TUSEM kassiert deutliche Niederlage zum Auftakt

Lukas Diedrich – © Sportfoto-Sale (MK)

Essen. (PM TUSEM) Der TUSEM Essen muss zum Auftakt der 2. Handball-Bundesliga eine deutliche Niederlage einstecken.

Beim Erstliga-Absteiger ASV Hamm-Westfalen unterlag die Mannschaft von Trainer Michael Hegemann im Derby mit 23:36 (13:15).

Endlich geht die neue Saison in der 2. Handball-Bundesliga für den TUSEM wieder los – und dann auch noch direkt mit einem Derby. Allerdings war bereits im Vorfeld klar, dass die Aufgabe in Hamm keine einfache werden würde. Die Gegner sind nach dem Erstliga-Abstieg durchaus ambitioniert und recht eingespielt, während der TUSEM nach dem Umbruch im Sommer eine eher durchwachsene Vorbereitung durchgemacht hat.

Dennoch sahen die Zuschauer, darunter auch einige Fans aus Essen, in der Westpress-Arena eine ordentliche erste Halbzeit beider Mannschaften. Zwar merkte man vor allem dem TUSEM zunächst noch etwas die Nervosität an, doch im Laufe des ersten Durchgangs wurden die Angriffe immer besser und die Abwehr stabilisierte sich. Beim ASV gab Björn Zintel den Ton an, auf der anderen Seite war es zunächst Jonas Ellwanger. Doch der Essener Kapitän musste nach einem Zweikampf verletzt ausgewechselt werden, weshalb von nun an Neuzugang Max Neuhaus den Spielmacher gab.

Der TUSEM zeigte eine gute Mentalität und ließ sich nicht abhängen. Auch wenn sich einige Fehler einschlichen, kamen die Jungs von der Margarethenhöhe immer wieder zurück, unter anderem durch die Treffer von Felix Klingler. Dieser musste dann allerdings kurz vor der Pause mit der roten Karte vom Feld, nachdem er etwas zu hart in einen Zweikampf gegangen war. Neben Ellwanger also der zweite Routinier, der dem TUSEM von nun an fehlte.

Und das machte sich in der zweiten Halbzeit bemerkbar. Hamm spielte selbstbewusst auf und nutzte die Schwächen der Gäste eiskalt aus. Jeder Abspielfehler wurde sofort mit einem Gegentor bestraft und jede Lücke in der Essener Abwehr war eine zu viel. Vor allem Nico Schöttle war kaum zu stoppen, erzielte einige sehenswerte Treffer für den ASV. Auch das Torhüterduell ging an diesem Abend an die Hausherren, die in Felix Hertlein einen gewohnt starken Rückhalt hatten.

Teilweise wirkte das Team von Trainer Michael Hegemann etwas zu zögerlich im Abschluss, teilweise aber auch zu hektisch. Vor allem in der Schlussphase war das Spiel des TUSEM etwas zu wild, sowohl in der Offensive als auch in der Defensive. Immerhin sorgte Julius Rose mit seinen Treffern noch für ein paar Lichtblicke, aber Hamm machte in dieser Phase alles klar und setzte sich vorentscheidend ab.

Erfreulich aus Sicht des TUSEM waren nicht nur die guten Ansätze der Neuzugänge, sondern auch das Zweitliga-Debüt für Torhüter Hadrian Solbach Domingo, der immerhin auf zwei Paraden kam. An der deutlichen Niederlage konnte aber auch der 20-Jährige nichts mehr ausrichten.

„Wir haben es in der ersten Halbzeit versäumt ein besseres Ergebnis zu erzielen und Hamm in die Bredouille zu bringen. Sie kamen dann sehr konsequent aus der Pause und fanden zu ihrem Tempospiel, was wir nicht geschafft haben zu stoppen. Und wenn du einmal in diesem Negativlauf bis, wird es schwierig dort herauszukommen. Da haben wir momentan noch nicht die Stabilität das aufzufangen. Zudem haben wir gute Chancen liegenlassen und die Ausfälle von Jonas Ellwanger und Felix Klingler waren sicherlich auch nicht förderlich. Wir werden uns Schritt für Schritt verbessern, wohl aber auch noch etwas Geduld haben müssen“, sagte TUSEM-Trainer Michael Hegemann nach der Auftaktniederlage.

Nun steht das erste Heimspiel der neuen Saison an. Nächste Woche Sonntag (10. September) kommt der TSV Bayer Dormagen zum Derby. Anwurf in der Arena „Am Hallo“ ist um 17 Uhr.

ASV Hamm-Westfalen – TUSEM Essen 36:23 (15:13).
Hamm: Hertlein, Wesemann; Huesmann (5/2), Fuchs, Schöttle (7), Artmeier (2), Stange (1), Sterba (4), Jungemann (1), Zintel (4), Bornemann (3), Dayan, Stüber (1), von Boenigk (4), Bauer (4).
TUSEM: Diedrich, Solbach-Domingo; Ellwanger (2), Wolfram (1), Homscheid (2/2), Eißing (3/1), Szczesny (1), Wilhelm (4), Asmussen, Seidel, Klingler (4/1), Neuhaus (1), Rose (3), Mast, Werschkull (1), Schoss (1).
Schiedsrichter: Engeln/Schmitz (beide Burscheid).
Siebenmeter: 2/2 – 4/6.
Strafminuten: 8 – 8.
Zuschauer: 1750.

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