Hagen rückt mit Derbysieg gegen Münster auf Platz zwei vor

© Sportfoto-Sale (MK)

Hagen / Münster. (ts) Für bis zum Schluss in hitziger Atmosphäre kämpfende Uni Baskets war die Pausenhypothek zu hoch: Beim heim- wie formstarken neuen Tabellenzweiten Phoenix Hagen waren die Münsteraner erst in der zweiten Halbzeit in der Partie und unterlagen vor 3.051 Zuschauern 77:87 (31:47).

Nach einem 16-Punkte-Halbzeitrückstand war die Defensive speziell auf den Guard-Positionen gegen Hagens Quartett Schneider, Kraushaar, McCall und Mackenzie (51 Punkte) lange Zeit zu wirkungslos. Zwei aus drei – der Kampf um die beiden letzten Playoff-Plätze spitzt sich zwischen Karlsruhe (7., 32 Punkte), Münster (8., 32 Punkte) und Dresden (9., 30 Punkte) vor den letzten drei Spieltagen zu.

Gänsehaut-Atmosphäre für 74er-Helden

Fast auf den Tag genau vor 50 Jahren feierten Hagens Basketballer einen historischen Erfolg und lösten mit der Deutschen Meisterschaft 1974 Begeisterung in der Ruhrgebietsstadt aus. Die Gäste aus Münster und das aktuelle Phoenix-Team standen respektvoll dem Meisterteam Spalier. Eine Ehrung in Gänsehaut-Atmosphäre!

Münster lässt Chancen liegen

In der nahezu ausverkauften Ischelandhalle hatten die Uni Baskets nach ordentlichem Auftakt nach Touray-Dunk zum 4:6 Mühe in einen Rhythmus zu kommen. Die Hagener hatten bereits während der Woche in Koblenz die Playoff-Teilnahme gefeiert und wollten auch am Sonntagnachmittag von ihrer Favoritenrolle profitieren, um dem Heimrecht näher zu kommen. Das gelang den Südwestfalen früh und zu oft zu einfach. Nur kurz unterbrach Adam Touray durchsetzungsstark unter dem Korb Hagens Drangphase (6:12, 4.). Sein Team ließ einiges aus der Distanz – gegen die allerdings auch starke Hagener Defensive – liegen. Schnell lagen die Gäste zweistellig hinten (6:16, 6.). Die Uni Baskets stemmten sich mit ersten Stopps und verbesserter Defensive dagegen, waren dann auch offensiv präsenter im Spiel. Cosmo Grühn traf – endlich – im neunten Münsteraner Anlauf den ersten Dreier zum 17:23-Rückstand nach Viertel eins.

Hagen deutlich in Führung

Das zweite Viertel gehörte zunächst noch den Gästen, die nach drei Minuten über Cosmo Grühns zweiten Distanztreffer auf 23:21 aufschlossen, defensiv gut standen und Hagen auch früh in die Teamfouls brachten. Im weiteren Verlauf bis zur Halbzeitpause fielen die Uni Baskets aber in das Muster der Anfangsminuten zurück, ließen die Konzentration vermissen. Phoenix spielte sich postwendend wieder frei, baute die Führung über einen 7:0-Lauf auf 36:25 aus (27.). Weil die Gäste das Hagener Momentum nicht gestoppt bekamen, zudem viele Chancen ungenutzt ließen, nahm Phoenix nach 24:10 Zählern aus den letzten sieben Minuten bis zur Pausensirene einen 16-Punkte-Vorsprung mit in die Halbzeit (31:47).

Großer Kampfgeist

Im dritten Viertel übernahmen die Uni Baskets mittels eines 6:0-Starts über Fastbreaks die Kontrolle (37:47, 23.). Die defensive Intensität stimmte, Hagen hatte deutlich mehr Schwierigkeiten, das eigene Spiel zu finden. Bis auf acht Zähler (44:52) waren die Münsteraner heran, hatten das Momentum über ihr gewohntes Spiel auf ihrer Seite, ohne aber richtig heranzukommen. Ein Grund: Die Dreierquote blieb über die gesamte Partie schwach (21%). Ein weiterer: Die Gastgeber hielten im Rebound dagegen, punktete stets rechtzeitig. Einstellig zu verkürzen gelang somit auch nach vier Zählern von Carlos Carter am Ende des dritten Viertels nicht (55:67).

Aufholjagd kommt zu spät

Zu Beginn des letzten Viertels setzte Phoenix betont auf physisches Spiel, Münsters Spiel hatte zu wenig Bewegung. Das Team von Chris Harris ließ nicht nach und zwang bei einer 18-Punkte-Führung sechs Minuten vor dem Ende Baskets-Coach Götz Rohdewald zu einer Auszeit (58:76). Der Lohn hierfür: Der scheinbar aussichtslose 58:76-Rückstand schmolz nach drei Dreiern von Avi Toomer in Folge, einmal zum Vierpunktspiel, auf „nur“ noch 10 Punkte (68:78, 36.). Ein weiteres Heranrücken der Mannschaft von Götz Rohdewald blieb aus, weil Hagen auf jeden offensiven Akzent der Münsteraner Antworten hatte.

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