der 43. Minute ohne seinen Kreisläufer Vidarsson zurechtkommen, als die Schiedsrichter infolge des Videobeweises nach Foulspiel auf Platzverweis für den Isländer entschieden. Doch auch das tat dem Spielflow der Blau-Weißen keinen Abbruch. Ein Doppelpack von Tskhovrebadze und Tilen Kodrin nach Ballgewinn stellte in Minute 45 die erste Fünf-Tore-Führung auf (29:24).

Dank des Rückhalts durch Torwart Ivanišević konnten sich die Hausherren in der Offensive gar den einen oder anderen Fehler erlauben, ohne ihren Vorsprung einbüßen zu müssen, zumal der VfL immer wieder eine Antwort parat hatte. Seine gute Leistung krönte der VfL-Keeper zudem in der 52. Minute mit seinem Treffer ins leere Melsunger Tor zum 32:26. Die Oberbergischen ließen sich nun nicht mehr aus der Ruhe bringen und zeigten in Abwehr und Angriff eine tadellose Leistung. Der erfolgreiche Tempogegenstoß von Ole Pregler zum 36:30 in der 59. Minute läutete schließlich die Feierstimmung auf den Rängen ein. Den Schlusspunkt setzte Köster nach schönem Anspiel von Tskhovrebadze wenige Sekunden vor dem Abpfiff mit dem letzten Treffer des Tages zum 37:31-Heimerfolg der Gummersbacher.

Seine nächste Begegnung in der LIQUI MOLY HBL bestreitet der VfL Gummersbach am Montag, den 20. November. Um 19 Uhr sind die Oberbergischen bei der HSG Wetzlar zu Gast.

Trainerstimmen zum Spiel




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Der VFL Gummersbach beendet die Saison 22/23 als Aufsteiger auf Platz zehn. Kann der VFL dieses Ergebnis in der kommenden Saison noch verbessern?



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