Essen. (PM TUSEM) Für den TUSEM Essen stand in der 2. Handball-Bundesliga ein ganz besonderes Heimspiel an. Es ging gegen den ukrainischen Serienmeister HC... TUSEM und Zaporizhia liefern sich eine intensive Partie

Auszeit TUSEM – © Sportfoto-Sale (MK)

Essen. (PM TUSEM) Für den TUSEM Essen stand in der 2. Handball-Bundesliga ein ganz besonderes Heimspiel an.

Es ging gegen den ukrainischen Serienmeister HC Motor Zaporizhzhia, der in dieser Saison Gast in der Liga ist und dementsprechend außer Konkurrenz antritt. Dennoch schenkten sich beide Mannschaften nichts in dem Duell, das am Ende mit 30:22 (12:10) an die Gastgeber ging.

Ihre Trikots waren weiß, in den Farben des Friedens, und generell sollte von Beginn an ein Zeichen der Solidarität gesetzt werden. Die Zuschauer in der Arena „Am Hallo“ begrüßten die Gäste vom HC Motor Zaporizhzhia mit einem großen Applaus und nach einem gemeinsamen Foto mit beiden Mannschaften ging es auf der Platte zur Sache. Auch wenn die Partie nicht in die Wertung eingeht, zeigten sich beide Teams sehr ehrgeizig.

Zaporizhzhia stellte eine griffige Abwehr und scheute keine Zweikämpfe. Der TUSEM hielt dem Druck aber stand und versuchte schnell zum Abschluss zu kommen. Das gelang Tim Rozman mehrfach sehr gut, aber insgesamt hätten die Essener im ersten Durchgang durchaus etwas konsequenter vor dem gegnerischen Tor agieren können.

In der Abwehr klappte aber vieles sehr ordentlich, auch weil Torhüter Sebastian Bliß einen guten Tag erwischte. Zaporizhzhia erlaubte sich einige ungenaue Abschlüsse und musste daher einem Rückstand hinterherlaufen. Doch die Partie blieb zunächst spannend, denn die Gäste blieben zum Beispiel in Person von Eduard Kravchenko gefährlich. Und Torhüter Gennadiy Komok stellte sich den Essener Torchancen häufig in den Weg, weshalb der 12:10-Pausenstand eine enge zweite Hälfte versprach.

Aber der TUSEM legte noch einen Gang zu und nahm die Begegnung bis zur letzten Minute ernst. Im Angriff waren Justin Müller und Dennis Szczesny sehr zielstrebig und auch sonst lief es sehr ordentlich. Bei aller Leidenschaft, harten Zweikämpfen und Siegeswillen kam der Spaß nicht zu kurz. Unter anderem gelangen mehrere Kempa-Tricks – beispielsweise beim Zusammenspiel zwischen den Neuzugängen Finley Werschkull und Felix Eißing.
Zaporizhzhia kämpfte bis zum Schluss, erlaubte sich aber immer wieder ein paar Fehler und kam nicht mehr heran. Letztendlich war der TUSEM etwas cleverer und setzte sich verdientermaßen mit 30:22 durch. Doch das Ergebnis war an diesem Abend nur zweitrangig.

„Für uns war es ein Spiel, das wir nutzen konnten, um uns weiterzuentwickeln. Ich denke, dass wir phasenweise viele Dinge deutlich besser umgesetzt haben als zuletzt bei der Niederlage in Würzburg. Ich hoffe, dass es ein kleiner Step in Richtung einer größeren Konstanz in Bezug auf unsere Leistung war. Wir haben gerade in der ersten Halbzeit ein gutes Tempospiel und in der Abwehr die nötige Aggressivität gehabt. Und Blissi hat eine richtig gute Leistung gezeigt. Das Spiel ist für uns alle eine Erinnerung daran, dass wir den Menschen vor Ort und hier helfen müssen. Und wenn wir durch so eine Sache wenigstens einen kleinen Teil dazu beitragen können, ist das schon ein Riesen-Gewinn“, sagte Trainer Michael Hegemann nach dem Heimsieg.

Und auch sein Rechtsaußen Felix Eißing war zufrieden: „Wir wussten, dass es kein richtiges Punktspiel für uns ist. Aber unser Ansporn war, dass wir die Niederlage von letzter Woche wiedergutmachen, uns weiterzuentwickeln und uns damit auf die nächsten Spiele vorzubereiten. Die Abwehr war heute echt stark und die kleinen Feinabstimmungen waren gut. So eine Leistung gegen einen internationalen Gegner wird uns bestimmt helfen.“

Für den TUSEM geht es nun in der 2. Bundesliga wieder auswärts um Punkte. Am kommenden Freitag (23. September) steht die Partie bei der HSG Nordhorn-Lingen an. Anwurf im Euregium ist um 19.30 Uhr.

TUSEM Essen – HC Motor Zaporizhzhia 30:22 (12:10).
TUSEM: Fuchs, Bliß, Diedrich; Ellwanger (3), Rozman (5), Wolfram (1), Homscheid (1), Eißing (1), Szczesny (4), Müller (4), Seidel (1), Morante (2), Klingler (3/2), Mast (1), Werschkull (2), Schoss (1).
Motor: Chudinov, Komok; Blyzniuk (3), Scherbina, Denysov (1), Osadchyi, Turchenko (3/1), Molina, Kravchenko (6), Tomashevskyi, Onufriienko, Horiha (1), Kasai (2), Andjelic (5), Tiutiunnyk (1).
Schiedsrichter: L.Müller (Neubrandenburg)/R.Müller (Potsdam).
Siebenmeter: 2/5 – 1/4.
Strafminuten: 12 – 14.
Zuschauer: 1473.

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