Routinierter Rodler des WSV Oberhof legt zwei starke Läufe hin / Zwei Österreicher folgen auf dem Podium   Winterberg. (pst) Der Oberhofer Johannes Ludwig... Rennrodel-Weltcup: Johannes Ludwig baut Weltcupführung aus

Routinierter Rodler des WSV Oberhof legt zwei starke Läufe hin / Zwei Österreicher folgen auf dem Podium

 

© Dietmar Reker

Winterberg. (pst) Der Oberhofer Johannes Ludwig baute mit dem vierten Sieg des Winters in der VELTINS-EisArena seine Führung in der Gesamtwertung des EBERSPÄCHER Rennrodel-Weltcups aus. Zwei konstant starke Läufe sicherten den Erfolg vor den Österreichern Nico Gleirscher und Wolfgang Kindl.

Den ersten Lauf sicherte sich der Österreicher Nico Gleirscher mit einer starken Vorstellung. Mit 52,121 Sekunden war er 0,170 Sekunden schneller als der Italiener Dominik Fischnaller. Der Weltcupführende Johannes Ludwig war als Dritter bester Deutscher im ersten Durchgang. Auch im zweiten Durchgang reichte Ludwig die dritte Laufzeit in der Addition zum Gesamterfolg. “Es ist ein schöner Start ins neue Jahr, auch wenn ich Potential bei mir selbst sehe”, sagte der 35-Jährige nach dem Erfolg. Trotz der Temperaturen im zweistelligen Plusbereich fand Ludwig gute Bedingungen vor. Er meinte: “Die Bahn hielt besser als gedacht.” Besonders erfreut waren der zweitplatzierte Nico Gleirscher und der Dritte Wolfgang Kindl. Kindl, der als Zweiter im Weltcup in diesem Winter überzeugt, sagte: “Es ist mein erster Podiumsplatz in Winterberg.” Gleirscher erklärte: “Der erste Lauf war perfekt. Das war der Grundstein für das Podium.”

Felix Loch landete als nächster Deutscher auf Rang sechs. Max Langenhan wurde Zehnte, Chris Eissler Zwölfter. Für Moritz Bollmann reichte es nur für Platz 25. Felix Loch war unzufrieden mit der eigenen Leistung: “Meine Leistung war schlecht heute. Im ersten Lauf hatte ich zwei Fehler und auch im zweiten. Es fehlt mir etwas der Rhythmus.”

Am morgigen Sonntag folgen der Frauenwettbewerb und die Team-Staffel presented by BMW.

BSD-Duo gewinnt bei den Doppelsitzern

Tobias Wendl und Tobias Arlt feiern ersten Sieg im neuen Jahr vor zwei österreichischen Duos

Winterberg. (pst) Die Doppelsitzer machten den Auftakt beim Neujahrsrennen des EBERSPÄCHER-Rennrodel-Weltcup in der VELTINS-EisArena.

Und die Rodler des BSD durften sich über den ersten Sieg im Jahr 2022 freuen. Tobias Wendel und Tobias Arlt gewannen, nachdem sie nach dem ersten Lauf noch Dritte waren. Die beiden Bayern profitierten von den beiden Stürzen der vorne liegenden Duos Toni Eggert / Sascha Benecken sowie den Letten Andris und Juris Sics im zweiten Durchgang. Während die Letten noch durchs Ziel glitten und 18. wurden, paddelten die beiden Thüringer mit den Händen und wurden daher disqualifiziert.

Auf den Rängen zwei und drei landeten die österreichischen Doppel Thomas Steu / Lorenz Koller und Yannick Mueller / Armin Frauscher. Das dritte deutsche Doppel Robin Geueke und David Gamm vom BSC Winterberg rodelte auf Rang 11. “Die Tobis haben den Sieg eingefahren. Ihnen ist es gut gelungen”, sagte Bundestrainer Norbert Loch. Zum Abschneiden des Winterberger Duos meinte Loch: “Robin und David konnten auf ihrer Heimbahn nicht das zeigen, wozu sie in der Lage sind.” Tobias Wendl meinte trotz des Sieges: “Unser Rennen war durchschnittlich. Im Training sind wir schneller gefahren.” Es galt die Devise, wer die wenigsten Fehler macht, gewinnt. Hier zeigten sich die beiden erfahrenen Bayern routiniert. Die Fehlerquote zu minimieren gelang Geueke und Gamm nicht. “Von oben bis unten waren wir nicht gut in beiden Läufen”, zeigte sich Robin Geueke kritisch.

Sonntag, 02. Januar 2022

9:30 Uhr Damen 1. Lauf
10:55 Uhr Damen 2. Lauf

12:50 Uhr Team-Staffel

“Klare Entscheidungen am Wochenende”

Nach dem Weltcup in Winterberg gibt Rodel-Bundestrainer Norbert Loch seine Empfehlungen für die Olympianominierung ab

Winterberg. (pst) Der EBERSPÄCHER-Rennrodel-Weltcup in der VELTINS-EisArena besitzt besondere Bedeutung für die deutschen Rodler. Nach den Rennen wird Bundestrainer Norbert Loch mit seinem Trainerstab die Empfehlungen für die Olympianominierungen geben. “Es wird klare Entscheidungen am Wochenende geben”, sagt Loch.

Der Bundestrainer betont: “Punktelisten kann jeder lesen.” Während dort beispielsweise bei den Frauen Julia Taubitz als Weltcupführende und Anna Berreiter überzeugten und aussichtsreiche Kandidatinnen für einen Platz in Peking sind, geht es voraussichtlich für Natalie Geisenberger und Dajana Eitenberger um den dritten Platz bei Olympia. “Von einem Showdown möchte ich nicht sprechen. Es geht in erster Linie darum, gute Rennen zu fahren. Dajana und ich sind sehr fair im Umgang und feiern mit unseren Familien heute zusammen Silvester”, erklärt die vierfache Olympiasiegerin Geisenberger. Eitberger zeigte bereits im Nationencup als einzige deutsche Starterin gute Form und gewann vor der Russin Viktoriia Demchenko und der US-Amerikanerin Ashley Farquarson.

Locker geht Julia Taubitz den Weltcup an. Sie sagt: “Ich fühle mich gut. Ich freue mich auf Sonntag.” In die deutsche Phalanx bei den Damen ist die Österreicherin Madeleine Egle in dieser Saison eingebrochen. Im Gesamtweltcup liegt sie auf Platz zwei. Die Perfektionistin sagt: “Es dauert bis ich zufrieden bin.” In Winterberg wurde sie Vierte im Vorjahr. In dieser Woche hatte sie beim Training noch Probleme mit der Startkurve.

Bei den Männern ist Johannes Ludwig Weltcupführender. Der 35-Jährige ist in der Form seines Lebens und erklärt: “Ich bin froh dabei geblieben zu sein.” Genau wie Ludwig setzt auch Felix Loch darauf, dass am Sonntag vor allem der zweite Lauf gelingt. Der Dominator der vorherigen Jahre sagt: “Mein Ziel ist es, aufs Podest zu kommen.” Ein Rivale der Deutschen ist der Östereicher Wolfgang Kindl. Der Zweite im Weltcup meint: “Es läuft besser als letzte Saison, auch wenn ich vorher nicht viel anders gemacht habe.”

Auf dem Podest landeten im Nationencup die beiden heimischen Doppelsitzer Robin Geueke und David Gamm vom BSC Winterberg. Sie gewannen und daher meint Geueke: “Die Generalprobe ist schon Mal gelungen.” Gamm ergänzt: “Zuhause möchten wir eine gute Platzierung einfahren.” Favoriten sind andere wie Thomas Steu und Lorenz Koller. Koller weiß: “WIr haben bewiesen, dass wir schnell sein können.”

In der Zuschauerrolle ist Cheyenne Rosenthal. Die Rodlerin des BSC Winterberg meint: “Es ist traurig neben der Bahn zu stehen.” Ihr Schwerpunkt liegt in diesem Winter auf dem Damendoppelsitzer mit Jessica Degenhardt. Hier gewannen sie alle vier Rennen, an denen sie teilnahmen. Daher ist das Duo Favorit für die erste Weltmeisterschaft im Doppel Ende Januar 2022 in Winterberg. “Als erste WM im Doppel wird das eine Veranstaltung für die Geschichtsbücher”, erklärt Hans-Jürgen Köhne. Der Vorsitzende des BRC Hallenberg freut sich, dass sein Verein seit 45 Jahren die Rodelwettbewerbe begleitet. Dieses Jahr sind die Hallenberger mit dem Sportzentrum für die vom Unwetter zerstörte Bahn in Königssee eingesprungen. Köhne sagt: “Weil keine Zuschauer da sind, ist die Zahl der Helfer abgespeckt. Es sind um die 30, ansonsten haben wir um die 50.” Geschäftsführer Stephan Pieper vom Sportzentrum sagt: “Wir sind bestens vorbereitet. Natürlich sind wir traurig, dass kein Publikum vor Ort ist.”

Gelungener Trainingstauftakt der Rodler vor Weltcupwochenende

Weltelite startet in der VELTINS-EisArena in heiße Phase vor Olympia

Winterberg. (pst) Die Weihnachtspause war kurz. Nun geht es Schlag auf Schlag.

Der EBERSPÄCHER-Rennrodel-Weltcup startet in der VELTINS-EisArena rund um den Jahreswechsel in die heiße Phase vor Olympia. 166 Athleten aus 27 Nationen sind auf 137 Schlitten in Winterberg am Start, um sich entweder den letzten Feinschliff in den nächsten Wochen für Olympia zu holen oder noch eins der letzten Tickets für die Spiele von Peking zu sichern.

Die ersten Trainings fanden bereits am gestrigen Dienstag statt. Dajana Eitberger vom RC Ilmenau nutzte als einzige Deutsche die Gelegenheit zum Zusatztraining in Winterberg. Die 30-Jährige ist in der Weltcupwertung Siebte. Die Silbermedaillengewinnerin aus Pyeongchang muss aber um ihre erneute Olympiateilnahme bangen, weil die Konkurrenz um die drei Tickets für Peking mit Julia Taubitz, Anna Berreiter und Natalie Geisenberger im eigenen Lager bärenstark ist. Der Thüringerin gelangen die besten Fahrten in ihrer Trainingsgruppe. Bundestrainer Norbert Loch gewährt seinen Athleten im Kampf um Olympia ein Streichergebnis.

Genau beobachtet haben das erste Training die Lokalmatadoren Robine Geueke und David Gamm. „Wir haben Dajana Eitberger beim Training unterstützt und geschaut“, sagt Geueke.
Eismeister Ingo Götze und sein Team leisten ganze Arbeit, damit die Bahn zu den Rennen um den Jahreswechsel trotz steigender Temperaturen steht. Ein Großteil der Bahn ist daher im Training mit Planen abgedeckt. Zu Silvester starten die Wettkämpfe mit dem Nationencup. Am 1. Und 2. Januar folgen die Weltcuprennen. Der Zeitplan lautet wie folgt

sportstimme

No comments so far.

Be first to leave comment below.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.