Salzburg. (PM) Beim dritten Heimspiel der European Trophy gegen den HC Mountfield konnte der EC Red Bull Salzburg nicht an das hohe Tempo der letzten...

Salzburg. (PM) Beim dritten Heimspiel der European Trophy gegen den HC Mountfield konnte der EC Red Bull Salzburg nicht an das hohe Tempo der letzten zwei Heimspiele anschließen.
In der sechsten Minuten hatte Ryan Duncan die Führung nach einem unglaublichen Pass über drei Linien auf dem Schläger, verhaspelte sich aber vor dem Tor. Fast im Gegenzug fixierten die tschechischen Gäste das 1:0 aus einem Abpraller von Goalie Shawn Hunwick, der heute wieder den Vorzug erhielt. Danach fanden die Hausherren
einfach nicht ins Spiel, wurden auch im Powerplay kaum gefährlich. Die Gäste störten immer wieder erfolgreich den Spielaufbau und erhöhten in der 18. Minute schließlich auf die 2:0-Führung. Salzburgs Goalie war allerdings die Sicht verdeckt, die Scheibe passte genau ins Kreuzeck. Kurz vor der ersten Pause ergab sich plötzlich noch die Chance für Manuel Latusa, der aus kurzer Distanz die Scheibe aber nicht am Goalie vorbei bekam – irgendwie typisch für die Red Bulls in den ersten 20 Minuten.

Auch im zweiten Abschnitt zeigten die Red Bulls – heute wieder mit Daniel Welser, auch Ryan Kinasewich hatte sich fit gemeldet – lange Zeit keine zwingenden Aktionen zum Tor, während die Gäste bissig agierten. Shawn Hunwick stand zumeist im Mittelpunkt und verhinderte einige Male einen noch größeren Rückstand. Als die Salzburger etwa nach der Hälfte des Spiels ein 3:5-Unterzahlspiel meisterten, kam kurz Stimmung auf, und die Red Bulls wurden richtig gefährlich. Für ein Tor reichte es aber nicht, und Ryan Kinasewich musste zu allem Überfluss auch noch mit 5min+Spiel-dauerstrafe vorzeitig vom Eis. Die letzten Minuten des zweiten Abschnitts verbrachten die Red Bulls damit wieder in Unterzahl. Zumindest in Punkto Kampf konnte man den Red Bulls aber nichts vorwerfen, sie überstanden mit vollem Körpereinsatz neuerlich eine zweiminütige Unterzahlsituation. Schade auch, dass Justin DiBenedetto in der 38. Minute einen Penalty nicht im Tor unterbringen konnte. Bester Salzburger im zweiten Drittel war eindeutig Goalie Shawn Hunwick, der alle Chancen der Gäste vereitelte.

Zweikampf zwischen Andreas Kristler und Frantisek Ptacek – © by GEPA Pictures

Im Schlussdrittel nutzten die Gäste dann doch noch den Rest der fünfminütigen Überzahl und trafen zum dritten Mal. Die Salzburger reagierten mit höherem Tempo, erarbeiteten sich jetzt etliche sehr gute Möglichkeiten. Aber auch Mountfields Goalie Pavel Kantor hatte seine Qualitäten und stand immer goldrichtig, wurde am Ende auch mit drei Sternen im European Star Award belohnt. Ob Ryan Duncan, Justin Keller oder Andreas Kristler, der zu gern seinen heutigen 22. Geburtstag veredelt hätte, sie alle scheiterten am starken Torhüter. Die Red Bulls machten jetzt deutlich mehr Druck und versuchten noch einmal alles, aber es zeichnete sich immer mehr ab, das sie in diesem Spiel nicht mehr zu ihrem gewohnten Spielfluss finden würden. Am Ende blieb es bei der bitteren 0:3-Niederlage gegen eine sehr starke und clevere Mannschaft aus Budejovice, die verdient als Sieger vom Eis gegangen ist.
EUROPEAN TROPHY / NORTHERN DIVISION
EC Red Bull Salzburg – HC Mountfield 0:3 (0:2, 0:0, 0:1)
Tore: Kveton (7.), Cerveny (18., 42./PP)

Assistant Coach George Kingston zeigte hinterher die Fehler schonungslos auf: „Der erste Abschnitt war schon spielentscheidend. Budweis spielte härter und nutzte seine Chancen beinhart aus. Wir waren zu passiv, standen zumeist im eigenen Drittel, und sie haben die Scheibe kontrolliert. Insgesamt hatten auch wir wieder etliche sehr gute Möglichkeiten, haben aber keine verwerten können. Morgen müssen wir von Beginn an aufmerksamer sein und härter in die Zweikämpfe gehen.“ Auch Daniel Welser bemängelte die Chancenauswertung und meinte, dass die Red Bulls „nie richtig ins Spiel gekommen sind. Wir hatten Probleme in der eigenen Zone und sind meist nur der Scheibe nachgelaufen. Morgen in Budweis wollen wir zeigen, dass wir es besser können.“ Morgen, Freitag, geht es in Budejovice also gleich weiter. Im Rahmen des so genannten Back-to-back Derby Games kommt es nur einen Tag später zum Rückspiel. Das Auswärtsspiel der Red Bulls in Budejovice wird zwar vom TV-Sender DigiSport live übertragen, kann aber nur in Tschechien, in der Slowakei, in Ungarn und in Rumänien empfangen werden.

sportstimme

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