Iserlohn. (PM Kangaroos) Nach drei Spieltagen der Saison 2021/22 der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB gehören die Iserlohn Kangaroos – neben den WWU Baskets... Toni Prostran: „Wir spielen mit Herz. Und kämpfen, auch wenn die Akkus mal leer sind!“

Toni Postram – © by Jasmin Koppenstein

Iserlohn. (PM Kangaroos) Nach drei Spieltagen der Saison 2021/22 der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB gehören die Iserlohn Kangaroos – neben den WWU Baskets Münster und Aufsteiger SBB Baskets Wolmirstedt – zum bislang ungeschlagenen Trio.

Im Interview spricht „Floor General“ Toni Prostran über den erfolgreichen Saisonstart, das Team, seine Rolle und darüber, was Fans und Gegner in dieser Saison von den Korbjägern aus der Waldstadt erwarten können.

Drei Spiele, drei Siege. Gibt es ein Geheimnis hinter dem erfolgreichen Start?

Das Geheimnis ist das Team! Wir haben den Kader fast komplett zusammengehalten und punktuell verstärkt. Das heißt: Wir kennen uns. Und das macht es für mich als Point Guard einfacher, entsprechende Situationen für jeden im Team zu kreieren. Mit Tidjan Keita und Emil Loch haben wir zudem zwei Spieler dazu bekommen, die perfekt ins Team passen. Wir verteidigen besser, sind insgesamt bissiger im Vergleich zur vergangenen Saison.

Wie viel Selbstvertrauen gibt Euch der Saisonstart?

Das ist nicht zu unterschätzen. Letzte Saison sind wir mit drei Niederlagen aus den ersten drei Spielen gestartet. Wir hatten nach jeder Niederlage ein bisschen mehr Druck, mussten viel kämpfen, um vorwärts zu kommen. Die drei Siege jetzt fühlen sich entsprechend gut an – und lassen uns mit dem nötigen Selbstvertrauen an unsere anstehenden Aufgaben gehen.

Was glaubst Du, können Fans und Gegner von den Kangaroos in dieser Saison erwarten?

Fans und Gegner können sich darauf einstellen, dass wir immer mit Herz spielen, keinen Ball verloren geben. Und dass wir kämpfen, auch wenn die Akkus mal leer sind. Die Fans können uns vertrauen und ihre Unterstützung wird uns helfen, auch schwierige Situationen zu meistern. Das hat schon das Derby gegen Schwelm gezeigt, die Fans haben uns den nötigen Schub gegeben, um einen starken Gegner auf Distanz zu halten. Und zu den Gegnern: ich sag mal so, viele werden unsere Art zu spielen und unsere Energie nicht unbedingt mögen.

Wie unterscheidet sich Deine Rolle im Vergleich zum ersten Jahr?

Wir haben viele Jungs im Kader, die zweistellig punkten können – und sind ein extrem junges Team. Entsprechend interpretiere ich meine Rolle in dieser Saison ein wenig anders. Ich muss keine 20 Punkte und zehn Assists im Schnitt auflegen. Wichtiger ist für mich, dass ich das Spiel kontrolliere – und den Jungs den Ball da zuspiele, wo sie effektiv sind. Ich versuche, durch meine Art das Spiel zu spielen, jeden im Team und damit auch das Team insgesamt ein bisschen besser zu machen. Und wenn es drauf ankommt, übernehme ich auch gerne weiterhin die Verantwortung.

Spielt das Team schon am Limit?

Auf gar keinen Fall! Wir sind auf einem guten Level aktuell, haben aber noch viel Luft nach oben. Wir entwickeln uns mit jeder Trainingseinheit und jedem Spiel weiter. Wir können noch schneller spielen, noch besser werfen, weniger Ballverluste verbuchen. Es gibt noch viele kleine Stellschrauben. Und wenn wir an diesen arbeiten, werden wir noch besser sein.

Wie beurteilst Du aktuell die Teamchemie im Vergleich zum vergangenen Jahr?

Wie schon im vergangenen Jahr ist die Teamchemie großartig. Das ist ein weiterer Vorteil des Zusammenhaltens des Kaders. Am Ende ist das sicherlich auch ein klarer Vorteil, dass wir uns auf und abseits des Feldes verstehen. So können wir viele Situationen gemeinsam gut meistern.

Neben Deinen Aufgaben als ProB-Point Guard trainierst Du die U16 der Kangaroos. Ist das ein guter Ausgleich für dich?

Absolut. Ich liebe die Zusammenarbeit mit Elias Marei, Jörg Tschirley und den Jungs. Wir sind das jüngste Team der Liga. Entsprechend geht es mir in erster Linie nicht nur um die nackten Ergebnisse, sondern darum, den Jungs zu zeigen, dass es wichtig ist, hart an sich, seinem Traum und seiner Entwicklung zu arbeiten. Wir reden viel darüber wie wichtig Training und Disziplin sind. Aber tatsächlich sind die Jungs unglaublich diszipliniert und es macht mir große Freude, ein Teil ihres Werdegangs sein zu dürfen. Und wenn man sich das vorhandene Talent anschaut, muss man um die sportliche Zukunft der Kangaroos keine Sorgen haben.

sportstimme

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