Duisburg. (MK) Der MSV Duisburg hat es tatsächlich geschafft und sich im letzten Saisonspiel durch einen 1:0 Heimsieg gegen RB Leipzig den Relegationsplatz gesichert.... 1:0 Heimsieg gegen Leipzig! MSV schafft den Relegationsplatz
Duisburgs Anhang positionierte sich klar gegen RB Leipzig - © by K-Media-Sports

Duisburgs Anhang positionierte sich klar gegen RB Leipzig – © by K-Media-Sports

Duisburg. (MK) Der MSV Duisburg hat es tatsächlich geschafft und sich im letzten Saisonspiel durch einen 1:0 Heimsieg gegen RB Leipzig den Relegationsplatz gesichert. Der Klassenerhalt ist damit tatsächlich wieder möglich. Noch vor wenigen Wochen hätten das nur die kühnsten Optimisten für möglich gehalten.

Torlose erste Halbzeit

In den Anfangsminuten des Spiels kontrollierten die technisch versierten Gäste aus Leipzig Ball und Gegner. Ab etwa der zehnten Minute aber warf der MSV den Riemen auf die Orgel und kreierte mehr und mehr eigene Chancen. Bohl (11.) mit einem ersten zarten Torschuss-Versuch und Chanturia (14.) aus der halbrechten Position. Die beste Möglichkeit für den MSV vergab aber Onuegbu in der 28. Minute, als er frei vor RB-Keeper Gulacsi, der den Ball noch irgendwie „toucht“, wodurch das runde Leder neben dem Pfosten ins Aus trudelt. Letztendlich bleibt es beim torlosen Unentschieden nach 45 Minuten. Ähnlich sieht es auf den Plätzen in Paderborn und Frankfurt aus.

Chanturia erlöst den MSV Anhang

In der zweiten Hälfte begannen die Gäste wieder etwas offensiver ausgerichtet, ließen sich aber erneut schnell den Schneid abkaufen. Der MSV war einfach wacher und kämpferisch dominierender. Daran änderten auch die im Spielverlauf ausgesprochenen gelben Karten gegen Bohl und Hajri nichts. Iljutcenko (65.) und Bajic´Freistoß, der in der Mauer landete, waren weitere gute aber ungenutzte MSV Chancen, die weiter am Nervenkostüm der unermüdlich anfeuernden Duisburger Fans zehrten. Für die Erlösung sorgte dann der „georgische Messi“ Giorgi Chanturia, der sich irgendwie im Strafraum durchwuselte und zum 1:0 einschob. Pure Emotionen danach beim Schützen, der sich das Herunterreißen des Trikots mit Gelb ahnden ließ und natürlich besonders beim Duisburger Anhang. 31 Spieltage verbrachte der MSV auf einem Abstiegsplatz und nun war die Relegation zum Greifen nah. Wechsel auf beiden Seiten nahmen in der Schlussphase wichtige Minuten von der Uhr. Um 17:19 Uhr erfolgte der Schlusspfiff. Der Jubel kannte beim MSV und seinem Anhang keine Grenzen. Das vor Wochen fast noch unerreichbar scheinende Ziel Relegation ist geschafft. Die Fans ließen ihrem Jubel, aber auch so manchen Freudentränen freien Lauf. Wohlwissend, dass auch in der Relegation mit den Kickers Würzburg ein schwerer Gegner wartet. Gespielt wird zunächst am kommenden Freitag in Würzburg und am Dienstag, den 24. Mai in Duisburg. Sollte der Klassenerhalt tatsächlich noch gelingen, so darf man wohl von einem kleinen sportlichen „Fußballwunder“ an der Wedau sprechen.

So sahen die Trainer das Spiel

Am Rande des Spiels

Für einen kleinen Wermutstropfen sorgten diverse Transparente, die sich in zum Teil beschämender und beleidigender Form gegen RB Leipzig Sponsor „Red Bull“ richteten. So stand auf einigen Transparenten zu lesen: „Ihr seid all das, was wir verachten, darum werden wir euch schlachten“. Oder: „Lieber Pleite sein als ein Bullenschwein“.

MSV Fans vor den Relegationsspielen sicher: „Wir packen das“

Monatelang stand der MSV Duisburg weit abgeschlagen auf dem letzten Platz. Nach dem 1:0 Sieg gegen RB Leipzig und dem damit verbundenen Einzug in die Relegationsspiele gegen Würzburg kannte der Optimismus bei den MSV Fans kaum Grenzen.

MSV Duisburg – RB Leipzig 1:0 (0:0)
Tore:
1:0 Chanturia (75.)
Gelbe Karten: Bohl, Hajri, Meißner, Chanturia – Nukan
Schiedsrichter: Welz (Wiesbaden)
Zuschauer: 28.209

MSV Duisburg:
Lenz – Bohl, Meißner, Bajic, Poggenberg – Chanturia (78. Klotz), Hajri (84. Albutat), Holland, Wolze – Onuegbu (82. Bröker), Iljutcenko
RB Leipzig: Gulacsi – Klostermann, Orban, Nukan (46. Compper), Jung – Khedira, Demme – Kaiser (62. Teigl), Bruno (78. Forsberg) – Selke, Poulsen

sportstimme

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