Solingen. (PM BHC) Nach der bereits frühzeitig feststehenden Verpflichtung von Rückraum-Allrounder Eloy Morante Maldonado kann der Bergische HC einen weiteren Transfer für die Saison... Mads Andersen wird 2023 ein Bergischer Löwe

Mads Andersen – © Bjerringbro-Silkeborg

Solingen. (PM BHC) Nach der bereits frühzeitig feststehenden Verpflichtung von Rückraum-Allrounder Eloy Morante Maldonado kann der Bergische HC einen weiteren Transfer für die Saison 2023/24 vermelden.

Der 25-jährige Mads Andersen hat beim BHC einen Dreijahresvertrag unterschrieben und wechselt im kommenden Sommer von Bjerringbro-Silkeborg aus der dänischen Håndboldligaen zu den Bergischen Löwen in die LIQUI MOLY HBL.

Der 1,96 m große und 98 kg schwere Rechtshänder wird das Löwen-Trikot mit der Rückennummer 15 tragen, ist im linken Rückraum und der Mittelposition einsetzbar agiert zudem als Deckungsspieler im Innenblock. „Mads wird unsere Rückraumoptionen deutlich erweitern. Seine Deckungsqualitäten und seine Stärken im Umschaltspiel sowie im Abschluss machen ihn zu einem perfekten Zweiwegespieler“, beschreibt BHC-Geschäftsführer Jörg Föste die Qualitäten des zweiten Neuzugangs für die kommende Spielzeit.

Mads Kjeldgaard Andersen wurde am 14. Dezember 1996 in Nykøbing Mors geboren und wuchs handballerisch bei Mors Thy Håndbold auf, bis er zur Saison 2019/20 als einer der Top-Scorer der Håndboldligaen zu Bjerringbro-Silkeborg wechselte, wo Mads Andersen aktuell seine vierte Saison spielt. Auch in der laufenden Spielzeit gehört der Rückraumshooter mit 96 erzielten Treffern in 15 Ligapartien zu den besten Torschützen der Liga. Zudem steht der Rechtshänder auf Platz 5 der erfolgreichsten Assist-Geber (56) und ist bester Spieler in der Statistik der effektivsten Spieler der ersten Liga in Dänemark.

Mit 13 Einsätzen mit der Junioren-Nationalmannschaft Dänemarks und der viermaligen Teilnahme mit Bjerringbro-Silkeborg in der EHF European League hat Mads Andersen bereits einige internationale Erfahrung sammeln können.

„Ich habe mich für einen Wechsel zum Bergischen HC entschieden, weil es der richtige Schritt für meine Karriere ist und ich nach dem Gespräch mit Trainer und Management das Gefühl hatte, dass der Club und ich sehr gut zueinander passen“, erklärt Mads Andersen seine Entscheidung für einen Wechsel ins Bergische. „Es gibt keinen Zweifel, dass die LIQUI MOLY HBL die beste Handballliga der Welt ist und jeder Junge davon träumt dort einmal zu spielen. Ich bin sehr stolz darauf, dass dieser Traum für mich im Sommer Wirklichkeit wird. Meine aktuelle persönliche und sportliche Entwicklung hat mir das Gefühl gegeben, dass es genau der richtige Zeitpunkt für die neue Herausforderung ist.“

Göppingen-Duell hat das Zeug zum Drama

Der Bergische HC hat im wegweisenden November bisher fünf von sechs möglichen Punkten gesammelt. Damit ist er auf bestem Wege, sich für die schwierigen Aufgaben im Dezember, der fast ausschließlich Auswärtsspiele bereit hält, zu rüsten. Ein Erfolg über Frisch Auf Göppingen (Sonntag, 16.05 Uhr, Klingenhalle) würde elf Saisonpunkte und die Verteidigung des zwölften Platzes in der LIQUI-MOLY HBL bedeuten.

„Eine Wiederholung des Ergebnisses im Pokalspiel würde ich sofort nehmen. Aber ich bin auch mit einem dreckigen Sieg mit einem Tor Unterschied einverstanden“, sagt BHC-Trainer Jamal Naji vor der Partie gegen zuletzt doch etwas kriselnde Göppinger. In der zweiten Runde des DHB-Pokals hatten die Bergischen mit 32:26 gewonnen und damit selbst einen wichtigen Erfolg auf dem Weg aus der eigenen Ergebniskrise eingefahren. Für Frisch Auf lief es anschließend in der European League zwar recht erfolgreich weiter, in der Bundesliga schaffte das Team von Coach Hartmut Mayerhoffer in sechs Spielen nur noch einen Sieg – ein 26:25 in Leipzig. Zuletzt setzte es ein 26:29 gegen GWD Minden, das damit erst seinen zweiten Erfolg überhaupt feierte.
Tabellarisch bedeutet dies für die Göppinger Rang 16 in der Bundesliga mit lediglich sieben Zählern. Vorige Saison hatte der Club auf Platz fünf mit 38:30-Punkten abgeschlossen. „Sie kommen aus einer überragenden Saison, müssen in dieser Spielzeit aber einige neue Spieler integrieren. Das benötigt manchmal einfach Zeit“, sagt Jamal Naji. „Man sollte nicht so schnell vergessen, zu was Göppingen imstande ist. Man kann aber natürlich auch davon ausgehen, dass sie sich das auch selbst anders vorgestellt hatten.“

Vergleichbar wird das Aufeinandertreffen in der Liga mit dem im Pokal nicht sein. Torhüter Daniel Rebmann und Abwehr-Ass Blaz Blagotinsek fehlten in der Klingenhalle, werden am Sonntag aber erwartet. Noch fehlen wird weiterhin Zugang Vid Poteko sowie voraussichtlich der verletzte Jon Lindenchrone. „Ein Schlüssel wird ein guter Gegenstoß und damit verbunden eine starke Torhüter-Leistung sein“, meint Naji. „Der Göppinger Innenblock ist nicht der schnellste. Das sollten wir für uns nutzen.“ Zudem setzt Frisch Auf oft auf einen oder zwei Abwehr-Angriff-Wechsel, so dass ein gutes Tempospiel für den erhofften Vorteil sorgen könnte.

Im Pokalspiel drehten die Bergischen mit zahlreichen Toren aus dem Rückraum vor allem durch Alexander Weck und Djibril M’Bengue auf. „Wenn wir eine so gute Abschlussquote haben, sieht es natürlich sehr gut aus. Dann bekommen wir auch die Räume für den Kreis“, sagt Naji, der sich mit der jüngsten Entwicklung seiner Mannschaft zufrieden zeigt. „Wir haben unsere Wechselstrategie auch umgestellt, um einfache Gegentore zu verhindern. Das klappt bisher ordentlich.“

Die Stimmung sei angesichts der Erfolgserlebnisse natürlich gut. „Allerdings war sie auch im Oktober nicht schlecht“, erläutert Naji. „Die Jungs sind realistisch und wissen, dass gewisse Dinge
auch Zeit brauchen. Die Trainingsintensität hat zum Beispiel nie gelitten – und das ist nicht selbstverständlich, weil man dazu tendiert, Dinge zu zerdenken, wenn sie nicht funktionieren.“
Ein Sieg am Sonntag wäre Gold wert. Das weiß auch Naji, denn: „Der Dezember wird hart – wenngleich wir natürlich auch da punkten wollen.“ Während der BHC unbedingt einen guten Puffer nach unten aufbauen möchte, muss Göppingen überhaupt anfangen, Erfolgserlebnisse zu sammeln. Das Duell steht daher unter kämpferischen Vorzeichen und hat das Potenzial zum Drama.
Die personelle Situation bleibt bei den Löwen zwar angespannt, zumal Simen Schönningsen und Tim Nothdurft noch mittelfristig ausfallen. „Aber Csaba Szücs ist diesmal wirklich eine Option, nachdem er in Hamm eher aus taktischen Gründen auf der Bank gesessen hatte“, sagt der Coach, der sich zudem über den positiven Verlauf bei Lukas Stutzke freut. „Im MRT ist nichts mehr von seiner Verletzung (Muskelfaserriss) zu sehen. Wir entscheiden nach dem Abschlusstraining, ob er dabei ist.“ Sollte der Nationalspieler einsatzbereit sein, kommt er aber nur für wenige Minuten infrage.

Tickets für die Partie sind noch an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Zudem besteht bis zum Ablauf des Freitags das Angebot über bhc06.de das Black Week Kombiticket für die Heimspiele gegen Göppingen und Flensburg mit 20 Prozent Rabatt zu buchen.

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