60. Weltcup-Erfolg für Francesco Friedrich Der Jubiläumssieg des sächsischen Ausnahmepiloten rundet Rekordwochenende in der VELTINS-EisArena ab Winterberg. (pst) Das Wochenende der Rekorde beim BMW... So lief das Weltcup-Wochenende in Winterberg

60. Weltcup-Erfolg für Francesco Friedrich

BMW IBSF Weltcup – © Sportfoto-Sale (Jan Brüggemann)

Der Jubiläumssieg des sächsischen Ausnahmepiloten rundet Rekordwochenende in der VELTINS-EisArena ab

Winterberg. (pst) Das Wochenende der Rekorde beim BMW IBSF-Weltcup presented by Veltins wurde abgerundet mit dem diamantenen Siegjubiläum des Dominators.

Francesco Friedrich gewann sein 60. Weltcuprennen und ist damit seit über einem Jahr nicht mehr geschlagen worden. Mit zwei Läufen mit jeweiliger Bestzeit bestätigte der Ausnahmeathlet seine Topform. Selbst einige Bandenberührungen störten nicht den Erfolgslauf. “Wir sind weiter Risiko gegangen. Das wurde einfach belohnt”, sagte Friedrich nach dem 60. Weltcupsieg, in dem er den Briten Brad Hall und den Österreicher Benjamin Maier auf die Plätze zwei und drei verwies.

Während am gestrigen Samstag Friedrich, der für den BSC Sachsen Oberbärenburg startet, nach dem ersten Lauf nur Dritter war, dominierte er beim zweiten Viererbobrennen des Wochenendes bereits von Beginn an. Am Start fehlten mit der Zeit von 5,01 Sekunden nur fünf Hundertstel zum Startrekord. Im Ziel stand die Zeit von 54,74 Sekunden zu Buche, obwohl manche Bande touchiert wurde. Das bedeutete zwölf Hundertstel Vorsprung vor dem Briten Brad Hall. Im Abstand von jeweils zwei Hundertstel folgten der Österreicher Benjamin Maier, Johannes Lochner vom BC Solitude Stuttgart und der Kanadier Justin Kripps. Zeitgleich Sechste waren der Schweizer Michael Vogt und der dritte Deutsche Christoph Hafer vom BC Bad Feilnbach mit 31 Hundertstel Rückstand.

Im zweiten Durchgang kam die internationale Konkurrenz besser mit den Verhältnissen zu Recht als die anderen beiden deutschen Bobs. Lochner wurde hinter Kripps Fünfter. Christoph Hafer fiel auf Rang sechs zurück. Für den österreichischen Toppiloten bedeute Rang drei in Winterberg eine Besonderheit, damit wurde er jeweils einmal Zweiter, Dritter, Vierter, Fünfter und Sechster in einem Viererbobrennen in diesem Winter. “Ganz oben zu schaffen, wird allerdings sehr schwer”, meinte er mit Blick auf die beeindruckende Siegesserie von Friedrich.

SZW-Geschäftsführer Stephan Pieper zieht positives Fazit

Neben dem historischen Erfolg des Ausnahmepiloten Friedrich und dem deutschen Dreifachsieg im Frauen-Zweierbob bot das Weltcupwochenende auch sportliche Überraschungen wie den Premierensieg der Niederländerin Kimberley Bos im Skeleton oder die Silbermedaille für die Australierin Breena Walker im Monobob. Die vielen Bahnrekorde in diesen beiden Wettbewerben zeugten vom guten Zustand des Eises. Nicht nur daher zog Stephan Pieper, der Geschäftsführer des Sportzentrums Winterberg (SZW) nach dem ersten Weltcup des Winters in der VELTINS-EisArena ein positives Fazit: „Ich bin sehr zufrieden so wie es gelaufen ist. Alle Zuschauer und Gäste waren sehr diszipliniert und der Einsatz des Teams des BSC im sportlichen Bereich und der SZW was die restliche Orga betrifft war hervorragend. Die Bahnrekorde und engen Ergebnisse zeigen, was für eine super Leistung unsere Eismannschaft gebracht hat, aber auch der Rest des Teams, welches für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung gesorgt hat. Wir sind schon auf WM-Kurs!“ Insgesamt besuchten rund 1300 Zuschauer den Weltcup unter 2G-Bedingungen. Nach diesem gelungenen ersten Wettbewerb der Serie mit Publikum besteht die Hoffnung auf höheren Zuspruch für den Rodel-Weltcup und den nächsten Bob- und Skeleton Anfang Januar 2022.

Laura Nolte verteidigt Titel auf ihrer Heimbahn

Dreifachsieg für deutsche Bobdamen in der VELTINS-EisArena

Winterberg. (pst) Laura Nolte verteidigte ihren Titel beim BMW IBSF-Weltcup presented by Veltins bei ihrem Heimweltcup.

Einen Tag nachdem es beim Monobob keine Treppchenplatzierung für die deutschen Bobdamen gab, schlug die erfolgsgewohnte BSD-Phalanx mit einem Dreifachsieg im Zweierbob zurück. Hinter Nolte und ihrer Anschieberin Deborah Levi fuhren die Duos Mariama Jamanka / Alexandra Burghardt und Kim Kalicki / Leonie Fiebig mit Abständen von 15 und 37 hundertstel Sekunden ein.

Im ersten Lauf hatte Lokalmatadorin Laura Nolte unterstützt von zahlreichen Fans ein Ausrufezeichen gesetzt. Als Fünfte gestartet gelang in 56,74 Sekunden eine Zeit, an denen sich die anderen Bobs die Zähne ausbissen. Lediglich Mariama Jamanka blieb mit 15 Hundertstel in Schlagdistanz. Die anderen Bobs waren ab Platz mit mindestens drei Zehntel Abstand schon weit dahinter. Es war ein dichtes Verfolgerfeld, darunter Kim Kalicki, die als Fünfte des ersten Laufs in den zweiten Durchgang ging. Mit der zweitbesten Laufzeit wurde es schließlich Bronze vor der Kanadierin Christine de Bruin. Darüber freute sich die Pilotin des TuS Eintracht Wiesbaden und ihre Anschieberin Leonie Fiebig. Die Bremserin des BSC Winterberg sagte: “Kim ist mega gut gefahren. Leider haben wir am Start nicht die Hütte abgebrannt, wie wir es uns vorgenommen haben.” Auch bei Mariama Jamanka schauten viele darauf, wie sich Anschieberin Alexandra Burghardt schlägt. Die Halbfinalistin im 100 Meter-Sprint von Tokio war erst zum zweiten Mal bei einem Bob-Weltcup im Einsatz. Die Athletin des SV Wacker Burghausen meinte: “Für mich war es super cool und ich bin sehr froh über den ersten Podestplatz im Weltcup.” Olympiasiegerin Jamanka ergänzte: “Es geht in die richtige Richtung.” In Altenberg war sie nur Zehnte geworden.

Nach ihrem dritten Sieg im vierten Zweierbobrennen des Weltcupwinters strahlte Laura Nolte zusammen mit ihrer Anschieberin Deborah Levi, auch wenn es zum Ende heraus nochmal etwas eng wurde. “Ich wusste schon, dass es knapper werden wird. Mariama ist im zweiten Lauf schneller gestartet. Das hatte ich schon gesehen. Ich hatte einen kleinen Schlenker drin, aber ich bin glücklich, dass es gereicht hat.” Froh war die aus Unna stammende Pilotin über den Zuspruch der Fans: “Das ist was ganz anderes, als wenn nur die Trainer an der Bahn anfeuern.”

Kampf um Hundertstel im ersten Viererbobrennen des Weltcup-Wochenendes in Winterberg bei deutschem Doppelsieg

Deutsche Piloten liefern sich enges Rennen bei Friedrich-Sieg im Kampf um die vorderen Plätze / Johannes Lochner landet mit fünf hundertstel Sekunden Rückstand auf Rang zwei vor Kanadier Kripps

Winterberg. (pst) Auch wenn er nach erstem Lauf “nur” auf Rang drei lag, war am Ende im siebten Männerbobrennen des Winters Francesco Friedrich wieder ganz oben auf dem Podium.

Der Dominator der Szene schlug im Viererbob unnachahmlich zurück und verwies die Konkurrenz erneut auf die Plätze dank eines Topsstarts im zweiten Durchgang.

Der erste Lauf hatte es bereits in sich. Es war ein Kampf um hundertstel Sekunden. Die deutschen Bobs schenkten sich nichts. Der Bayer Johannes Lochner, der für den BC Solitude Stuttgart unterwegs ist, setzte sich in der Zeit von 53:76 Sekunden hauchdünn an die Spitze. Christoph Hafer (BC Bad Feilnbach) folgte mit dem knappsten, möglichen Abstand von einer Hundertstel. Eine weitere Hundertstel war der Dominator des Winters Francesco Friedrich (BSC Sachsen Oberbärenburg) dahinter Dritter des ersten Durchgangs. Ebenfalls wenige Hundertstel darauf folgten der Kanadier Justin Kripps und der Österreicher Benjamin Maier.

Dominator Friedrich schlägt zurück

Die Basis für einen spannenden zweiten Abschnitt war also gelegt. Das erste Ausrufezeichen setzte der britische Pilot Brad Hall, der nach Platz acht mit 31 Hundertstel Rückstand sich im zweiten Durchgang mit der am Ende zweitbesten Laufzeit zunächst an die Spitze setzte. Unter anderem schob sich der britische Bob vor den Österreicher Maier. Doch für Kripps reichte es nicht. Der Kanadier blieb aber nicht lange an der Spitze. Der Dominator des BSC Sachsen Oberbärenburg schlug im zweiten Lauf zurück. Francesco Friedrich verwies nicht nur den Kanadier und seine Crew hinter sich, sondern überholte auch die teaminterne Konkurrenz und feierte seinen 59. Weltcupsieg überhaupt und ist seit 364 Tagen unbesiegt im Bob.

“Man muss hier viel arbeiten. Das macht es uns schwieriger. Wir haben es aber in den Griff gekriegt”, sagte Friedrich, der morgen erneut als absoluter Topfavorit im zweiten Viererbobrennen des Winterberger Weltcupwochenendes ins Rennen geht. “Wir waren heute wieder knapp dran. Es hat wieder nicht gelangt, aber wir sind auf dem richtigen Weg”, meinte der um fünf Hundertstel unterlegene Johannes Lochner nach dem deutschen Doppelsieg. Um ebenfalls fünf Hundertstel verpasste Christoph Hafer den deutschen Dreifachtriumph als Vierter hinter Kripps. Hafer analysierte das Rennen wie folgt: “Es war natürlich sehr schade, nachdem der erste Lauf sehr vielsprechend war. Wir hätten gerne das Podium erreicht, aber morgen ist auch noch ein Tag.”

Fotostrecke zum Viererbob-Weltcuprennen

BMW IBSF Weltcup Vierer-Bob in Winterberg (11.12.2021)
BMW IBSF Weltcup
© by Sporfoto-Sale 2021 (Jan Brüggemann)
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Triumph für Elana Meyers Taylor im Monobob

US-Pilotin gewinnt mit Start- und Bahnrekord vor Australierin Breeana Walker und der Kanadierin Cynthia Appiah

Winterberg. (pst) Nachdem die absolute Weltelite noch nicht komplett zu einem Rennen im Monobob angetreten war, besaß der Wettbewerb im Rahmen des BMW IBSF-Weltcups presented by Veltins eine besondere Bedeutung. Und es war dann auch ein Rennen, in dem die Bahnrekorde ähnlich purzelten, wie einen Tag zuvor bei den Frauen im Skeleton. Am Ende war es die US-Amerikanerin Elana Meyers Taylor, die mit Start- und Bahnrekord vor der Australierin Breeana Walker und Cynthia Appiah aus Kanada gewann. Vierte wurde Laura Nolte vom BSC Winterberg als beste Deutsche.

Schon im ersten Lauf zeigte sich, wie wichtig in der jungen Disziplin Monobob Bahnerfahrung ist. Die Australierin, die bereits am Vorwochenende das Rennen im Rahmen des Europacups in der VELTINS-EisArena gewann, setzte sich mit neuem Bahnrekord in der Zeit von 58,89 Sekunden an die Spitze. Es folgten in kurzen Zeitabständen Elana Meyers Taylor mit sechs Hundertstel, Cynthia Appiah mit 17 Hundertstel und Lokalmatadorin Laura Nolte mit 20 Hundertstel Abstand.

Mariama Jamanka und Kim Kalicki auf den Plätzen sieben und acht

Der zweite Durchgang hatte fast einen ähnlichen Ausgang auf den ersten Plätzen, bis auf dass Meyers Taylor sich mit einem starken Lauf mit dem Bahnrekord von 58,88 Sekunden an die Spitze setzte, vor der Australierin Walker, die sich dennoch sehr freute und sagte: “Ich mag Winterberg sehr. Es ist meine Heimbahn.” Laura Nolte dagegen landete erstmals in dieser Saison nicht auf dem Podest. Sie erklärte: “Es war ärgerlich und es lag an den Starts. Es hat technisch nicht gepasst.” Erfreut war Nolte über den Zuspruch ihrer Fans: “Das tat gut. Morgen kommen noch mehr.” Gesteigert haben sich die anderen beiden deutschen Starterinnen. Mariama Jamanka (BRC Thüringen) und Kim Kalicki (Eintracht Wiesbaden) kamen als Siebte und Achte erstmals in die Top Ten in diesem Winter. Morgen geht es für die Damen im Zweierbob ab 9 Uhr in der VELTINS-EisArena weiter.

Packende Rennen im Männer-Skeleton zum Weltcup-Auftakt in Winterberg

Der Russe Alexander Tretiakov verteidigt mit Bahnrekord seinen Gewinn aus dem Vorwinter vor Alexander Jungk und Christopher Grotheer

Winterberg. (pst) Der Auftakt des BMW IBSF Weltcup-Wochenendes in der VELTINS-EisArena sah beim Skeleton der Männer den gleichen Sieger wie im Vorjahr.

Der erfahrene Russe Alexander Tretiakow zeigte auf dem schnellen Eis in der Winterberger Bahn eine Glanzvorstellung und setzte sich mit dem Bahnrekord von 55.50 Sekunden im zweiten Lauf an die Spitze. Mit dem ersten Lauf in 55,55 Sekunden betrug die Zeit in der Addition beider Durchgänge eine Gesamtzeit von 1:51.05 Minute. Dahinter landeten in einem packenden Rennen die beiden Deutschen Axel Jungk (BSC Sachsen Oberbärenburg) und Christopher Grotheer (BRC Thüringen) mit Abstand. Jungk hatte drei zehntel Sekunden Rückstand, Grotheer fast sechs Zehntel. Vierter wurde der lettische Altmeister Martins Dukurs vor Alexander Gassner vom BSC Winterberg.

Bereits im ersten Durchgang setzte Titelverteidiger Tretiakov eine Duftmarke. Mit seiner Zeit von 55,55 Sekunden lag der Russe nur vier Hundertstel hinter dem sechs Jahre alten Bahnrekord von Martins Dukurs. Auch der Vorsprung zum restlichen Feld war im Vergleich deutlich. Er betrug zwölf Hundertstel auf Axel Jungk und 30 auf den dritten des ersten Laufs, Nikita Tregubov. Dahinter ging es hauchdünn zu. Bis zu Platz acht waren es nur zwölf Hundertstel. Damit war die Grundlage für den packenden zweiten Lauf gelegt.

“Ich war mit dem Ergebnis zufrieden, aber nicht mit dem eigenen Lauf. Der Start ist mit Blick auf Olympia nicht ausreichend”, meinte der zweitplatzierte Jungk. Christopher Grotheer, der die Führung im Gesamtweltcup mit Platz drei verteidigte, sagte: “Ich bin sehr glücklich, dass es noch zu Platz drei gereicht hat. Es war sehr eng,” Am Ende betrug der Vorsprung auf Martins Dukurs sechs Hundertstel und auf den dritten deutschen Gassner acht Hundertstel. Gassner zeigte sich zufrieden und betonte: “Ich bin sehr glücklich, weil ich die Olympianorm geschafft habe.” Bundestrainer Christian Baude freute sich über ein starkes Mannschaftsergebnis und zog folgendes Fazit: “Alle drei Jungs haben gezeigt, in welcher guten Form sie sind. Es macht Spaß dabei zuzuschauen, wie sie sich im Wettkampf pushen. Es war heute ein sehr spannendes Rennen. Die Steigerungen der Startzeiten im zweiten Lauf machen Mut, dass wir auf einem guten Weg sind.”

sportstimme

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