Bonn. (PM Baskets) Am 15. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga haben die Telekom Baskets Bonn ihr erstes Spiel nach zuletzt neun Siegen in Folge... Nach neun Siegen in Folge: Baskets verlieren knapp in Crailsheim

Spielerbank Bonn – © Sportfoto-Sale (MK)

Bonn. (PM Baskets) Am 15. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga haben die Telekom Baskets Bonn ihr erstes Spiel nach zuletzt neun Siegen in Folge verloren: Aufgrund einer schwachen Dreierquote (21,9 Prozent) und 17 Ballverlusten konnte die Mannschaft von Trainer Tuomas Iisalo die 76:81-Niederlage (26:9, 21:28, 11:21, 18:23) gegen die HAKRO Merlins Crailsheim nicht verhindern.

Michael Kessens wurde mit 14 Punkten Baskets-Topscorer.

Key facts:

Richtige Einstellung: Bonn gewann das Rebound-Duell deutlich mit 46:22, darunter 20 Offensivrebounds
Zu fahrlässig: 17 Ballverluste leisteten sich die Baskets, neun davon in Halbzeit zwei
Höchste Führung: +17 (26:9, 10. Minute)
Höchster Rückstand: -5 (62:67, 34. Minute)

Spielbericht

Bonn fand schnell seinen Rhythmus und erspielte sich so eine 9:7-Führung (2. Minute). Leon Kratzer beging zwar früh sein zweites Foul, wurde in der Folge aber von Michael Kessens exzellent vertreten. Von der Bank kommend punktete der Center zweimal hintereinander am Brett und legte anschließend Teamkollege Tyson Ward mit einem Alley-Oop-Anspiel punktgenau auf (18:9, 8.). Die Führung wurde anschließend zweistellig, als sich die Telekom Baskets mit solider Defense und konzentriertem Offensivspiel bis zur Viertelpause auf 26:9 absetzen konnten (10.).

Das zweite Viertel gehört zunächst den Gastgebern: Mit einem 8:2-Lauf schlossen die Merlins auf 28:17 auf, ehe Jackson-Cartwright den Zwischenspurt per Dreier stoppte (31:17, 13.). Crailsheim erhöhte nun den Druck in der Defense und fand so besser ins Spiel. Bonn erspielte sich im zweiten Viertel durch vier Offensivrebounds wiederholt gute zweite Chancen und konnte so die Führung auf 43:28 (15.) ausbauen, ehe Crailsheim mit einem 9:4-Lauf bis zur Halbzeit auf 47:37 (20.) verkürzen konnte.

Auch nach dem Seitenwechsel hielt Bonn durch gute Reboundarbeit zunächst an der Führung fest: Gleich zweimal tippte Kratzer einen Fehlwurf zurück in den Korb, anschließend tat es ihm Teamkollege Morgan gleich (53:43, 25.). Dann kamen jedoch die Hausherren ins Laufen: Mit einem 10:0-Lauf, der auch von einer Baskets-Auszeit nicht gestoppt werden konnte, glich Crailsheim die Partie aus (53:53, 28.). Während sich die Merlins vor allem durch physischen Einsatz zurück ins Spiel kämpften, scheiterten die Baskets zu oft aus der Distanz trotz aussichtsreichen Chancen. Mit einem 58:58-Gleichstand (30.) ging es anschließend auch ins Schlussviertel.

Dort hatten die Baskets weiterhin mit ihrer schwachen Wurfausbeute zu kämpfen: Selbst gut herausgespielte, völlig offene Dreier sprangen wieder zurück ins Feld, wo der Kampf um den Rebound nun deutlich körperlicher ausgetragen wurde. In der 32. Minute übernahm Crailsheim erstmalig im Spiel die Führung (58:62) und drohte beim Stand von 62:67 (34.) davonzuziehen. Doch Parker Jackson-Cartwright zeigte sich nervenstark: Erst wurde der Guard bei seinem Dreierversuch unsportlich gefoult, traf dann seine fälligen Freiwürfe und setzte im anschließenden Ballbesitz mit einem Distanzwurf zur Führung nach (68:67, 35.). Bonn blieb auch drei Minuten vor Schluss noch in Führung (72:69, 37.), blieb aber weiter eiskalt von der Dreierlinie. Stattdessen traf Crailsheim jetzt die wichtigen Würfe von außen, während die Baskets bis zum Spielende sämtliche Distanzwürfe daneben setzten. Zwar hatte Bonn 2,1 Sekunden vor Schluss durch einen Offensivrebound von Kessens noch einmal die Chance zum Ausgleich (76:79, 40.), aber der Einwurf von Tadda auf den in der Ecke lauernden Morgan wurde abgefangen, sodass Crailsheim an der Freiwurflinie die Bonner 76:81-Niederlage besiegelte.

Stimmen zum Spiel

Tuomas Iisalo (Headcoach Telekom Baskets Bonn): „Glückwunsch an Coach Gleim und Crailsheim. Es war ein hart umkämpftes Spiel. Ich denke, dass beide Mannschaften richtig motiviert waren, das ist ganz klar. Wir haben im ersten Viertel super gespielt und auch das zweite Viertel war okay. Da waren zwei bedeutsame Dinge für uns in diesem Spiel: Zum einen natürlich unser Vorteil bei den Offensiv-Rebounds. Mit 20 offensiven Rebounds gegenüber 17 defensiven Rebounds haben wir das sehr gut geschafft. Das spricht sehr für unsere Jungs, wie sie arbeiten und für die Intensität, mit der sie spielen. Aber nach ganz vielen Rebounds haben wir auch Turnovers begangen und da sind die HAKRO Merlins die gefährlichste Mannschaft. Shorts, Lewis und Harris hatten offene Korbleger. Das war suboptimal. In der zweiten Halbzeit haben wir durch das Pick and roll nicht gut kreiert. Aber wir haben genug kreiert. Zum Bespiel zu Beginn des dritten Viertels hatten wir drei, vier gute Würfe. Aber wir haben nicht getroffen. Stattdessen hatte Crailsheim einen Sechspunktelauf. Ohne so viele Ballverluste oder mit einer besseren Wurfquote hätten wir heute eine gute Chance gehabt. Das war am Ende der Unterschied. Aber ich weiß natürlich selbst, dass das nicht die einzige Sache heute war.“

Sebastian Gleim (Headcoach HAKRO Merlins Crailsheim): „Vielen Dank für die Glückwünsche. Gratulation zu der starken Saison und der tollen Art und Weise, der Energie, die Aggressivität. Deswegen sind wir sehr froh über diesen Sieg, weil wir heute eine sehr starke Mannschaft geschlagen haben. Das erste Viertel nehme ich auf mich, weil wir es taktisch zu kompliziert gemacht haben. Umso mehr bin ich dankbar, dass wir das gemeinsam in den restlichen Vierteln gedreht haben, als wir uns defensiv auf unsere eigentliche Strategie fokussiert haben. Nicht froh bin ich über unser Reboundanzahl. Aber nochmal: Unsere Aggressivität ist eine unserer größten Stärke. Wir haben versucht, es vorzubereiten, haben es heute nicht geschafft und müssen es grundsätzlich besser machen. Trotzdem freuen wir uns enorm, mit solch einem Sieg in das neue Jahr 2022 zu starten und hoffen jetzt, dass alle Spieler gesund geblieben sind. TJ Shorts und Elias Lasisi werden wahrscheinlich ein bisschen mehr frei brauchen, nach dieser intensiven Phase.“

Punkteverteilung

Telekom Baskets Bonn: Ward (4 Punkte), Gorham (5/1 Dreier), Kessens (14), Tadda (6), Bowlin (8/2), Hawkins (9/1), Morgan (9/1), Kratzer (8, 10 Rebounds), Jackson-Cartwright (13, 9 Assists), Hasbargen (DNP)
HAKRO Merlins Crailsheim: Shorts (23), Lewis (9), Savage (0), Stuckey (9), Lasisi (6), Harris (11), Beck (13), Radosavljevic (7), Aririguzoh (3)

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