Solingen. (PM BHC) Komplett zufrieden war Sebastian Hinze mit dem 23:25 (11:10) gegen die MT Melsungen zwar nicht, „aber das, was uns in Ludwigshafen... BHC erwartet heißen Tanz in Balingen

Trainer Sebastan Hinze – © by Sportfoto-Sale

Solingen. (PM BHC) Komplett zufrieden war Sebastian Hinze mit dem 23:25 (11:10) gegen die MT Melsungen zwar nicht, „aber das, was uns in Ludwigshafen gefehlt hatte, war in diesem Spiel wieder da“, sagt der Trainer des Bergischen HC mit Blick auf die leidenschaftliche, kämpferische Vorstellung.

Daran wollen die Löwen am Samstagabend (18.30 Uhr) bei HBW Balingen-Weilstetten anknüpfen und sich natürlich möglichst diesmal auch mit zwei Punkten in der LIQUI-MOLY HBL belohnen.

Dass dies gegen Melsungen nicht gelang, hatte vor allem zwei Gründe: „Wir haben aus sechs beziehungsweise sieben Metern zu viele Chancen ausgelassen, und wir hatten eine Phase in der zweiten Halbzeit, in der unsere Abwehreffektivität nicht mehr so hoch war“, erläutert Hinze, der davon abgesehen mit dem Auftritt einverstanden war. „Die Deckung war insgesamt überragend, die Angriffsleistung auch in Ordnung. Wir haben uns nur für die herausgespielten Chancen zu selten belohnt.“

Grundsätzlich also lässt sich auf der Begegnung für die kommende Auswärtsaufgabe aufbauen. „Entscheidend ist, dass wir das Spiel in Balingen emotional genauso angehen wie gegen Melsungen. Das ist die Grundvoraussetzung“, meint der Trainer. Dass HBW einen großen Kampf bieten wird, ist nahezu sicher. Die Balinger bangen um die Bundesliga-Zugehörigkeit, haben auf dem 16. Platz nur noch einen Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang, den derzeit die Eulen Ludwigshafen belegen.

Die Gallier von der Alb befinden sich demnach mit dem Rücken zur Wand und werden gegen die Löwen auf Punkte brennen. „Dazu sind sie auch noch gut in Form, und es ist derzeit schwer, sich auf sie vorzubereiten“, weiß Hinze. Denn zuletzt musste die Mannschaft von Trainer Jens Bürkle improvisieren. Mit Vladan Lipovina und Jona Schoch fehlten zum Beispiel zwei Leistungsträger, was der Coach mit dem taktischen Mittel des siebten Feldspielers kompensierte. So agierte die Mannschaft in Magdeburg und Kiel über die gesamte Partie offensiv in Überzahl, während das Tor verwaist war. Der Erfolg gab den Balingern recht: In Magdeburg gewann die Truppe 28:26, in Kiel kam sie lange für den Sieg in Frage und unterlag nur mit 34:38. Außerdem holte HBW aus den vorigen beiden Heimspielen gegen Essen und Minden drei Punkte.

„Die Frage ist nun, ob Balingen auch gegen uns auf den siebten Feldspieler setzt, oder sich die Verletztensituation entspannt und uns wieder das normale System erwartet“, sagt Hinze, der seine Löwen daher auf beide Möglichkeiten vorbereiten muss. „Da sie so viel Erfolg mit der Taktik des siebten Spielers hatten, müssen wir auf jeden Fall auch damit rechnen.“ Mit dem Hinspiel wird die Begegnung am Samstagabend jedenfalls kaum zu vergleichen sein. Das gewann der BHC klar mit 30:22, befand sich selbst in dieser Saisonphase aber in spielerisch herausragender Verfassung, die in diesen Tagen auch aufgrund der zurückliegenden doppelten Quarantäne noch nicht wieder erreicht wird.

Personell dürfte die Lage beim BHC entspannt bleiben. Torhüter Tomas Mrkva bekam zwar gegen Melsungen einen Kopftreffer ab, konnte aber am Donnerstag schon wieder vorsichtig trainieren. Gleiches gilt für Arnor Gunnarsson, der zwischendurch Rückenbeschwerden hatte. „Wir haben die Hoffnung, dass beide am Samstag dabei sein können“, sagt der Trainer, der ansonsten mit demselben Kader wie am Mittwoch rechnet.

sportstimme

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