Winterberg. (ske) Es ist die kleinste der insgesamt fünf Schanzen im Winterberger Schanzenpark, spielt aber eine bedeutende Rolle in der Nachwuchsarbeit. „Die K10 ist... Sichtung von Talenten startet am Bundestützpunkt / Instandsetzung der Schanze K10 von großer Bedeutung / Trainer Gneckow: „Wir haben Corona gut gemeistert“

Winterberg. (ske) Es ist die kleinste der insgesamt fünf Schanzen im Winterberger Schanzenpark, spielt aber eine bedeutende Rolle in der Nachwuchsarbeit.

„Die K10 ist die Einstiegsschanze für unseren Nachwuchs“, sagt Jens Gneckow, der leitende Stützpunkttrainer des länderübergreifenden Stützpunktes Ski Nordisch Winterberg/Willingen und für die Nordische Kombination zuständig. „Da jetzt die Sichtung von Talenten starten soll, ist die Instandsetzung der Schanze von großer Bedeutung.“ Auf der K10 war das Holz am Anlauf in die Jahre gekommen und musste instandgesetzt werden. Die Arbeiten wurden von Mitarbeitern des Sportzentrums Winterberg (SZW) ausgeführt. Das SZW betreibt neben der VELTINS-EisArena auch den Schanzenpark, der aus fünf Anlagen besteht: K10, K20, K32 und K44 sowie der St. Georg Schanze (K81). Die Werte im Namen geben die mögliche Sprungweite der Schanzen an, wobei der Rekord der St. Georg-Schanze exakt 81 Meter beträgt. „Da wir Nachwuchsstützpunkt sind, sind alle Schanzen für den Nachwuchs bestimmt. Sie werden aber auch durch unsere Kaderathleten genutzt, entsprechend Alter und Können“, so der 39-jährige Diplom-Trainer aus Winterberg-Niedersfeld.

Derzeit trainieren rund 15 Sportlerinnen und Sportler in den leistungsorientierten Trainingsgruppen. „Die Anzahl ist etwas geschrumpft, aber wir sind mit den Trainern und Vereinen wieder in die Sichtung eingestiegen, um die Trainingsgruppen der Nordischen Kombination generell wieder stärker aufzustellen. Während der Pandemie gestaltete sich das Training als sehr schwierig. Teilweise durfte nur Athleten des Landes- und Bundeskaders die Anlagen nutzen. Aber wir haben das gut gemeistert und hoffen, dass wir jetzt normal trainieren können.“

Derzeit wird an den Planungen für die neue Saison gearbeitet. Ein Höhepunkt zu Beginn der Saison war vor Corona die „Schneevorbereitung“ in Lillehammer in Norwegen, eine Teambuilding-Maßnahme mit „einem Hauch von Abenteuer“. Die Crew wohnte in Selbstversorger-Hütten, neben dem Schneetraining fand auch Schulunterricht statt, der von einer mitgereisten Lehrerin übernommen wurde.

Erster länderübergreifender Stützpunkt

Der Bundesstützpunkt Ski Nordisch mit den Standorten Winterberg und Willingen ist der erste länderübergreifende Stützpunkt. Er wird durch den OSP Westfalen im Landessportbund NRW betreut und umfasst die Standorte des hessischen und westdeutschen Skiverbands. Der Bereich Ski Nordisch umfasst die Disziplinen Biathlon, Langlauf, Skisprung und die Nordische Kombination (Laufen und Springen) als „Königsdisziplin“. In Winterberg und Willingen trainieren der Nachwuchs sowie die Kaderathletinnen und -athleten.

Leistungssport gGmbH ist zentrale Säule für den Nachwuchs

Eine zentrale Säule für die Nachwuchsförderung der nordischen Disziplinen ist die gemeinnützige Leistungssport gGmbH mit Sitz in Winterberg. Die Gründung der gGmbH erfolgte auf Initiative des Deutschen Ski-Verband (DSV) sowie des WSV und HSV. Gemeinsam mit den Sportinternaten, den beiden Eliteschulen des Sports in Winterberg und Willingen sowie den beteiligten Vereinen u.a. Skiklub Winterberg, Ski-Club Willingen und Ski-Club Rückershausen (Stadtteil von Bad Laasphe/Kreis Siegen-Wittgenstein) sollen die Rahmenbedingungen weiter professionalisiert, die Strukturen nachhaltiger aufgestellt und die Talente intensiver gefördert werden. Das Ehrenamt spielt dabei weiter eine bedeutende Rolle.

sportstimme

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