Gummersbach. (PM VFL) Nicht nur auf sportlicher Ebene, sondern auch in der Geschäftsstelle sieht sich der VfL Gummersbach mit stetig wachsenden Herausforderungen konfrontiert. Dementsprechend... VfL Gummersbach stellt sich strukturell breiter auf – Am Sonntag in Magdeburg

Christoph Schindler und Alexander Finke – © Be-A-Star-Productions

Gummersbach. (PM VFL) Nicht nur auf sportlicher Ebene, sondern auch in der Geschäftsstelle sieht sich der VfL Gummersbach mit stetig wachsenden Herausforderungen konfrontiert.

Dementsprechend ist es unabdingbar, dass sich der Traditionsverein sowohl strukturell als auch personell anpasst, um diesen gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden. „In den letzten Jahren hat sich der VfL Gummersbach rasant entwickelt, und damit sind auch die Anforderungen an uns als Organisation stetig gewachsen. Neben dem sportlichen Bereich haben wir insbesondere in der Geschäftsstelle unsere Strukturen erweitert und professionalisiert. Dennoch gibt es Bereiche, in denen wir noch Verbesserungspotenzial sehen. Vor allem im Ticketing, Merchandising und Fanservice hatten wir in der Vergangenheit mit Herausforderungen zu kämpfen“, räumt VfL-Geschäftsführer Christoph Schindler ein.

Um für die Zukunft und die kommenden Ziele noch besser aufgestellt zu sein, kommt jetzt Alexander Finke von der HSG Wetzlar zum VfL Gummersbach. „Ich freue mich sehr über diesen Zugewinn, denn Alex zeichnet vor allem aus, dass er über mittlerweile 14 Jahre Erfahrung im Bundesligahandball verfügt und an der Deutschen Sporthochschule in Köln den Zertifikatsstudiengang ‚European Handball-Manager‘ 2018 erfolgreich abgeschlossen hat“, erklärt Schindler. In Wetzlar war Finke in dieser Zeit für viele Bereiche im Verein verantwortlich, zuletzt als Vertriebsleiter im Sponsoring. Gleichzeitig war er Betriebsleiter (Marketing & Vertrieb) der Buderus Arena, der Spielstätte der HSG Wetzlar. In der „Heimat des Handballs“ wird er ab dem 1. Januar die Leitung der Geschäftsstelle / Kaufmännische Leitung übernehmen und sich in dieser Funktion neben zahlreichen anderen Themen vor allem um strukturelle Aufgaben und die Digitalisierung kümmern. Alexander Finke selbst äußerte sich begeistert über die neue Herausforderung: „Der VfL Gummersbach ist für mich eine spannende Perspektive, und ich freue mich darauf, meine berufliche Reise nach 14 Jahren bei der HSG Wetzlar hier fortzusetzen. Die Vision und die Ambitionen des Vereins haben mich vom ersten Gespräch an überzeugt und ich bin hochmotiviert, meinen Teil dazu beizutragen, den Erfolg des VfL Gummersbach weiter auszubauen.“

„Zudem haben wir mit Niclas Schubert jemanden gefunden, der sich um die Themen Ticketing und Fanservice kümmern wird, damit unsere tollen Fans weiterhin zahlreich und vor allem zufrieden die Heimspiele in der SCHWALBE arena sehen können“, ergänzt Schindler. Niclas Schubert wird bereits ab sofort Teil des Geschäftsstellenteams des VfL Gummersbach sein und war zuvor Geschäftsstellenleiter des RSV Lahn-Dill, Rekord-Champions League-Sieger im Rollstuhlbasketball, bei dem er sich neben den Bereichen Ticketing und Fanservice insbesondere um die Themen Spieltag und Events gekümmert hat.

VfL trifft mit dem SC Magdeburg auswärts auf die aktuelle Nummer eins des Welthandballs

Die Topspiel-Wochen gehen weiter. Nachdem der VfL Gummersbach in den vergangenen Wochen bereits gegen die Bundesliga-Topteams der Rhein-Neckar Löwen, der Füchse Berlin, der MT Melsungen und zuletzt der SG Flensburg-Handewitt antrat, bekommen es die Blau-Weißen am Sonntag, den 3. Dezember, um 15 Uhr mit keinem Geringeren als dem frischgekürten Klub-Weltmeister SC Magdeburg zu tun. Nach den zurückliegenden zwei schwachen Spielen in Wetzlar und zu Hause gegen Flensburg formuliert VfL-Rückraumshooter Miro Schluroff klar die Marschroute für das bevorstehende Auswärtsduell in der GETEC Arena: „Wir wollen natürlich endlich wieder unser Spiel durchbringen, eine gute Abwehr stellen und durch diese ins Tempospiel kommen. So können wir das Spiel hoffentlich lange offen gestalten.“

Mit dem SC Magdeburg trifft der VfL am 15. Spieltag der LIQUI MOLY HBL auf eine Spitzenmannschaft, die nach dem letztjährigen Vizemeistertitel auch in dieser Spielzeit wieder stark aufspielt. In der Bundesliga stehen bisher nur drei Minuspunkte für die Magdeburger zubuche. Geschlagen geben musste sich die Mannschaft von Trainer Bennet Wiegert lediglich den aktuell punktgleichen Füchsen mit 26:31 am dritten Spieltag, hinzu kommt ein 27:27-Remis im Ost-Derby gegen den SC DHfK Leipzig. Dementsprechend sind die Jungs aus Sachsen-Anhalt bereits seit Ende September in der Liga ungeschlagen und grüßen mit 23:3 Punkten von der Tabellenspitze. Doch auch international läuft es für den SC Magdeburg nach Plan. Wettbewerbsübergreifend ist der SCM seit nunmehr 18 Spielen – davon 17 Siege – ungeschlagen. Der dritte Erfolg in Serie bei der inoffiziellen Klub-Weltmeisterschaft sagt zudem alles über ihre Weltklasse aus. „Natürlich ist zum einen die Stimmung in Magdeburg einmalig, aber auch die Mannschaft an sich verfügt über Top-Qualität. Jeder Spieler hat ein überragendes Eins-gegen-Eins und trifft gute Entscheidungen. Sie haben eine immense individuelle Klasse“, weiß der 1,98 Meter große Rückraumhüne, dass der Magdeburger Kader an spielerischer Qualität kaum zu übertreffen ist. Bevor die Magdeburger die Oberbergischen am Sonntagnachmittag in ihrem Wohnzimmer begrüßen, steht den grün-roten heute Abend um 20:45 Uhr erst noch das hochkarätige Duell mit dem französischen Spitzenteam Montpellier HB in der Machineseeker EHF Champions League bevor.

Anders als der SCM gehen die Gummersbacher mit einer deutlichen Niederlage in das anstehende Kräftemessen. Gegen die Spitzenmannschaft der SG Flensburg-Handewitt verlor das Team von Coach Gudjon Valur Sigurdsson zuletzt mit 32:42. „Gegen Flensburg ging nicht viel. Wir haben uns im Nachhinein natürlich viel mit dem Spiel auseinandergesetzt und Video geschaut. Wir müssen wieder als Einheit verteidigen und so die Magdeburger in lange Angriffe zwingen“, weiß Schluroff, worauf es gegen den SC Magdeburg wieder ankommen wird.

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Der VFL Gummersbach beendet die Saison 22/23 als Aufsteiger auf Platz zehn. Kann der VFL dieses Ergebnis in der kommenden Saison noch verbessern?



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