Iserlohn. (PM Kangaroos) 1.800 Zuschauer in der Sporthalle am Berg Fidel bildeten den Rahmen für das Spitzenspiel der Nordstaffel der BARMER 2. Basketball Bundesliga... Starke Aufholjagd der Kangaroos wird in Münster nicht belohnt

© Jasmin Koppenstein

Iserlohn. (PM Kangaroos) 1.800 Zuschauer in der Sporthalle am Berg Fidel bildeten den Rahmen für das Spitzenspiel der Nordstaffel der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB.

Die ungeschlagenen WWU Baskets Münster empfingen die Iserlohn Kangaroos – und setzten sich am Ende mit 87:76 (27:24, 27:9, 13:23, 20:20) gegen die Korbjäger aus der Waldstadt durch. Ausschlaggebend waren vor allem die Turnover der Kangaroos. Und ein schwaches zweites Viertel. Am Ende steht für Kangaroos-Headcoach Dennis Shirvan und sein Team die Erkenntnis, dass auch die dritte Niederlage der laufenden Saison vermeidbar gewesen wäre.

Mit einer veränderten Starting Five starteten die Iserlohn Kangaroos ins Spitzenspiel in Münster. Toni Prostran, Joshua Dahmen, Emil Loch, Moritz Hübner und Tidjan Keita erhielten zu Beginn das Vertrauen von Coach Shirvan. Die ersten Punkte der Partie erzielte Moritz Hübner, der einem Fehlwurf von Tidjan Keita energisch nachging – und den Ball zum 2:0 eintippte (1.). Aber auch Münster startete mit Schwung. Und so entwickelte sich nach der 5:2-Führung durch Joshua Dahmen (2.) ein munteres Auf und Ab. Einmal mehr waren es die Ballverluste, mit denen sich Iserlohn das Leben selbst erschwerte. Münster war wach. Und zog über 14:9 (5.) auf 25:16 (8.) davon.

Erst im Schlussspurt des ersten Viertels fanden die Kangaroos ihren Rhythmus in der Offensive wieder, verkürzten mit einem 8:0-Lauf auf 24:25 (9.). Zur Viertelpause baute Münster den kleinen Vorsprung wieder auf drei Zähler aus (27:24.). Und im zweiten Viertel riss der Faden bei den Kangaroos komplett. Toni Prostran und Jonas Buss waren in den ersten Minuten für die Gäste erfolgreich (28:36, 13.). Doch dann passierte lange nichts. Die Iserlohner wollten mit dem Kopf durch die Wand. Sowohl offensiv als auch defensiv lief nicht wirklich viel zusammen. Die quälend lange Durststrecke von 5:06 Minuten ohne Punkte beendete erst Ruben Dahmen 2:22 Minuten vor Ende der ersten Halbzeit.

Zu diesem Zeitpunkt waren die Hausherren angeführt von Ryan Richmond, Scharfschütze Stefan Weß und Neuzugang Rijad Avdic durch einen 12:0-Lauf allerdings auf 48:28 (17.) enteilt. Bis zum Ende des Viertels packte Münster weiter drauf – und ging mit einem 21-Punkte-Polster in die große Pause. 13 Ballverluste standen für Iserlohn nach der ersten Halbzeit zu Buche. Bei Münster waren es fünf. Die Gastgeber blieben von der Freiwurflinie ohne Fehlwurf (7/7), Iserlohn strauchelte (2/4). Und trotzdem war die Partie noch lange nicht entschieden. Denn mit Beginn der zweiten Halbzeit starteten die Kangaroos ein großartiges Comeback.

Punkt um Punkt verkürzten die Gäste – angetrieben von Joshua Dahmen, Tidjan Keita und Moritz Hübner – den Rückstand. Die Defense war fokussiert, die Offense eine gut geölte Maschine. Mit 23:13 entschieden die Kangaroos das dritte Viertel für sich. Und beim Stand von 67:56 für die WWU Baskets war im Schlussabschnitt wieder alles drin für Shirvans Schützlinge.

Mit zwei verwandelten Freiwürfen und einem Dreier brachte Benjamin Dizdar die Kangaroos auf 61:69 (32.) heran. Alexander Möller, Moritz Hübner mit einem Statement-Dunk und Toni Prostran mit einem wichtigen Dreier ließen die Führung der Hausherren auf drei Zähler zusammenschrumpfen (70:73, 36.). Doch die Aufholjagd hatte Kraft gekostet. Und die Entscheidungen, die die Waldstadt-Basketballer zu Beginn der Crunchtime trafen, waren eher suboptimal. Unglückliche Abschlüsse, ärgerliche Ballverluste – und Münster bestrafte die Fehler der Kangaroos unter anderem in Person von Adam Touray und Jasper Günther konsequent. Zwar kämpften sie weiterhin um ihre Chance, aber der Spitzenreiter der Nordstaffel ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen. Und feierte nach 40 intensiven Minuten ausgelassen den neunten Saisonsieg.

STIMMEN ZUM SPIEL

Dennis Shirvan, Headcoach Iserlohn Kangaroos: „Das zweite Viertel und die Turnover haben uns das Genick gebrochen. Allerdings bin ich auch superstolz auf die Jungs, wie sie sich in der zweiten Halbzeit zurück in die Partie gekämpft haben. Leider haben wir mit zwei, drei unglücklichen Entscheidungen das Momentum und anschließend auch das Spiel verloren. Kompliment an das starke Team aus Münster, das gezeigt hat, warum es immer gefährlich ist und zurecht dort oben steht. Die WWU Baskets haben unsere Fehler eiskalt bestraft und waren in den entscheidenden Momenten zur Stelle.“

Emanuel Francisco, Flügelspieler Iserlohn Kangaroos: „Nach dem schwachen zweiten Viertel, in dem wir aufgehört haben, als Team zusammen zu spielen, haben wir in der Kabine zurecht eine heftige Ansage vom Coach bekommen. Toni (Prostran) und unser Kapitän Joshua (Dahmen) haben uns dann auf die zweite Halbzeit eingeschworen. Die zweite Halbzeit war dann deutlich besser von uns. Leider hat es am Ende nicht für die große Überraschung gereicht.“

TEAMS & PUNKTE

WWU Baskets Münster: Ryan Richmond (20), Paul Viefhues (DNP), Jasper Günther (8), Stefan Weß (19/4 Dreier), Joshua Sievers, Helge Wezorke (4), Rijad Avdic (11), Oliver Pahnke (2), Adam Touray (15), Andrew Onwuegbuzie (3/1), Thomas Reuter (5/1).

Iserlohn Kangaroos: Elias Marei, Emil Loch, Joshua Dahmen (12/3 Dreier), Emanuel Francisco (5), Toni Prostran (8/1, 6 Assists), Moritz Hübner (15/1, 9 Rebounds), Tidjan Keita (12), Felix Kwast (DNP), Alexander Möller (8), Jonas Buss (4), Benjamin Dizdar (7/1), Ruben Dahmen (5/1).

Die nächsten Spiele

Samstag, 04. Dezember, 19.00 Uhr:
Dragons Rhöndorf – Iserlohn Kangaroos

Samstag, 11. Dezember, 19.30 Uhr:
Iserlohn Kangaroos – TKS 49ers

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