Solingen. (PM BHC) Zeit zum Durchatmen haben die Profis des Bergischen HC nach dem Kraftakt beim TuSEM Essen nicht. Bereits am Samstag um 18.30... BHC: Der Druck bleibt hoch

Einsatz fraglich: Kristian Nippes (BHC) – © Sportfoto-Sale (MK)

Solingen. (PM BHC) Zeit zum Durchatmen haben die Profis des Bergischen HC nach dem Kraftakt beim TuSEM Essen nicht. Bereits am Samstag um 18.30 Uhr geht es in der LIQUI-MOLY HBL weiter. Die Löwen empfangen im ISS Dome Düsseldorf den SC Magdeburg – ein Gegner, an den sich die Mannschaft in dieser Saison gerne erinnert.

Mit 31:27 gewann der BHC am ersten Spieltag in Magdeburg und schrieb damit Clubgeschichte. Es war nicht nur der erste Erfolg dort, sondern zugleich der erste Auswärtssieg gegen ein Spitzenteam. „Genauso hatten wir uns den Saisonstart gewünscht“, blickt Trainer Sebastian Hinze zurück. „Die Sommerpause war lang, die Vorbereitung auch. Der Auftaktsieg in Magdeburg hat uns Auftrieb gegeben, von dem wir auch in den Wochen danach noch profitiert haben.“

Vergleichbar ist die gegenwärtige Situation mit der Anfang Oktober 2020 natürlich nicht. „Beide Mannschaften agieren viel gefestigter. Es wäre ja auch schade, wenn es nicht so wäre“, meint der Coach. Zudem befinden sich die Löwen ohnehin noch in einer besonderen Lage. Schließlich kam die Truppe erst zu Beginn dieser Woche aus ihrer zweiten Quarantäne innerhalb eines Monats, um beim TuSEM Essen eine bemerkenswerte Vorstellung auf die Platte zu bringen. Eine bessere Rückkehr in den Spielbetrieb als beim 32:22-Erfolg hätte sich wohl niemand ernsthaft vorstellen können.
„Man muss zugeben, dass das Ergebnis den Verlauf nicht ganz widerspiegelt“, meint Hinze. „Essen hat zum Schluss nicht mehr an sich geglaubt, während wir das Ding gnadenlos heruntergespielt haben. In den letzten Minuten war es also große Freude gegen große Enttäuschung.“ Grundstein zum Sieg sei ein hartes Stück Arbeit gewesen, das die Mannschaft von der ersten Minute an geleistet habe. „Das ist auch unser Anspruch gegen Magdeburg. Wir werden nicht mit unseren Kräften haushalten, sondern alles hereinwerfen. So gewinnen wir Begegnungen in der Bundesliga.“

Daher spiele sich das Duell gegen die Magdeburger, gegen die die Löwen eher Außenseiter sind, auch nicht unbeschwerter als gegen die Essener, gegen die das Team unter normalen Umständen Favorit wäre. „Wichtig ist für uns, dass wir unsere Leistung bringen. Wenn alles bei uns passt, wir auch wieder Paraden vom Torhüter bekommen, haben wir auch gegen Magdeburg eine Chance. Der Druck ist in dem Spiel also nicht geringer – vor allem nicht der, den wir uns selbst machen“, erläutert der Trainer.

Der SCM reist ein klein wenig gebeutelt nach Düsseldorf. Nachdem die Mannschaft eine spektakuläre Serie von 17 Spielen hingelegt hatte, während derer sie nur von der SG Flensburg-Handewitt geschlagen worden war, setzte es zuletzt zwei überraschende Niederlagen in Erlangen (28:30) und gegen Balingen (26:28). „Wir bereiten uns auf einen starken SC Magdeburg vor“, betont Hinze. „Sie waren zuvor sehr stabil und grundsätzlich gut in Form.“

Der Kader, in dem nur die schwer verletzten Matthias Musche und Gisli Kristjansson fehlen, ist über jeden Zweifel erhaben. „Es ist einer der besten in der Bundesliga mit vielen Spielern, die ein sehr gutes Eins-gegen-Eins-Verhalten haben“, meint der Trainer. „Das Tempospiel machen sie zudem weiterhin gnadenlos. Das System ist perfekt auf die Mannschaft zugeschnitten.“ Der BHC geht mit einem klaren Plan ins Spiel. „Wir haben natürlich auch eine Präferenz, wenn es darum geht, welche Schüsse wir zulassen wollen – und welche nicht.“

Personell wird sich im Vergleich zur Partie beim TuSEM voraussichtlich nicht viel ändern. Kristian Nippes, der mit muskulären Problemen in der Wade ausgefallen war, dürfte bald auf das Handballfeld zurückkehren. „Ob es schon gegen Magdeburg reicht, kann ich noch nicht sagen“, sagt Hinze, dem definitiv Sebastian Damm, Yannick Fraatz und Maciej Majdzinski fehlen. 16 Spieler des Kernkaders sollten somit zur Verfügung stehen.

sportstimme

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