Gummersbach. (PM VFL) Nach dem kürzlichen Innenbandriss von Lukas Blohme muss der VfL Gummersbach zum Jahresende eine weitere verletzungsbedingte Hiobsbotschaft hinnehmen. In der vorletzten... Verletzungs-Schock beim VFL Gummersbach:  Styrmisson fällt mit Kreuzbandriss langfristig aus – Mittwoch Derby gegen Ferndorf

Hakon Styrmisson vom VFL Gummersbach – © Sportfoto-Sale / K-Media-Sports (MK)

Gummersbach. (PM VFL) Nach dem kürzlichen Innenbandriss von Lukas Blohme muss der VfL Gummersbach zum Jahresende eine weitere verletzungsbedingte Hiobsbotschaft hinnehmen.

In der vorletzten Trainingseinheit vor dem Auswärtsspiel gegen die DJK Rimpar Wölfe zog sich Linksaußen Hákon Dadi Styrmisson am vergangenen Freitag einen Riss des vorderen Kreuzbands im rechten Knie zu. „Laut MRT-Untersuchung ist auch der Außenmeniskus mit betroffen“, bestätigte VfL-Mannschaftsarzt Dr. Jochen Viebahn. Aufgrund der geringen Schwellung kann Styrmission bereits am morgigen Dienstag von Dr. Jan Vonhoegen, ebenfalls Mannschaftsarzt der Gummersbacher, operiert werden. „Danach beginnt die Erholungs- und Rehabilitationsphase, aber man muss mit einer Ausfallzeit von sechs Monaten rechnen“, so Viebahn.

„Es tut mir natürlich sehr leid für Hákon, dass die Diagnose dann doch auf so eine schwerwiegende Verletzung hinausgelaufen ist“, konsterniert VfL-Geschäftsführer Christoph Schindler: „Es ist sowohl für ihn als auch für uns natürlich sehr, sehr bitter, weil er einerseits sehr gut drauf war und weil wir andererseits natürlich gerade kurzfristig auf der Linksaußenposition schon zwei verletzte Spieler haben.“ Dadurch, dass auch Raul Santos mit einer Wadenverletzung und Rekonvaleszent Gabriel Viana nach seinem Daumenbruch derzeit nicht spielfähig sind, fehlen dem VfL Gummersbach gleich drei gelernte Linksaußen. „Nichtsdestotrotz wird die Mannschaft versuchen das in den nächsten zwei Spielen zu kompensieren. Wir hoffen, dass die anderen beiden Spieler zur Rückrunde wieder fit sind. Hákon hat jetzt natürlich eine lange Reha-Zeit vor sich, in der wir ihn maximal unterstützen werden“, so Schindler.

VfL will seinen Fans einen Sieg im letzten Heimspiel des Jahres bescheren

Nach der Auswärtsniederlage bei der DJK Rimpar Wölfe am gestrigen Sonntagnachmittag geht es schon am Mittwoch, den 22. Dezember, um 19 Uhr wieder heiß her in der Gummersbacher SCHWALBE arena.

Denn am 18. Spieltag der 2. HBL ist der Lokalrivale TuS Ferndorf zu Gast. Mit den Siegerländern treffen die Oberbergischen zwei Tage vor Heiligabend auf einen bekannten Gegner, denn der VfL traf in dieser Saison bereits zwei Mal auf den TuS. Sowohl in der Saisonvorbereitung (40:31) als auch in der zweiten Runde des DHB-Pokals (30:22) konnte die Mannschaft von Trainer Gudjon Valur Sigurdsson die Ferndorfer souverän und deutlich in der eigenen Halle bezwingen. „Trotzdem ist Ferndorf ein sehr starkes Team“, erinnert sich Neuzugang Szymon Dzialakiewicz. Dass insbesondere nach der Niederlage in Würzburg am kommenden Spieltag eine Leistungssteigerung hermuss, betont auch der polnische Rückraumspieler: „Unser Ziel bei diesem Spiel ist es, maximal motiviert und maximal bereit für jede einzelne Aktion während der gesamten 60 Minuten des Spiels zu sein. Wenn wir so spielen, bin ich mir ziemlich sicher, dass wir dieses Spiel gewinnen werden!“

Nach 16 absolvierten Duellen bildet der TuS Ferndorf derzeit mit 6:26 Punkten das Schlusslicht der Tabelle. Nachdem die Rot-Weißen insgesamt zehn Spiele lang ohne Sieg waren, konnten sie am vergangenen Spieltag mit dem 34:32-Auswärtssieg über die SG BBM Bietigheim ein Ausrufezeichen setzen. „Ferndorf hat sein letztes Spiel gewonnen, also erwarte ich, dass sie am Mittwoch Feuer und Flamme sein werden. Darüber freue ich mich, denn dieses Spiel wird auf einem Top-Niveau sein“, freut sich Dzialakiewicz auf ein umkämpftes Derby. Trotz der Tabellensituation, laut derer der Erste auf den Letzten trifft und der schwachen Punkteausbeute des Teams von Chefcoach Robert Andersson liegt das Momentum also aufseiten der Gäste. Zudem sind die Ferndorfer eine kämpferisch top eingestellte Mannschaft, wie der Pole analysiert: „Sie schauen nicht auf das Ergebnis, sondern machen einfach ihren Job und sind sehr gut darin. Wenn wir uns die bisherigen Ergebnisse ansehen, sieht man, dass sie immer bis zum Ende kämpfen.“ So musste sich der TuS fünf Mal in der aktuellen Spielzeit mit nur einem Tor Differenz geschlagen geben. Auch die beiden Punktgewinne gegen die Eulen Ludwigshafen sowie den TV Großwallstadt warnen den VfL davor seinen Gegner zu unterschätzen. Insbesondere die Duelle zwischen dem VfL und dem TuS sind auf Grund der Ortsnähe besonders umkämpft und emotional. „Wenn wir zu Hause spielen, haben wir einen kleinen Bonus, denn unsere Fans geben uns immer viel Motivation. Ich kann es kaum erwarten, sie wiederzusehen“, blickt Dzialakiewicz freudig auf die nächste Partie.

Bei der DJK Rimpar Wölfe mussten sich die Blau-Weißen gestern nach einer insgesamt schwachen Leistung schlussendlich mit 25:28 geschlagen geben. „Gestern war einfach nicht unser Tag. Wir waren nach dem Spiel sehr traurig und enttäuscht, aber das nächste Spiel kommt und wir sind hungrig wieder zu gewinnen“, resümiert Dzialakiewicz im Nachgang des Spiels. „Wenn man in einer so starken Liga spielt, bekommt man nach jedem Spiel eine Lektion, unabhängig vom Ergebnis. Ich denke, das Spiel in Rimpar hat uns viel beigebracht! Jetzt müssen wir uns auf die nächsten Aufgaben konzentrieren, weil wir wissen, dass wir es können“, so der 21-Jährie weiter. Nach dem jüngsten Rückschlag ist zwar der Vorsprung auf die direkten Verfolger Hagen und Nordhorn geschrumpft, dennoch führen die Sigurdsson-Schützlinge weiterhin mit 26:8 Punkten die Tabelle der 2. HBL an.

Rückblick: Trainerstimmen nach dem Pokalsieg gegen Nordhorn

sportstimme

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